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Thema: Faceformer

  1. #1
    Avatar von Julia und Felix
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    Standard Faceformer

    Hallo zusammen,

    am Dienstag hatten wir wieder einen Termin bei Dr.Koch in Siegen (nach Kieferosteoplastik im November 2017). Dort hat er uns, im Anschluss an die Untersuchung, den Faceformer vorgestellt. Eigentlich ein Teil, das gegen Schlafapnoe und Schnarchen helfen soll und die Mund- und Rachenmuskulatur kräftigt. Ebenso die Nasenatmung stärkt.
    Bisher war ich davon ausgegangen, dass unser Sohn eher durch den Mund atmet, weil eben die Nasenscheidewand doch recht schief ist- so war bisher auch immer die Aussage der Uni.
    Dr.Koch erklärte mir nun, dass es sicher auch mit daran liegen würde, aber viel häufiger doch das Problem wäre, dass Kinder mit LKGS schlicht gar nicht gelernt haben, physiologisch (nur durch die Nase) zu atmen. Sich dadurch auch die Nasenschleimhaut verändern würde und das Gefühl da wäre, einfach nicht ausreichend Luft reinzubekommen und deshalb eher durch den Mund atmen würden. Das wiederum würde dazu führen, dass die ganze Mund-, Zungen- und Rachenmuskulatur nicht wirklich gut arbeiten kann, weil der Mund meist geöffnet wäre und auch die Zunge mehr vorne zwischen den Zähnen liegt, als unter dem Gaumen.
    Ich hatte jetzt eigentlich gar nicht mehr mit solchen Problemen gerechnet, muss aber sagen, dass es deutlich auffällt, dass unser Sohn kaum durch die Nase atmet und auch tatsächlich meist mit geöffnetem Mund dasitzt.
    Keineswegs möchte ich nun Schleichwerbung für irgendwas machen, vielleicht kennt jemand von Euch das Teil bereits und mag mir mal erzählen, ob Ihr da schon Erfahrungen mit gesammelt hat. Ich habe es nun bestellt (hat ein wenig was von einem Schnuller).
    Andersrum, wenn es jemanden interessieren sollte, berichte ich dann auch gerne, ob wir damit so was wie Erfolg haben.
    Leider darf Dr.Koch keine Logopädie verordnen, so, wie das ja inzwischen in fast allen Kliniken der Fall ist, angeraten hat er sie allerdings schon. Nun mal schauen, wie wir hier weiterkommen und mein Sohn das Teil annimmt. DIe Übungen sind im Netz recht gut und einfach erklärt, ob man als Elternteil erkennt, dass die Zunge wirklich da ist, wo sie hin soll, stelle ich mir schwierig vor, aber mal schauen.

    Liebe Grüße,

    Julia

  2. #2
    Avatar von Sanne mit Lena
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    Hallo Julia,

    wir haben auch seit kurzem den Faceformer. Es ist interessant, dass Du Dir da genau die gleichen Gedanken dazu gemacht hast wie ich. Und mit der Zungenlage, ja ich glaube auch, da kann man nur hoffen das alles da liegt, wo es hin soll...

    Drücke Euch die Daumen, dass es gut hilft!! Wir üben jetzt auch fleißig.

    Liebe Grüße
    Sanne

  3. #3
    Avatar von Louis2013
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    Hallo Julia!

    Wir arbeiten bereits seit Juli diesen Jahres mit dem Faceformer. Dr. Koch hat uns direkt zum ISST nach Unna geschickt, wo wir seitdem in Logopädischer Behandlung bei Frau Berndsen sind. Ursprünglich sind wir wegen der OSP dort hin gegangen. Das Training mit dem Faceformer haben wir aber als Grundlage bekommen.
    Louis toleriert dies super und wir sind sehr zufrieden. Seit dem Training wird Louis Ohr besser belüftet, wir haben keine Probleme mehr mit MOE trotz fehlender Paukis. Seine Gaumenmandeln sind kleiner geworden und er ist wesentlich weniger krank. Eine normale Erkältung kannten wir bis dato gar nicht.
    Seit 4Wochen trägt er nachts zusätzlich die OSP. Ich bin gespannt wie sich sein Oberkiefer nun entwickelt. Und was die Zungenlage angeht ist es echt hartes Training und eine langwierige Sache.

    Viele Grüße und euch ein schönes erstes Adventswochenende!

  4. #4
    Avatar von Julia und Felix
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    Hallo Ihr zwei,

    dankeschön, für Eure Erfahrungen dazu! Wir haben den Faceformer nun erst seit einigen Tagen in Gebrauch und mein Sohn ist bis jetzt noch nicht so recht davon überzeugt, dass es nicht doch ein Schnuller ist;-). Das macht es nicht gerade leicht. Ich denke auch, dass es vielleicht eine gute Unterstützung ist, aber eher nicht die Logo ersetzen kann, wie ich zunächst doch ein wenig hoffte. Naiv, ich weiß, aber ich weiß gerade einfach nicht mehr, wo ich noch einen Logotermin unterbringen soll.
    Unsere KFO war nun doch, wider Erwarten, sehr schnell bereit, Logo zu verordnen, was ich ja auch wirklich gut finde, aber eben wann und wie?!
    Da unser Sohn noch einige Baustellen hat und gerade mal wieder auch in allen Bereichen Theater ist, bzw. irgendwas, was bearbeitet und genauer ins Auge genommen werden will, musste ich nun sagen, dass ich gerne auf das Angebot zurückkomme, aber erst muss irgendwo ein anderer Termin weichen. Das wäre nun leider erst ab März der Fall. Bis dahin müssen wir uns hier einfach selbst helfen und schauen, dass wir zunächst mit dem Faceformer weiterkommen.
    Ich hatte bei der Bestellung gefragt, ob es auch hier in unserer Nähe Logos gäbe, die damit arbeiten, leider ist es aber völlig utopisch, da es in unserer Nähe niemanden gibt.

    Es ist wirklich schön, dass wir zumindest jetzt was an der Hand haben, womit wir erst mal überbrücken können, aber da wir die ersten fünf Jahre in logopädischer Behandlung waren und die Logo danach weggezogen ist, die Behandlung damals aber als abgeschlossen betrachtet hat, bin ich doch schon traurig, dass es in den letzten Jahren niemanden gab, der uns mal darauf hingewiesen hat. Da läuft man regelmäßig in die Klinik und bekommt immer nur gesagt, wie schön das Kind doch spricht! Bis zum letzten Jahr, waren wir ja noch in der interdisziplinären Sprechstunde (LKGS-Sprechstunde) in der Uni, wo KFO, MKG und Logo dabei waren und da war nie mehr, auch nur im Ansatz die Rede davon, dass man( im Nachhinein und mit dem Wissen von heute!) auch die ganze Mundmuskulatur im Auge behalten müsste.
    Ich weiß, ich darf nun froh sein, es jetzt durch Dr.Koch zu wissen, aber gerade ist das Gefühl mal wieder extrem da, dass ich eigentlich ein kompletttes Medizinstudium hätte selbst machen müssen und dazu noch sämtliche Fachbereiche dazu, um annährend am Ball bleiben zu können.
    Nur mal ein Beispiel aus einem anderen Fachbereich (Orthopädie)- da möchte man unserem Sohn nun Botox in die Waden spritzen, weil die Fußbeweglichkeit sich so verschlechtert hat. Ihm fehlen in der Wade teilweise die Muskeln, er ist einfach ohne zur Welt gekommen und stattdessen ist da nun jede Menge Fettgewebe, aber wenig Muskelfasern. Ich stelle dem Arzt also die Frage, ob es in diesem Fall nun überhaupt Sinn machen würde und überhaupt eine Wirkung hätte. Zur Antwort bekomme ich, dass er mir das auch nicht sagen könne, müsste man halt versuchen! Keine Erklärung dazu. Das bisschen, was aber an Muskeln dort vorhanden ist, dient ihm aber zur Kompensation zum Laufen und der Arzt ist stinkesauer, weil ich seine Methode hinterfrage! Sicher ist Botox eine Variante, die ja auch nicht ewig hält, aber ein paar Monate eben schon und das mag für den Arzt kein Problem sein, für unseren Sohn und uns aber durchaus extrem, wenn das dann womöglich die Gehfähigkeit beeinträchtigt.
    Sorry, ich schweife ab, aber das nervt mich gerade unheimlich ;-).

    Ich schicke Euch nun erst mal ganz liebe Grüße und würde mich freuen, wenn Ihr weiterhin mal erzählt, wie es bei Euch läuft und berichte natürlich auch!
    Julia

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