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Thema: Nasen-Op Kostenerstattung

  1. #1

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    Standard Nasen-Op Kostenerstattung

    Hallo Zusammen,
    wir waren heute zur Vorbesprechung der Nasen Op. Am Ende wurde uns mitgeteilt, dass knapp 12.000€ nicht von der Kasse übernommen werden würden, da dies ja der ästhetischen Korrektur zugeordnet würde. Gibts da andere oder ähnliche Erfahrungen? Ich bin bislang ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass aufgrund der Fehlbildung, die Kosten komplett übernommen werden. Zumal es jetzt keine extra Wünsche unsererseits gab....

    Gibt es Arzt/Klinik Empfehlungen für den Raum Dortmund + 300km?

    VG Tobias Zabel

  2. #2

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    Standard

    Hallo ,
    bei mir wurde vor fast 3 Jahren die Nase in Offenbach , Sana Klinikum, Prof Landes operiert.
    Er hat mit SpaltPatienten und auch bei den Korrekturops Erfahrung.
    Ich musste damals nichts bezahlen hat meine Krankenkasse übernommen.
    Ist von Dortmund auch ca 300 km entfernt.
    LG Bettina

  3. #3
    Avatar von Grit mit Helena
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    Hallo! Ich bin auf weitere Antworten gespannt,denn bisher sind wir auch immer davon ausgegangen,dass die Kosten übernommen werden. Bis letztens unser Chirurg auch sagte,dass es eine ästhetische OP wäre….
    @Tobias wo ward ihr zur Vorbesprechung.
    wie alt bist du oder geht’s um dein Kind?
    Liebe Grüße von Grit und Helena (*12.06.2008, beidseitige LKGS), Hanna-Luisa (*23.03.2010) und Moritz (*25.10.2013)

    Dr.Koch, DRK Kinderklinik Siegen
    Lathamapparatur: Oktober 2008
    Gaumenverschluß: Januar 2009
    Lippenverschluß: April 2009
    Milchzahnsanierung (Vollnarkose):Oktober 2011
    Nasenkorrektur: Sept.2014 (Dr.Grzonka,Freudenberg)
    Kieferosteoplatik mit Entf.Doppelanlagen 52,62,12,22: 24.06.16 (Dr.Koch)


  4. #4

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    Hallo,
    also es geht um meinen 17 jährigen Sohn (sehr breite einseitige LKGN). Dieser wurde von Dr. Koch in Siegen (heute Charite Berlin) top am Gaumen operiert.

    Als nun die Nasenkorrektur anstand habe ich natürlich angefangen mich zu erkundigen, was das für eine Operation ist und wer darin ein Experte ist. Schnell stößt man dann im Internet auf eine handvoll "Experten", die auf ihren Homepages zunächst die besondere Schwierigkeit dieser OP hervorheben, dann ihre Expertise und schließlich, dass sie oft Nasenoperationen von anderen Ärzten korrigieren müssten, man doch lieber gleich zu Ihnen gehen sollte......

    Wir sind so als erstes (auch auf Empfehlung von Dr. Koch) bei Herrn Dr. Maas in Kassel gelandet. Das klang auch alles zunächst ganz primar und mich machte auch der Nebensatz in dem Telefonat mit Dr. Maas, "......Ihnen ist aber bekannt, dass sie auch einen Eigenanteil tragen müssen" nicht besonders stutzig, da wir bislang schon bei einigen Operationen und Behandlungen kleinere z.T. zweistellige manchmal niedrige dreistellige Beträge nicht erstattet bekommen haben. Und da der Junge ja die nächsten 60 Jahre mit der Nase rumlaufen muss, war uns schon wichtig, dass die Operation auch von jemandem durchgeführt wird, der das regelmäßig macht. Da sind am Ende ein paar hundert Euro egal.

    Nun, bei dem Vorstellungstermin erzählte Herr Dr. Maas dann erstmal ausführlich, das ja diese Operation in der plastischen Chirurgie das schwierigste sei, was es so geben würde und dass er ein auch international ausgewiesener Experte in der Operation von Spaltnasen sei. Dann zeigte er uns ein paar Ergebnisbilder auf Instagramm, die auch ganz gut aussahen. Schließlich wurden Aufnahmen von unserem Sohn gemacht und Herr Dr. Maas simulierte live am Rechner, wie das Ergebnis aussehen könnte. Als wir dann sagten, dass wir die Operation von ihm durchführen lassen würden, klärte er uns über den Ablauf auf und sagte am Ende, sinngemäß. ".....ich hatte Ihnen ja schon am Telefon gesagt, das sie einen Eigenanteil tragen müssen, den die Kassen nicht übernehmen." Da mich dieser erneute Hinweis stutzig machte, fragte ich nun doch mal nach, wie hoch dieser Eigenanteil denn nun wahrscheinlich sei. Und Herr Dr. Maas antwortete ohne mit der Wimper zu zucken: 12.000€. Darin seien dann aber auch alle Unwegbarkeiten drin, also falls eine zusätzliche Übernachtung in der Klinik notwenig wäre oder die Narkose etwas länger als normal dauern würde usw. Das Risiko würde er dann quasi übernehmen, da es nur eine Gesamtrechnung von ihm gäbe und nicht eine von ihm, eine von der Klinik und eine vom Anästhesisten.

    Da ist man natürlich erstmal sprachlos und wenig später fassungslos. Ich hätte ja jetzt verstanden, dass wenn man ein paar extra Wünsche bei der Ästhetik gehabt hätte, dass man das dann extra bezahlen muß aber nö, es ging nur um die ganz normale Korrektur der Spaltnase. Auf unsere verduzten Gesichter hin versuchte er dann zu erklären, dass man quasi mit der Stoppuhr messen würde, wann die reine Spaltnasenkorrekur, darunter versteht er scheinbar nur die Begradigung der Nasenscheidewand, abgeschlossen wäre und wann der ästetische Teil, also die Op der Nasenform beginnen würde. Und das würden dann normalerweise jeweils seperate Rechnungen von ihm , dem Krankenhaus und der Anästhesie geben. Die für den ersten Teil übernähmen die Kassen und die für den zweiten Teil ganz sicher nicht. Letztere würde er bei 12.000€ deckeln, daher laufe die gesamte Abrechnung auch über ihn........ Insgesamt würde die OP gut 25.000€ kosten.

    Leider war ich zu perplex, heute würde ich fragen, was denn wäre wenn man nur den "Spaltnasenanteil" korrigieren lassen würde. Würde man dann die Nase einfach zusammentackern und sagen, tja mehr bezahlt die Kasse leider nicht, wir hören hier auf!?

    Nun nachdem ich mich wieder gefangen hatte, habe ich in ganz Deutschland Praxen und Kliniken angeschrieben, die diese Operation anbieten und habe gezielt auch nach einem möglichen Eigenanteil gefragt. Und interessant ist, dass einge gar nicht antworten, dass insbesondere die Praxen/Ärzte, die wie oben schon beschrieben besonders hervorheben, was das für eine schwierige Operation ist und wie gut sie selber darin sind, dass diese alle mit Eigenateilen von 5-12.000€ rechnen. Zeitgleich habe ich zudem beim Verband der Mund-Kiefer-und Gesichtchirurgen nachgefragt. Diese bestätigen meine Auffasung, dass diese Operation eine 100%ige Kassenleistung sei.
    Und schließlich teilte auch die Selbsthilfevereinigung für Lippen-Gaumen-Fehlbildungen e.V. mir diese Auffasung mit und empfahl mir zugleich ein paar Kliniken/Ärzte. Darunter auch Herrn Prof. Dr. Dr. Pausch in Leipzig (https://www.uniklinikum-leipzig.de/einrichtungen/mkg).

    Auf meine Mail bekam ich von ihm eine sehr nette und schnelle Antwort, in der er ebenfalls seine Verwunderung über die Abrechnung des Kollegen äußerte. Wir machten also dort einen Termin und waren begeistert. Unser Sohn wird dort am 2.4. operiert.
    Ich werde auch über das Ergebnis hier berichten.

    Ansonsten kann ich nur berichten, das die Klinik in Stuttgart (Dr. Sebastian Haack) ebenfalls keine Eigenleistung vorsah. Zudem empfahl die Selbsthilfevereinigung noch:
    Dr. med. Johan Mohasseb in Hattingen
    https://www.mohasseb.de/

    die Uniklinik Münster
    https://web.ukm.de/fileadmin/ukminte...13.11.2018.pdf

    und Prof. Dr. Dr. Dunsche im städtischen Klinikum Karlsruhe
    https://www.klinikum-karlsruhe.de/ei...ichtschirurgie
    Geändert von T_Zabel (19.03.2024 um 20:29 Uhr)

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