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Thema: Geburtsberichte

  1. #1
    Avatar von pooki mit kimi
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    Standard Geburtsberichte

    huhu,

    ich weiß nicht ob es hier so was in der art schon gibt. sollte ich blind sein, vergesst den thread einfach...

    also, wenn ihr lust habt über eure geburt zu berichten, fände ich das ganz toll.

    ich fände es vor allem interessant wie die ärzte mit den kleinen umgegangen sind, wie die versorgung hinterher war, hilfestellung beim stillen oder auch wie und wann die plattenanpassung von statten gegangen ist, ob ihr spontan oder per KS entbunden habt... alles einfach!

    man kann sich auf diese weise vielleicht ein bissl besser vorstellen, wie die entbindung so vor sich geht. also mit der eigentlich entbindung hab ich ja erfahrung, aber ich würde es halt interessant finden, was danach kam. obwohl ich ja jetzt schon einiges an infos hab wie es in der theorie sein kann/sollte, ist es ja doch nochmal was anderes echte erfahrungen geschildert zu bekommen.

    danke euch!
    Liebe Grüße,
    Birgit mit Kimi

    Maya Chenoa, *05.04.05 & Kimi Joel, *25.08.07, links. LK-Spalte, OP am 07.02.08, Prof. Feifel/Aachen



  2. #2
    Avatar von Nina mit Leonie
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    Standard

    Oh ja, das mache ich doch immer gern!
    OK, mein Bericht wird nicht so wahnsinnig hilfreich sein, da Leonie keine Gaumenspalte hat, aber trotzdem:

    Leonie wurde in einem recht kleinen Krankenhaus geboren, wo auch schon ihre beiden großen Schwestern geboren wurden,im ev. Amalie-Sieveking-Krankenhaus. Keiner wußte vorher definitiv von Ihrer Spaltbildung, allerdings wußten wir und die Ärzte, daß die Nasenlöcher ungleichmäßig waren.
    Als Leonie nach einem Blasensprung und fast angenehmen 5 Stunden auf der Welt war, stellte die gerufene Kinderärztin die Kieferspalte und einen "hohen Gaumen" fest. Außerdem waren die Nasenlöcher ungleichmäßig und die Lippe etwas schief.
    Da aber der Gaumen geschlossen war, waren die Hebammen und Ärzte total entspannt, alles war wie bei einem ganz gesunden Kind. Es war eher so, daß uns großes Interesse entgegengebracht wurde, weil sonst nie Spaltkinder in diesem Krankenhaus geboren wurden.
    Es wurde schon darauf geachtet und auch in den Unterlagen vermerkt, ob und wie gut sie saugen konnte, aber alles völlig locker und entspannt.


    Heute bin ich allein schon deshalb sehr froh, daß Leonies Gaumen (zumindest oberflächlich) geschlossen ist, weil mir sonst in diesem Krankenhaus wohl schlimmes passiert wäre: Es gibt dort keine Kinderstation und aus den Erfahrungsberichten hier im Forum weiß ich, daß viele Kinder nach der Geburt von den Müttern getrennt werden. Und in diesem Krankenhaus - ohne Erfahrung und ohne Kinderstation - wäre es sicherlich auch so gewesen (hätte ich den Ärzten aber auch kaum übel genommen). Das war mir damals gar nicht so bewußt...


    Also meine Bitte: Informiert Euch in der Schwangerschaft, wie Eure Entbindungsklinik mit Spaltbabys umgeht, denn eine Gaumenspalte kann immer da sein, man kann den Gaumen auf dem Ultraschall nicht richtig sehen!!

    Ich würde heute (bei Spaltverdacht) in der Klinik entbinden, wo Leonie jetzt in Behandlung ist, aber wie sagt man so schön : Das Glück ist mit die Doofen. Also hat auch so in unserer Dorfklinik (wo ich sonst immer wieder hingehen würde) alles gut geklappt!
    Geändert von Nina mit Leonie (04.05.2007 um 07:28 Uhr)
    Grüße aus Hamburg
    Nina mit Leonie (1. Juli 2005 subcutane Lippenspalte, Kieferspalte, verdeckte Weichgaumenspalte)

    mit 2 großen Schwestern (Nov. 96 und Dez. 00) und 1 kleinen Bruder (Sept. 16), alle ohne Spalte




  3. #3
    Sandra mit Pierre
    Gast

    Standard

    Hallo.
    Da ich während der Schwangerschaft von der Spalte erfahren habe, habe ich mich auf Ninas Rat hin in einer Klinik zur Geburt angemeldet, wo eine Spaltambulanz angeschlossen ist. Als Pierre geboren war, wurde sofort nach dem Gaumen geschaut, damit hätte gleich ein Arzt von der MKG rüber kommen können zum Anpassen der Trinkplatte. Der Gaumen war zu, das Kind topfit und somit hatte ich ihn keine 2 Minuten nach der Geburt schon wieder auf dem Bauch liegen.

    Ich lag noch im Kreissaal, da kam eine Ärztin von der MKG. Ich verkündete megastolz das Pierre bereits an der Brust trinkt. Sie sagte: "das kann er gar nicht!" (das war das einzigst negative Erlebnis) ich stellte klar und zeigte, daß er es sehr gut kann.

    Das Krankenhaus hat nicht nur eine Spaltambulanz sondern trägt auch das Zertifikat "stillfreundliches Krankenhaus", entsprechend wird von Seiten der Schwestern und Ärzte alles unternommen, damit man stillen kann.

    Da Pierre nur die Lippenspalte hatte, konnte ich ganz normal stillen und mache es noch immer. Aber ich habe inzwischen Kontakt zu Müttern die auch dort entbunden haben, wo die Kinder eine teilweise doppelte und komplette Spalte haben. Auch die wurden in Sachen stillen bestens betreut.

    Ich habe dort entbunden, weil man ja erst bei der Geburt sicher sagen kann, was mit dem Gaumen ist. Und es wurden schon genug Kinder von ihren Müttern getrennt, nur weil der Gaumen eine Spalte hatte und die Klinik bzw. die Schwestern und Hebammen damit überfordert waren. So konnte ich ganz entspannt die ersten Tage mit Pierre genießen, er war rund um die Uhr bei mir und wir hatten alle Hilfe die wir brauchten. Ich brauchte etwas Hilfe, da Pierre per KS zur Welt kam und ich mich die ersten 2 Tage nicht wirklich bewegen konnte. Ist das wirklich schon wieder 5,5 Monate her? Wahnsinn.....

    Nun rutscht er schon auf dem Rücken durch die Wohnung und sorgt unter unseren Hunden für Angst und Schrecken *gg*
    Geändert von Sandra mit Pierre (04.05.2007 um 11:00 Uhr)

  4. #4
    Caroline und Leon
    Gast

    Reden Supertolles Krankenhaus

    also wir wussten auch schon vor der Geburt von Leons Spalte. Darum haben wir uns auch etliche Kliniken und auch Arzte schon vor der Geburt angesehen.
    Leon ist ja unser erstes Kind und deshalb waren wir sowiso etwas verunsichert was die Geburt so angeht. Als wir dann von der Spalte erfahren haben, stand für uns ganz klar die Versorgung des kleinen im Vordergrund.

    Wir haben uns schließlich für eine Klinik in Paderborn entschieden, die mit einer guten Kinderklinik im selben Haus ist. Dort gibt es eine Neugeborenenintensiv und es handelt sich ebenfalls um ein Stillfreundliches Krankenhaus.

    Unser Kieferchirurg arbeitet sehr eng mit der Klinik zusammen und operiert dort auch die Spaltbabys. Es ist zwar ein eher kleines Krankenhaus, aber war die absolut richtige Entscheidung. Im Jahr werden dort ca. 5-10 Spaltbabys geboren.
    Hört sich im Vergleich zu den Unikliniken und Spaltzentren zwar wenig an, aber man muss dazu sagen dass wir hier sehr Ländlich wohnen.

    Nun weiter zur Geburt.
    Nach einigen mehr oder wenig dramatischen Vorfällen in meiner Schwangerschaft war mein Muttermund schon ab der 30.SSW 3 cm geöffnet. Bei der letzten Vorsorgeuntersuchung am 08.03 sogar schon 4,5cm. Deshalb war laut meiner Ärztin Vorsicht angesagt.

    Da Leon ziemlich groß war und der eigentliche Termin am 08.03 war haben die Ärzte entschlossen ihn am 11.03 per Sektio zu holen.

    Doch zunächst sah alles aus als sei dies garnicht nötig. Und darüber war ich heilfroh, weil ich mir so sehr eine natürliche Geburt gewünscht habe.

    Am Samstag Abend, den 10.03 bekam ich gegen 20.00 Uhr absolut heftige Wehen, den ganzen Tag über hatte ich schon ein starkes Ziehen im Bauch verspürt. Na ja, die Blase war noch nicht geplatzt und so hab ich erstmal ein Bad genommen, Ich wollte doch unbedingt den Boxkampf sehen, bin absoluter Fan.
    Danach sind wir dann sofort in die Klinik.

    Gerade dort angekommen, es war so gegen 0.20 Uhr ist auch schon die Fruchtblase geplatzt. Ups der Muttermund war schon 7cm geöffnet.

    Schnell ab in den Kreissaal, alle rechneten mit einer schnellen natürlichen Geburt. Die Ärzte und Hebammen wussten dort schon vorher von Leons Spalte, also war die ganze Zeit ein Kinderarzt anwesend.

    Doch das mit der natürlichen Geburt sollte nichts werden, bis morgens früh um 6.00Uhr hatte sich der Muttermund zwar bis auf 9cm geöffnet, aber danach tat sich trotz aller Maßnahmen nichts mehr. Auch der Wehentropf brachte nichts.

    Als bei Leon dann plötzlich die Herztöne weg waren und anschließend ziemlich unruhig waren musste wegen Geburtsstillstand eine Sektio Gemacht werden. Wenigstens war noch Zeit für eine PDA so konnte ich wenigstens alles mitbekommen. Obwohl ich sagen muss dass ich ziemlich entäuscht war.Hab den Fehler bei mir gesucht, dachte ich hätte etwas nicht richtig gemacht.

    Die Ärzte und Hebammen waren alle sehr sehr nett, sie haben sich ganz viel Zeit genommen und mich aufgemuntert, weil ich schon ziemlich fertig war wegen dem Kaiserschnitt. Doch für Leon war es ja das beste.
    Mittlerweile war es auch schon Mittag.

    Ab in den OP, und dann ging es auch schon los. Björn war ja auch dabei, also alles halb so wild. Und keine 20 min später konnten wir den kleinen Wurm schon Schreien hören. Das allerschönste Schreien was ich je gehört habe.

    Die Ärzte haben dort garkeine Hektik gemacht, sie haben uns den kleinen gezeigt, und dann zum Kinderarzt gebracht. Björn durfte auch mit.
    Alles wie bei jedem Baby. Es wurden lediglich ein paar Untersuchungen mehr gemacht. Zur sicherheit.
    Nichts auffälliges außer der bekannten Spalte. Also musste auch nichts weiter gemacht werden.
    APAG war sogar 10/10/10

    Der stolze Papa bekam den kleinen Mann in den Arm und als ich aus dem OP wieder in den Kreissaal kam wurde ich von meinen beiden Männern schon erwartet.
    Da war erstmal Kuscheln angesagt. Anschließend wurde klein Leon gebadet und angezogen und nun hatte er mörderischen Hunger. Mit einer Hebamme und einer hinzugeholten Stillberaterin haben wir versucht ihn anzulegen, aber es wollte nicht so recht klappen. Leon wurde nach einer Weile zu ungeduldig, lag wohl am Hunger. also bekam er erstmal ein Fläschchen mit dem Habermann.
    der lag schon bereit (also waren sie dort gut vorbereitet) und die handhabung wurde uns genau erklärt. Alle dort haben sich ganz ganz viel Zeit genommen für uns und sich echt mühe gegeben.

    Doch besonders behandelt oder komisch angesehen oder gar bemitleidet ( mag ich garnicht ) wurden wir zum Glück nie, werder von Ärzten, Schwestern oder anderen Müttern auf Station.

    Nach 5 Stunden im Kreissaal kamen wir auf Station.
    Am nächsten Tag kam der Kieferchirurg und hat sich Leon angesehen. Auch das anlegen und stillen haben wir die nächsten Tage noch mehrmals versucht aber es hat leider nicht geklappt. obwohl alle sehr bemüht waren und sich teilweise mehrere Stunden am Tag zeit genommen haben es zu probieren.

    Leon wurde behandelt wie jedes andere Kind auch, das fand ich supertoll. Ich war auch erstaunt wie die andern Mütter damit umgegangen sind, total offen, sie haben zwar nachgefragt, aber niemand hat komisch geschaut oder so, wovor ich erst echt angst hatte.

    nach 6 tagen durften wir dann auch schon nach hause, also ist alles in allem echt supert klasse gelaufen und ich bereue meine wahl nicht. würde immer wieder in diese krankenhaus gehen.
    Geändert von Caroline und Leon (07.05.2007 um 07:28 Uhr) Grund: Klinikname

  5. #5
    Wiebke und Karl Gustav
    Gast

    Standard

    Von mir nun mal ein negativerer Bericht, obwohl ich mir das auch alles anders vorgestellt hatte!
    Ich habe natürlich im Vorfeld auch mich erkundigt, der Chefarzt meinte, kein Problem wenn die MKG Ärztin her komm, so war es ausgemacht, kein Thema ,dann wird das Kind nur im äußersten Notfall nach CB verlegt! OK dachte ich, dann läuft das ja schon mal alles gut!Ich habe schön meine Akupunktur machen lassen, hier bei uns im KH und dann kam die KÄ aus dem Urlaub zurück und machte Stress, fing mich bei einem AKupunkturtermin ab und dann gings los! Es ist doch bekannt das die Spaltkinder oftmals noch andere,schwere Behinderungen haben, schlecht Luft bekommen und schluckbeschwerden haben usw. ich versuchte ihr zu erklären das ich das im Vorfeld abgeklärt habe und das unser Kind gesund sei!Naja dann sagte sie mir noch das das eine Station mit gesunden Neugeborenen sei, dann platzte mir der Kragen, ich brach das Gespräch ab und wendete mich an den Chefarzt, der meinte, es bleibt alles so wie abgesprochen, am 11.12. rein und einleiten!Ich dachte ok und entspannte mich wieder!
    Dann bin ich am 11.12. rein,kein Chefarzt da, Hebamme krank also durfte ich einen Tag zum erholen da bleiben und wir starteten am 12.12, das brachte leider nicht das erhoffte Ziel!aber dann am 13.12. war meine Fruchtblase geplatzt und es ging los, um 9.30uhr meinte meine Hebamme ich werde dann noch mal sehen ob wir noch ein wenig nachhelfen müssen,das hatte sich erledigt,dann um 10.30uhr meinte sie dann werden wir mal ihren Mann anrufen, gemacht getan, ich drehte mich einmal und dann war er auch schon da! Und Papa noch nicht!Aber wenige Augenblicke später stand dann auch Papa in der Tür!
    Im KH waren alle super nett und lieb,haben ihn ganz normal behandelt, nur die blöde KÄ hatte Panik und fasste ihn nicht mal richtig an, verschwand gleich und erzählter unserer MKG Ä wie schlimm das doch alles ist und das er verlegt werden muss,bestellte meine MKG Ä einfach ab, kam zu mir und sagte das das so besser sei und Fr Dr. Lauster dem auch zugestimmt habe und schwupp war mein Kleiner 1h nach der Geburt schon weg!Ich konnte nichts machen, als ich dann langsam zu Verstand kam, rief ich erst mal die Ä in B an, die gab uns noch ein paar wichtige Tipps und wir telefonierten tägl. miteineander!
    Meinem Mann ließ das keine Ruhe und er fuhr hinterher, bloß gut! Man hatte bis zu diesem Zeitpunkt (15Uhr-er war seit 13Uhr da) noch nichts mit ihm gemacht! Naja die KC weigerte sich ihn überhaupt anzusehen, da wir ja eh nach B gehen würde, könnte sie sich die Zeit sparen usw, egal! Ich musste ja noch eine Nacht im KH bleiben und war völlig am Ende bei dem Gedanken das mein Kleiner da ganz alleine ist, es folgten dann noch 3 weitere Tage im KH, ich wollte ihn jeden Tag schon mitnehmen, aber dann verunsicherte mich der Arzt so dermaßen das ich Angst bekam und ihn doch noch da lassen musste! Ein paar andere Sachen die da nicht so ganz liefen!

    Mit der Erfahrung von heute würde mir das nicht noch mal so passieren!

    LG Wiebke

  6. #6
    jeanette
    Gast

    Standard

    Hallo,

    jetzt schreibe ich Dir auch maL unsere Geschichte, ich weiß nicht, ob ich Dir schon per Mail von der Geburt berichtet hatte. Ist die Mail überhaupt angekommen?

    Also hier war das schon im Vorfeld mehr als schwierig. In Stuttgart gibt es verschiedene Geburtskliniken und eine Kinderklinik, die extra ist. Die hat seit neuestem eine kleine Intensivstation für Früh- und Neugeborene in eine andere Klinik ausgelagert.

    Weil ich von manchen Kliniken wußte, dass sie alle Kinder wegen jedem Pups verlegen und die besagte Klinik eh meinE Wunschklinik war. Der erklärte uns, dass alle Spaltenkinder in der Stadt in die Kinderklinik kommen und man unseren Sohn auf dieser besagten Intensivstation aufnehmen würde, allerdings nach ausreichender gemeinsamer Zeit im Kreissaal. Er sagte uns zu, dass Jakob auch erst später untersucht werden würde, ob es wirklich so gewesen wäre??? Mir war das nicht recht, weil ich immer dachte das muss doch nicht sein. Mein Mann hat das eher in Kauf genommen. Na

    Dann nach 13 Tagen nach ET und 3 Tagen Einleitung kam Jakob spontan zur Welt und atmete einfach nicht. er hatte die Lunge mit grünem Fruchtwasser verklebt und das konnte die Ärztin nicht absaugen. Ich war so froh, dass die Kinderärzte schon vor der Tür standen, weil sie eigentlich dabei sein wollten. Er wurde dann beatmet und geröngt und da stellte man fest, dass er das Herz rechts hatte. Also wurde er doch in die ander Klinik verlegt, weil da Kinderkardiologen sind und die in der Frauenklinik einfach Angst hatten. Ich bin dann am nächsten Tag heim und wir haben in dann 10 Tage lang nur besucht. Er hatte eine fette Lungenentzündung und sionst gar nichts. Nach 10 Tagen haben wir in heimgeholt, obwohl das denen nicht richtig recht war. Sie hätten noch so viel untersuchen wollen. Aber da sind wir dann echt hingestanden.

    Ich weiß nicht, was ich bei einem 2. Kind tun würde. Ich war so froh, dass er gleich gut versorgt war und nich irgendein Narkosearzt, der das sonst nie macht, meinem Neugeborenen den Beatmungsschlauch in den Hals gesteckt hat. Aber wir hatten große Schwierigkeiten miteinander,weil uns diese ersten Stunden und Tage gefehlt haben. Und das ist was ganz Schlimmes. Ich habe ihn lange nicht so richtig angenommen, und das aber nicht wegen der Spalte.

    Klar hatten wir einfach Pech, aber so Kinderärzte reagieren auch gerne mal schnell über und sind übervorsichtig. Jakob hatte wirklich Schwierigkeiten mit dem Atmen, weil er immer seine Zunge in den Spalt gestopft hat und da nicht zurecht kam. Aber das ist nichts wo man sofort handeln müßte, das merkt man ja. Und mit der Zeit hat er es auch begriffen.

    Das war jetzt lang, und wahrscheinlich nicht hilfreich. Nicht einmal ich könnte sagen, was ich jwetzt tät. Aber Du wolltest es ja wissen.

    Die Kinderärzte haben ihm das Leben gerettet, aber ich bin sicher ohne diese Umstände hätten sie ihn mir auch weggenommen und ich weiß nicht, ob ich mich hätte wehren können. Tja, ich hoffe, beim nächsten Mal müssen wir es uns nicht noch einmal überlegen.

    Also wünsch ich Dir eine gute Entscheidung, Du hast ja noch ein bißchen Zeit.
    Jeanette

  7. #7
    Avatar von Hülya mit Tahir Enhar
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    Beitrag

    Hallo,

    ich weiss, ob dir meine Geschichte helfen wird, denn wir wussten nichts von der Spalte meines Sohnes. Es war also ein grosser Schock für uns.

    Mein Sohn, Tahir Enhar, ist unser drittes Kind. Nach zwei Mädchen kam er dann am 22.3.2007 mit einem geplanten Kaiserschnitt zur Welt (die Mädchen kamen auch mit Kaiserschnitt auf die Welt - Beckenboden zu eng). Ein Tag vorher bin ich ins Krankenhaus bestellt worden, damit alle Vorbereitungen gemacht werden können für den morgigen Kaiserschnitt. Der Oberarzt machte noch einen Ultraschall und hat dabei die Spalte von Tahir gesehen. Allerdings hat er uns davon nichts gesagt.
    Wir sind dann am nächsten Tag um 7 Uhr im Krankenhaus eingetroffen (KKD Duisburg). Da der Kaiserschnitt geplant war, hatten wir gedacht, dass das schnell gehen würde. Denkste! Nach etlichen Stunden CTG, Infusionen und fast Wundliegen war es dann um 15.30 Uhr soweit. Im OP ging das dann ganz schnell. Um 15.50 Uhr war Tahir Enhar auf der Welt. Ich durfte ihn 2 Sekunden sehen, die Hebamme brachte ihn dann sofort zu dem im Nebenraum anwesenden Kinderarzt. Ich muss aber sagen, dass ich sofort gesehen habe, dass Tahir was an der Lippe hat, weil ich direkt dahin geschaut habe. Ich habe zuerst dahin geschaut, weil ich die ganze Schwangerschaft über geahnt hatte, dass er das hat. Irgendwie hatte ich das so im Gefühl (Mutterinstinkt!?).

    Ich wollte das aber nicht wahr haben. Ich hörte den Kinderarzt im Nebenraum reden. Inzwischen wurde mein Mann dorthin gerufen. Ich war zwar kaputt, hatte meine Augen geschlossen, aber ich wollte unbedingt hören, was der Kinderarzt meinem Mann sagt. Allerdings waren die Ärzte und die ganze OP Crew so laut am reden, ich hab kein Wort verstanden, was da aus dem Nebenraum rüberschallte. Nach einer Weile kam mein Mann zu mir und meinte nur, unserem Sohn würde es sehr gut gehen. Er müßte nur zur Beobachtung in die Kinderklinik gebracht werden, weil er wohl direkt nach der Geburt sehr schnell geatmet habe, so als ob er gerannt wäre. Das wollten die wohl bei ihm beobachten.

    Als ich dann fertig war, wurde ich wieder in den Kreißsaal gebracht. Ich hatte eine super super nette Hebamme. Ich liege in meinem Bett und mache mir super viele Sorgen, bin nur am Heulen. Sie versuchte mich zu trösten. Ich wollte unbedingt wissen, was mit meinem Sohn ist. Ich hatte das Gefühl, mir wird was verschwiegen. Dem war aber nicht so. Die Hebamme brachte mir Fotos von meinem Kleinen, die sie direkt nach der Geburt gemacht hatte. Als ich die gesehen hatte, habe ich noch mehr geheult. Meine Vermutung wurde wahr, mein Sohn hatte etwas an der Lippe!! Alle die dort anwesend waren, versuchten mich zu trösten. Meinten nur, er sei gesund und hätte nur eine Lippenspalte, Kiefer und Gaumen seien nicht betroffen und ich solle doch froh sein. Ich hab denen aber das nicht abgekauft und hab nur geheult. Ich wollte ihn sehen. Die Hebamme hat dann beim zuständigen Kinderarzt angerufen und der kam dann auch kurz darauf runter. Dieser hat auch das Gleiche erzählt, aber ich hab ihm das auch nicht abgenommen. Ich wollte unbedingt meinen Sohn mit meinen eigenen Augen sehen. Kurz darauf wurde er dann gebracht. Ich durfte ihn sehen, riechen und halten. Das waren die schönsten 20 Minuten meines Lebens.

    Gruß
    Hülya

  8. #8
    Avatar von Taz
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    Standard

    Hallo,

    wir wußten ebenfalls bereits in der Schwangerschaft von Janis Spalte, allerdings waren die Ärzte nicht sicher ob doppel-oder linksseitig.

    Janis wurde im Heidekreisklinikum Soltau geboren. LEIDER. Am 16.07. ist meine Fruchtblase geplatzt, sechs Wochen vor Geburtstermin, mein Mann hat dann das naheliegende Krankenhaus angerufen, und die meinten, keine panik, sie können ganz beruhigt Auto fahren und auch das gewünschte Krankenhaus anfahren, gesagt, getan. Also fuhren wir so knapp 40km zur gewünschten Entbindungsklinik. Wir haben uns damals für dieses Krankenhaus entschieden, da Alternative Heilmethoden (Homöopathie) angeboten wurde, und da eine Kinderstation vorhanden war.
    Ich hatte immer noch im Kopf, mein Kind kommt erst in sechs Wochen, ich hab trotz Wehenschmerz erst kurz vor der Geburt verstanden das Janis jetzt schon alles entdecken wollte
    Wir hatten eine super ätzende Hebamme, die an dem Tag bzw. in der Nacht kein Bock auf ihren Job hatte. Nur mit Wiederwillen kam sie bei uns ins Zimmer,wenn ich geklingelt hatte, Geburtswanne; muss das jetzt sein usw. Homöopathie gibts hier nicht usw. Mein Mann und ich waren völlig allein auf uns gestellt, morgens um 5h war ich dann so genervt von dieser Frau das ich das Krankenhaus verlassen wollte, um zum nächsten zu fahren, aber das ging leider nicht mehr.
    Die Ärztin die mich untersucht hat, meinte zum mir, als ich ihr von der Spalte erzählt habe; wow und dann bekommen sie das kind, das war ein schock, und ich war viel zu geschockt, um darauf antworten zu können, allerdings kam meine reaktion knapp drei monate später, wir haben uns bei dem chefarzt beschwert, der zur geburt leider urlaub hatte, und dieser hat dann sofort eine abmahnung ausgesprochen.
    als unser sonnenschein dann endlich da war, wurde er mir auf den bauch gelegt, bei der anschließenden untersuchung wurde dann die doppelseitige lippenspalte, der breite gaumen und einseitige kieferspalte festegestellt, ich musste meinen mann fragen, ob janis denn nun tatsächlich eine spalte hat, denn ich habe sie gar nicht wahr genommen, als er bei mir auf dem bauch lag.
    leider wurde er dann direkt auf die kinderstation verlegt, durfte nicht bei mir sein, was für mich echt schlimm war, denn eigentlich hatte er außer der spalte nichts, obwohl er sechs wochen zu früh war hatte er ein tolles gewicht und keine atemprobleme. auch das stillen wurde mir nicht gezeigt, nicht mal das abpumpen, die schwestern sind einfach davon ausgegangen das ich gar nicht stillen wollte.
    wir haben dann zugesehen, das wir schnellsmöglich dieses krankenhaus verlassen konnten, und sind bereits einen tag später ins ak nord / heidberg nach hamburg gefahren, wo wir dann in den besten händen waren.

    liebe grüße
    felicitas

  9. #9
    Vronileine
    Gast

    Standard Hier mein Bericht

    Ich wußte ja nichts von seiner Spalte (LKG links), die Geburtsklinik war Mödling (Niederösterreich). DIe Geburt selbst war sehr anstrengend (Blasensprung und nach 12 Stunden noch immer keine Wehen), weil sie eingeleitet wurde. Wehentropf war voll aufgedreht, damit was weitergeht und so hatte ich Wehen ohne Verschnaufpause und dann blieb mein Sohn auch noch im Geburtskananl stecken-Saugglocke.
    Mein Mann sah die Spalte sofort, durch das lange Verweilen im Geburtskanal und die Saugglocke (Höcker am HInterkopf) sah er wirklich platt und schrecklich aus. Mein Mann glaubte, unser Kind wäre schwerst (geistig) behindert,so zerdrückt wie er aussah. Mir haben sie das Kind rücklinks am Bauch gelegt (sodaß ich seine Spalte nicht sehen konnte), ich war allerdings so fertig, dqaß ich eh gar nichts mehr mitbekommen habe...dann mußte unser Sohn sofort zur allerersten Untersuchung, da die furchtbar anstrengende Geburt auch für ihn zur Qual wurde und er etwas blau (milde ausgedrückt) war. Dort dürften sie auch geschaut haben, ob er "sonst in Ordnung ist". Nach ca. 10 Minuten kamen sie zurück, ich wurde grad genähnt und sagten mir, unser Kind wäre gesund es gäbe nur einen kleinen Wehrmutstropfen...Naja, ich hab das gar nicht so geschnallt. Mein Mann badete daweil den Kleinen und erst im Handtuch und windel sah ich ihn das erste Mal. Der Arzt, der mich bei der Geburt begleitete klärte mich nach dieser Hiobsbotschaft gleich kurz auf, was heut zu Tage alles möglich ist und daß sie mit dem AKH Wien sich in Verbindung setzen, um mir einen Termin auszumachen. Die Schwestern waren sehr lieb und kümmerten sich darum, ob das Baby denn trinken könne und siehe da, es ging mit dem ganz normalen Schnulli. Milcheinschuß hatte ich noch gar keinen. Das Kind blieb von anfang an bei mir und sie lobten seine Trinkfreude, ich blieb insgesamt 5 Tage, weil sie kontrollieren mußten, ob unser Sohn gedeiht und normal trinken kann. Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben dort. Auch, daß die Klinik einen Ersttermin für mich im AKH Wien ausmachten und das "für mich übernahmen". War toll.
    Und jetzt hat er seine erste OP schon hinter sich (Lippe und Nasenboden)! Ich hab unser Kind sofort angenommen. Meine Tochter kam vor 6 Jahren mit nur 80 dag als Frühchen auf die Welt. Da sieht man eine Spalte dann doch noch recht gelassen, denn hier gehts nicht um Leben und Tod. PS: meiner Tochter gehts herrlich!
    Gruß Vronileine

  10. #10
    Avatar von Nina mit Leonie
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    Standard

    mit nur 80 dag
    Was heißt "dag"?
    Grüße aus Hamburg
    Nina mit Leonie (1. Juli 2005 subcutane Lippenspalte, Kieferspalte, verdeckte Weichgaumenspalte)

    mit 2 großen Schwestern (Nov. 96 und Dez. 00) und 1 kleinen Bruder (Sept. 16), alle ohne Spalte




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