Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 44

Thema: Stillen von LKGS Kindern....

  1. #1
    Anonymous
    Gast

    Standard Stillen von LKGS Kindern....

    Hallo, Ihr Lieben,
    auch ich moechte sagen, dass Ablehnung, sogar starke ganz normal ist.
    Bei meinem Sohn hatte ich leichte, als ich z.H. war und keinerlei Hilfe hatte, waehrend ich staendig am Abpumpen war und mich um beide kleinen Kinder alleine kuemmernt musste. Die Ablehnung ging also eher an die, die mir nicht geholfen haben, aber die einzigen, die das haetten machen koennen, helfen mir auch jetzt nicht, mit 3 kleinen Kindern, wollen aber selber selbstverstaendlich Hilfe meinerseits in Anspruch nehmen! (Hier gehts um meine Schwiegereltern! Grrr!)

    Gerade bei einer isolierten Weichgaumen (Velum) spalte, die ja recht schnell geschlossen wird, lohnt es sich zu Pumpen und das Baby NUR an der Mutterbrust saugen zu lassen und die abgepumpte Milch ueber ein Brusternaehrungsset zu geben. Das Baby ist dann bereits nur die Brust gewoehnt und kann nach der OP nach einer Eingewoehnungszeit ausschliesslich an der Brust gestillt werden! Das wichtigste ist: Glaubt an Eure Stillfaehigkeit und das die Faehigkeit Eures Kindes zum Stillen nicht vom Grad der Behinderung abhaengt! Etwas, was manche Aerzte ec. einem oft weiss machen wollen! Mein Sohn, mit Gaumenspalte haette ich, nach meinem jetzigen Wissensstand problemlos (aber anders!!!) stillen koennen! Aber mir fehlte der Mut gegen ALLE Aussagen auf mein Herz zu hoeren und auch meinem Kind zu vertrauen und ihm Zeit zu geben es zu lernen, damit sich die Muskulatut auch staerken kann! Diese Ablehnung hatte ich also auch mir selbst gegenueber und ich bin immer noch wuetend auf mich!
    Liebe Gruesse,
    Regina

  2. #2
    Gigi und Leon
    Gast

    Standard

    Hallo!
    Auch ich finde es gut, dass Kirsten ihre Gefühle beschrieben hat.
    Ich hatte ja auch in der Schwangerschaft meine 4 Wochen Trauer und Vorwürfe - hab es dann allerdings verarbeitet gehabt und fand ihn dann wirklich zum Knutschen ( wenn er das jetzt lesen würde, käme ein lautstrakes IGITT - 7jähriger Lausbub eben *gggg*
    Aber es geht halt wirklich jeder mit der Situation anders um, und so sollte auch der oder die "anders denkende" toleriert und v.a. akzeptiert werden.
    Auch mit dem Stillen sollte man sich nicht so unter Druck setzen oder setzen lassen. Bei Leon mit seinen riesen Spalten war es ja auch eher ein ausmelken als stillen, aber ich habe es die 9 Monate durchgezogen und er auch. Klar waren da auch Tage drunter, wo es gar nicht klappte und er nur die abgepumpte Milch aus dem Habi bekam, aber dann gab es auch zeiten wo wir gut und gern 2 Stunden am Stück eine Seite leergebissen haben ohne uns zu stressen. Aber leon war ja auch unser erstes Kind. Wenn er als Nr. 3 jetzt gekommen wäre, hätte ich niemals die Zeit und Geduld aufbringen können - das steht fest. Wer kann sich mit 3 Kindern schon bis zu 18 Stunden pro Tag nur mit der Ernährung des Säuglings befassen? Das ging wirklich nur, weil er unser Erster war.
    liebe grüsse von Gigi

  3. #3
    Anonymous
    Gast

    Standard

    Liebe Gigi,
    deine beschriebene Stillerfahrung finde ich ganz toll und Du hast da voellog recht, dass man gewisse Dinge wirklich nur machen kann, wenn man Zeit und Ruhe hat oder eben sehr viel Hilfe, damit die anderen Kinder nicht zu kurz kommen!
    Liebe Gruesse,
    Regina

  4. #4
    Avatar von Nicole und Julia
    Registriert seit
    08.07.2004
    Ort
    Dillingen an der Donau
    Beiträge
    2.054

    Standard

    Ich konnt Julia leider auch nicht stillen, sie vorlor die Brustwarze immer wieder und es dauerte ewig bis die dann mal drin blieb und sie was nuckelte oder saugte/melkte...

    also wenn sie mein erstes Kind gewesen wäre hätte sie es bestimmt erlernen können, da ich dann ja auch mehr Zeit gehabt hätte. Aber so war es mir mit bereits zwei anderen Kindern auch schecht möglich so lang für ihre Fütterung zu brauchen. Da die minis ja auch so viele Mahlzeiten am Anfang noch brauchen .

    Ich wäre froh wenn es geklappt hätte, aber auch mit Fertigmilch hat sich Jule bestens entwickelt und ich habe von daher auch kein schlechtes Gewissen, hab 2 Monate abgepumpt und ihr meine Milch mit dem Habermann gegeben.
    Viele liebe Grüße von Nicole mit den 3 Kids:
    Cécile (2/98 ), Florian (12/01) und Julia (4/03) mit Lippen- Kiefer- Gaumen-Segelspalte (links)
    *Für Julias OP Berichte und Fotoalbenlink klickt hier*





  5. #5

    Registriert seit
    06.07.2004
    Beiträge
    227

    Standard

    Dazu möchte ich mich auch kurz äußern:
    Gerade nachdem ich jetzt, nach 7 Monaten mit dem Milchabpumpen aufgehört habe, wird mir immer mehr bewusst, wie sehr mir das Stillen abging. Ich hab das Abpumpen ja gerne für unseren Sohnemann gemacht.
    Nur einfach dieser Kontakt ging mir schon ab. Anfangs habe ich ja fleißig probiert, wie´s mir im Spital vorgezeigt wurde. Aber es klappt einfach nicht- gerade mal nur nuckeln ging. Daheim hab ich es dann noch einige Zeit probiert und ihn dann nur noch zur Beruhigung nuckeln lassen, hörte aber auch bald auf.
    Rückblickend kann ich mir jedoch nicht vorstellen, dass es wahrlich geklappt hätte, auch wenn ich Zeit und Ruhe gehabt hätte. Seine Spalte war einfach zu breit.
    Generell stelle ich mir schon vor, dass es bei einigen Spaltkindern mit Stillen möglich ist. Nur denke ich mir, dass jede Mutter selbst entscheiden soll, ob sie´s versucht und macht oder doch nicht.

    LG
    Bettina

  6. #6
    Administrator Site Admin Avatar von Doreen mit Elisei
    Registriert seit
    06.07.2004
    Ort
    Cottbus/Brandenburg
    Beiträge
    7.780

    Standard

    Hallo Regina, auch wenn Du mir jetzt heftig widersprechen möchtest; ich glaube nicht, dass man generell davon ausgehen kann, dass Kinder mit Spalte gestillt werden können. Bei meinem Sohn war es einfach unmöglich. Er konnte noch nicht mal die Brustwarze in den Mund bekommen. Er hat, bedingt durch die doppelte Spalte, das Mittelstück vom Oberkiefer dermaßen verschoben gehabt, dass daraus ein "Überbiss" von 1,5 cm entstand. Warum soll ich mein Baby also quälen mit allen möglichen Stillversuchen, wenn ich doch van anfang an sehe, dass es unmöglich ist. Ich habe ihm die Milch 9 Monate abgepumpt, auch wenn mir das direkte Stillen sicher besser gefallen hätte (Was ist es doch herrlich unkompliziert!) Ich habe vorher alle 3 Kinder gestillt, was auch nicht immer einfach war, aber bei meinem Elisei ging es einfach vom anatomischen Befund her überhaupt nicht.
    Liebe Grüße von Doreen (Kontaktadresse der WRG) mit Elisei ( 11/03 beidseitige LKGS) und den 3 Geschwistern
    Steckbrief und Fotos



    Jeder sollte nur soviel Staub aufwirbeln, wie er bereit ist zu schlucken.

  7. #7
    Anonymous
    Gast

    Standard

    Liebe Bettina,
    ich bin ganz Deiner Meinung.
    Und ich wuerde auch nie behaupten, dass ALLE Spaltkinder auf normalem Wege gestillt werden koennen, aber ein grosser Teil, mehr, als angenommen, koennte es.

    Vor allem muss man sich erstmal von dem normalen Stillen verabschieden, wie man es bei "gesunden" Kindern gewohnt ist (bei Gaumenspalten und breiten Totalspalten), DENN DAS IST NICHT MOEGLICH!
    (Gaumenplatte hilft enorm).

    Vor allem bin ich dafuer, dass generelle, negative Aussagen, die eine Mutter in der sensiblen Phase nach Geburt oft hoert, sehr entmutigend sind, sicherlich so auch nicht stimmen und vermieden werden sollten.

    Es ist wichtig, dass Muetter auf ihre eigene Stimme hoeren und auf das, was das Kind zu ihr sagt. Manche fuehlen es ganz deutlich, dass es gehen wuerde, manche handeln nach ihrem Gefuehl, entgegen den Ausserungen anderer und es klappt (wenn sie eine gute Stillberaterin haben oder sich selber gut informierten und es ueberhaupt erst mal PROBIEREN. Da scheitert es oft ja schon).
    Nicht kooperieren und entmutigen, statt Hilfe und Kompetenz ist bei sog. Fachpersonal leider oft noch die Regel.

    Es gibt einige Gesetze, die auch bei "normalen" Kindern gelten. Wenn die nicht eingehalten werden, ist es selbst bei "gesunden" Kindern nur noch schwer moeglich, sie zu stillen.
    Ich denke, dass man genau da ansetzten muss und das GANZ besonders bei einem fehlgebildeteten Kind, aber genau da ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass alles anders laeuft und es wird dann schneller auf die Spalte geschoben und die ist aber meist nicht Schuld am nicht stillen koennen (Stillen immer mit 'anders stillen' definiert!)!

    1-Kind nicht von Mutter trennen
    2-Kind sofort anlegen
    3-Sofort mit dem Abpumpen beginnen
    4-Gaumenplatte
    5-Kind und Mutter ZEIT LASSEN! (es dauert oft Tage, bis beide gelernt haben, welche Position guenstig ist!)
    6-Keine saugverwirrenden Hilfsmittel (Nuckel, Flasche, Stillhuetchen)
    7-Abgepumpte Milch durch Brusternaehrungset geben
    8-Kind NUR an der Brust nuckeln lassen
    9-Kind beim Stillen leicht aufrecht lagern, Brust ueber die gesamte Stillmahlzeit im Mund des Babys halten, damit sie nicht wieder "heraus faellt", Kinn stuetzen und nah an die Brust bringen (DanCer-Griff)
    10-Spaltkind nicht mit einem "gesunden" Baby vergleichen (z.B. Gewichtszunahme). Dauert laenger, spielt sich aber ein.

    Wie gesagt, wenn Punkt 1,2,6,8 bei einem "normalen" Kind nicht beruecksichtigt werden, haben viele (nicht alle!) es auch schwer gestillt werden zu koennen!

    Wenn, besonders der Gaumen geschlossen ist (und der wird ja recht schnell geschlossen) und auch Lippe und Kiefer (Kiefer meist zumindest weichteilig) folgen, ist nach einer Eingewohnungszeit das normale Stillen moeglich. (Die Frage ist, ob die Mutter die Kraft und Zeit hat so lange zu pumpen und ueberhaupt so lange stillen moechte.)

    Wichtig ist der koerperliche Kontakt, den man wundervoll durch das Stillen hat, dem man dem Baby aber auch anders geben kann! Keine Mutter sollte sich deshalb einen Vorwurf machen, wenn sie aus innigster Ueberzeugung nicht gestillt oder es nicht geschafft hat. Abpumpen, wenn auch nur kurz, ist ein ganz bewundernswerte Entscheidung und Stillen ist, wie gesagt, sicherlich nicht das A und O von Naehe und Liebe!

    Ich moechte jedoch die ermutigen, die unbedingt stillen moechten und auch FUEHLEN das es gehen wuerde, denn entgegen seine eigene innigsten Ueberzeugung handeln, nur, weil andere meinen es besser zu wissen und dadurch eine evtl. erfolgreiche Stillbeziehung zu (zer)stoeren, ist falsch!

    Liebe Gruesse,
    Regina

  8. #8
    Corinna mit Pascal
    Gast

    Standard

    Pascal ist mein erstes Kind und ich hätte ihn gerne gestillt. Aber wie schon so einige hier geschrieben haben konnte er die Brustwarze nicht im Mund behalten. Durch die Gaumenplatte rutschte er immer ab und ich habe mir sehr viel Zeit für ihn genommen. Ich habe dann 3 Monate immer abgepumpt und ihm die Milch mit dem Habermann gegeben.

  9. #9
    Anonymous
    Gast

    Standard

    Hallo Corinna,
    wurdest Du angeleitet Pascal die Brust waehrend der gesamten Stillmahlzeit in den Mund zu halten und hast Du auch den DanCer-Griff angewandt? Beides ist wichtig, wie gesagt, damit die BRust nicht wieder herausrutscht. Abpumpen haettest Du trotzdem muessen und Deine Muttermilch per Brusternaehrungsset geben koennen. So waere Pascal aber nur Deine Brust gewoehnt gewesen und haette evtl. mit viel Zeit und Ruhe (evtl. auch erst nach einigen OPs) das Saugen an der Brust geschafft. Nichts ist kiefergerechter und gerade fuer ein Spaltkind idealer in der Anpassungsfaehigkeit, als die Mutterbrust. Macht Euch bewusst, dass das Baby sich immer an das gewoehnt, was es zur Verfuegung hat, auch bei fehlgebildeten Kindern. Da dauert es nur laenger und es muss nachgeholfen werden. So wie ein Spaltbaby lernt mit dem Haberman zu trinken, haette es auch gelernt and er Brust zu trinken, jedoch ist die Verunsicherung bei den Muettern gross, weil man bei der Brust die Menge der getrunkenen Milch nicht so leicht kontrollieren kann, wie bei der Flasche.
    Die Basis ist immer, dass man als Mutter gut angeleitet wird und selber ueberzeugt ist.
    Mach Dir keine Gedanken, liebe Corinna, leider weiss man meistens immer erst spaeter mehr und hat auch genuegend Kraft und den Mut etwas auszuprobieren, was zuerst unwahrscheinlich klingt und unmoeglich scheint.
    Liebe Gruesse, Regina

  10. #10

    Registriert seit
    06.07.2004
    Ort
    Ettlingen
    Beiträge
    937

    Standard

    Kirsten, Du sprichst mir aus der Seele!
    Mir ging es genauso wir Dir, ich habe mich auf den Kopf gestellt und wollte das Stillen fast erzwingen. Es hat nichts genutzt, und meine Schuldgefühle ließen erst nach, als unser Spaltdoc mir sagte, mit dieser Spaltform sei es fast unmöglich zu stillen. Und: ich hatte durch meine drei Größeren jede Menge Stillerfahrung! Wie muss es da erst einer völlig stillunerfahrenen Mutter gehen, die versucht, ihr erstes (Spalt-)kind zu stillen?
    Gruß, Gabi
    Gabi mit Lukas, *30.03.03, Gaumenspalte, und Geschwistern Tobias *1997, David *1998 und Simon *2000
    Steckbrief von Lukas
    Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
    Antoine de Saint-Exupérie

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •