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Thema: Frage an alle Stillende, deren Mäuse nach der OP nicht saugen dürfen

  1. #1
    Avatar von Katzens
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    Standard Frage an alle Stillende, deren Mäuse nach der OP nicht saugen dürfen

    Hallo Ihr Lieben,

    unsere Marie wird Ende November in Siegen wegen ihrer Gaumensegelspalte operiert.

    Dr. Koch sagte uns, dass sie nach der OP 6-8 Wochen nicht saugen dürfe und deshalb vom Löffel essen und aus einer Tasse trinken können muß. Marie ist jetzt 4 Monate alt und ich möchte im Oktober mit der Beikost beginnen, aber das Stillen prinzipiell beibehalten.

    Wie habt Ihr das bitte gelöst mit dem Stillen und dem nach-der-OP-erstmal- nicht-stillen-dürfen? Habt Ihr dann vorher abgestillt oder habt Ihr ab einem bestimmten Zeitpunkt immer abgepumpt und die Milch per Tasse gefüttert, bis es an der Brust wieder erlaubt war?

    Ich wäre für sämtliche Ratschläge und Tipps SEHR dankbar!

    Gute Nacht und liebe Grüße,
    Stephanie

  2. #2
    Administrator Site Admin Avatar von Doreen mit Elisei
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    Hallo Stephanie,
    ich kenne es nur so, dass gestillte Kinder gleich nach der Op wieder an die Brust durften. Ist zumindest bei uns in Berlin so. Frag den Doc noch mal ganz konkret danach. Denn es kann ja nicht sein, dass du wegen der Op abstillen musst.
    Liebe Grüße von Doreen (Kontaktadresse der WRG) mit Elisei ( 11/03 beidseitige LKGS) und den 3 Geschwistern
    Steckbrief und Fotos



    Jeder sollte nur soviel Staub aufwirbeln, wie er bereit ist zu schlucken.

  3. #3
    Avatar von Daniela mit Jakob
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    Zitat Zitat von Doreen mit Elisei Beitrag anzeigen
    Hallo Stephanie,
    ich kenne es nur so, dass gestillte Kinder gleich nach der Op wieder an die Brust durften. Ist zumindest bei uns in Berlin so. Frag den Doc noch mal ganz konkret danach. Denn es kann ja nicht sein, dass du wegen der Op abstillen musst.
    Halle Stephanie,

    yep - so kenne ich es auch. Ich durfte Jakob sogar schon im Aufwachraum wieder stillen. Dass es nicht gleich funktionierte ist ne andere Geschichte ... aber wir hatten auch nur den Lippenverschluss und da war lt. usnerem Prof saugen innerhalb der 4 Wochen NACH der OP Pflicht.

    Ich würd mich auch lieber nochmal erkundigen.

    Zur Not abpumpen und mit dem Becher geben - ist zwar erhöhter Zeitaufwand, aber was tut man nicht alles für seine Zwerge.

    Alles Gute
    Daniela mit Jakob (*21.04.2009, 32.SSW - Lippen-Kieferspalte links) und Benedikt (*24.10.2013, 36. SSW)

    Man kann die Kinder nicht nach unserem Sinne formen,
    so wie Gott sie uns gab,
    so muss man sie haben und lieben.
    (Goethe)




  4. #4
    Avatar von Katzens
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    Lieben Dank für Eure Antworten!

    Das Problem soll wohl sein, dass der neue Sog an den frischen Nähten des neumodelierten Gaumensegels zieht und das halt zu vermeiden ist -> also kein Schnuller, keine Trinkflasche mit Ventil bzw. Nuckelflasche und auch kein Stillen.

    Ich mach mich beim nächsten Termin noch einmal schlau und frage noch mal ganz konkret nach.

    Gute Nacht Euch!

  5. #5
    Avatar von Nicole mit Gabriel
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    Ich kenne es leider anders :-( Ich habe Gabriel auch voll gestillt und er wurde mir 5 Monaten an der Lippe operiert und ich durfte NICHT stillen obwohl ich 8 Tage lang gefragt habe. Ich musst e meine Milch abpumpen dadurch wurde meine Milch aber weniger auch wegen dem Stress und musste dann letzt endlich abstillen ... ich bin so sauer und enttäuscht darüber und deshalb hab e ich mir geschworen so eine wichtige Frage vorher zu stellen ( sie ist in Vergessenheit geraten )... Bei uns hieß es um die Narbe zu schonen ...

    Ich rate dir das vorher nochmal in der Klinik abzuklären.
    *lg Nicole mit Gabriel




  6. #6
    Avatar von Nina mit Leonie
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    Leider kann ich Dir keine hilfreichen Tips geben, wollte aber mal nachfragen, welche Art Spalte Dein Kind hat? Daß Marie überhaupt Stillen kann trotz Segelspalte ist ja schon mal toll! Da sieht man mal: es gibt auch Ausnahmen!
    Grüße aus Hamburg
    Nina mit Leonie (1. Juli 2005 subcutane Lippenspalte, Kieferspalte, verdeckte Weichgaumenspalte)

    mit 2 großen Schwestern (Nov. 96 und Dez. 00) und 1 kleinen Bruder (Sept. 16), alle ohne Spalte




  7. #7
    Avatar von Annchen
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    Hallo Stephanie,

    Ronja ist auch in Siegen in Behandlung.

    Bei ihr war es auch so, dass sie nach der Gaumen-OP 6 - 8 Wochen tatsächlich nicht saugen durfte.

    Tipps für Dein Stillproblem habe ich leider nicht, da ich bei Ronja eh abpumpen musste. Ich denke, dass Dr. Koch insgesamt sehr vorsichtig ist, bei uns mit einem insgesamt super Erfolg. Vielleicht findest Du auch einen Kompromiss mit ihm, z.B. in den ersten Wochen abzupumpen, aber nach der ersten Heilphase weiter zu stillen? Ich würde Dein Anliegen auf jeden Fall noch einmal bei ihm ansprechen. Ich finde ihn nach wie vor sehr offen für die Anliegen der Familien. Gemeinsam werdet ihr vermutlich die beste Lösung entwickeln können.

    Viele Grüße
    Anna

  8. #8

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    Wenn die Nährte in anderen Kliniken nach der OP beim Stillen halten, dann sollten sie doch in Siegen auch halten, oder? Das Stillen ist so wichtig, für alle Beteiligten, da würde ich doch noch mal nachfragen und zur Not eine Ausnahme auf eigenes Risiko machen. In so vielen Kliniken wird das anders gehandhabt und Siegen ist ja ansonsten auch für gute OPs bekannt, also werden die Nähte auch dort halten, es hat nur wahrscheinlich noch niemand ausprobiert! Nur Mut und alles Gute!

  9. #9
    Avatar von Katzens
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    Ja, es ist echt schwierig das für sich zu entscheiden, wenn es überall so verschieden gehandthabt wird. In Köln z.B. hat man uns gesagt, dass wäre alles pillepalle, nach der OP dürfe sofort wieder gesaugt werden, dass müssten die Nähte einfach aushalten, sonst wären sie schlecht gemacht. Das sagst Du, Anne, ja jetzt auch. Andererseits - was will ich auf Kosten meiner Tochter riskieren "nur" fürs Stillen? Versteh mich nicht falsch, ich kämpfe seit 4,5 Monaten jeden Tag so sehr ums Stillen, aber da hätte ich Sorge, dass ich eine falsche Entscheidung treffe und ihr ums Stillen wille mehr schade, als das es Nutzen bringt.

    Nicole, dass es bei Dir so mies gelaufen ist tut mir wirklich leid. Sicher war das Stillen nicht einfach für Euch und es dann so unfreiwillig aufgeben zu müssen fällt bestimmt sehr schwer. Schließlich erhofft man sich ja auch eine deutliche Verbesserung bzw. Vereinfachung beim Stillen durch die OP, nicht wahr!?

    Anna, es ist schön zu hören, dass Ihr in Siegen so zufrieden seid und wir fühlen uns dort so wohl, dass ich sehr hoffe mit dem Team zusammen eine gute Lösung zu finden. Ich habe mir die Frage nun ganz oben auf unserer Klärungsliste vermerkt, damit sie uns ja nicht "durchrutscht".

    Nina, unsere Marie hat eine Gaumensegelspalte und ich stille erst seit sie 8 Wochen alt ist. Vorher im KH konnte mir nie jemand sagen, ob es überhaupt möglich ist oder nicht, bis meine Hebamme ein Stillhütchen zückte und sagte "nu mach mal". :o) Anfangs hat Marie sie nicht akzeptiert, aber als sie dann größer war und geduldiger beim Trinken, hat es ohne Probleme funktioniert. Allerdings habe ich auch viele verschiedene Sorten durchprobiert, bis wir jetzt die richtigen Hütchen für uns gefunden haben.

    Einzige Einschränkung: wir brauchen natürlich viel Zeit (1 Stunde) und ich muß vorher und nachher wiegen, weil sie leider ein Kind ist, das zu schnell zufrieden ist, dh. sie klagt nicht ein, wenn sie eigentlich zu wenig getrunken hat und kommt dann auch nicht öfter. Seit wir das wissen, ist es halt so, dass sie zwischen 30 und 60 Minuten trinkt und wir dann ggf. noch nachfüttern (Abgepumptes oder Aptamil).

    In Köln waren sie sehr entsetzt, dass ich stille und haben mich ziemlich angegangen, dass das nicht ginge und wir alle ja hoffnungslos überfordert wären mit der Situation und man ein Kind max. 45 Minuten stillen dürfe und alles so gar nicht ginge. Ich war so fix und fertig nach dem Termin, dass wir nach Hause gefahren sind und ich dann 200ml abgepumpt habe, um mein Kind nicht weiterhin zu überfordern und dann über mein ganzes Hadern, ob ich wirklich so eine schlechte Mutter bin, über Nacht meine Milch verloren habe... das nächste Pumpen waren dann nur noch 30ml.

    Dank meiner tollen Stillberaterin, haben wir die Milch innerhalb von 3 Wochen pumpenpumpenpumpen "zurückgewonnen" - leider nicht mehr so umfangreich wie vorher und leider spricht die Brust auch nicht mehr so aufs Pumpen an, keine Ahnung warum. Mein Kinderarzt und die Beraterin waren beide ziemlich sauer und sind der Meinung, dass ein überfordertes Kind unmöglich so gut entwickelt und gutgelaunt sein kann, wie unser Sonnenschein es nun mal ist. Und ich ärger mich ungemein, dass ich überhaupt zugelassen habe, das mich wildfremde Menschen so dermaßen aus den Tritt bringen können.. grrr...

    Manchmal wünschte ich, ich könnte das Stillen einfach loslassen und mir/uns das Leben einfacher machen... auch spukt mir immer der passende Satz durch den Kopf "Das Stillen ist fürs Kind gedacht, nicht das Kind fürs Stillen"

    Habt Ihr auch so Achterbahnfahrten was das Stillen und die Stillerfolge/-mißerfolge angeht?

  10. #10
    Avatar von Annchen
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    Hallo Stephanie,

    ein schöner Satz mit dem Du Dein Post abschließt...

    Mein erstes Kind (ohne Spalt) habe ich 1,5 Jahre gestillt, davon 9 Monate voll.

    Bei Ronjas Spalt ging es leider nicht, hatte ich anfangs die falsche Beratung, oder was auch immer. Nach den ersten Wochen habe ich eine Stillberaterin hinzu gezogen, da ich mit dem Abpumpen der Milch zu wenig Milch für sie hatte. Die Stillberaterin hatte den "Ehrgeiz", Ronja noch an die Brust zu bekommen, auch ich hätte mich sehr gefreut. Ronja leider nicht. Sie hat jedes Mal sehr geweint, wenn ich sie angelegt habe. Wir sind mit dem Habermann-Sauger super zurecht gekommen und sie hat so viel und gerne getrunken und an der Brust gekuschelt. Ich habe für mich sehr schnell entschieden, dass der Versuch des Stillens zu diesem Zeitpunkt eher für mich als tatsächlich für das Kind erstrebenswert ist und habe den Versuch gestoppt. Auch jetzt im nachhinein denke ich, dass das die richtige Entscheidung für sie war und um sie ging es ja nun mal.

    Toll, dass das Stillen bei Euch klappt, schade, dass Köln Euch so einen Stress gemacht hat. Köln kam für uns nach dem Erstgespräch auch nie in Frage, obwohl wir hier wohnen. Deine Erfahrung bestätigt diese Entscheidung auch.

    Was mir gerade durch den Kopf ging: es gibt doch auch einige Kliniken, die die Kinder nach den OPs routinemäßig sondieren, damit kein Sauger, kein Löffel etc. an die Wunde kommt. Siegen sondiert nicht, sondern nutzt ja die Flexy-Löffel. Aber die Kliniken, die die Sonde bevorzugen, scheinen ja auch die Nähte schützen zu wollen. Das spricht für den Siegener Weg, oder?

    Das Argument mit den guten Nähten, die das aushalten können müssen, zählt für mich eigentlich nicht. Für eine solche These müsste man die Zahl der Kinder mit Restloch nach Gaumenverschluss etc. vergleichen. Ich finde das schwierig zu beurteilen. Nach wie vor denke ich, Du solltest Dich mit Dr. Koch beraten. Er kann Dir sicher eine Info geben, wie lange es aus seiner Sicht besonders wichtig ist auf das Stillen zu verzichten oder, oder, oder. Vielleicht kannst Du dann für Dich abwägen, welche Entscheidung für Euch die richtige ist.

    Wir haben bisher immer ein offenes Ohr für unsere Entscheidungen in Siegen gefunden. Ronja ist inzwischen manchmal sehr kooperativ, aber manchmal "Oh je....". Wir haben immer eine gute Lösung gefunden und wurden mit unseren Anliegen und Bedürfnissen immer sehr ernst genommen. Inzwischen zeigt das so gute Erfolge auch bei Ronja, dass sie Dr. Koch und Siegen allgemein über den grünen Klee lobt.

    Viele Grüße
    Anna

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