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Thema: Kind schreit bei dem Logopäden,was soll ich tun? Kennt ihr das?

  1. #1

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    Standard Kind schreit bei dem Logopäden,was soll ich tun? Kennt ihr das?

    Hallo, kurz zu uns! Timon ist 1Jahr und 10 Monate mit beidseitiger Lippen- Kiefer- Gaumen Spalte geboren. Wir sind seit Februar fast wöchentlich beim Logopäden. Am Anfang ging es auch alles gut,er hat gut mitgemacht usw., außer dass er sich immer an mich klammert wenn er den Logopäden sieht, das ist aber auch bis heute noch so, dauert etwas bis er aufgetaut ist. Seitdem der Logopäde mit den Massagen angefangen hat, schreit er los sobald der Logopäde ihn anfasst. Ich darf ihn auch nicht beruhigen, und der Logopäde ärgert sich total über ihn das er schreit und wenn Timon etwas nicht macht was er soll, z.B. beim letzten mal, mit der Zunge die Marmelade vom Löffel lecken, was Timon da mit der unterlippe gemacht hat, ärgert er sich auch. Beim letzten mal als der Logopäde uns aus dem Wartezimmer abgeholt hat, war es wieder das Timon sich an mich geklammert hat, dann sagte der Logopäde, nein Timon du musst laufen, dann sollten wir die Schuhe ausziehen, dann war ich dabei ihm die auszuziehen, da sagte er wieder, nein das soll Timon alleine machen, dass wollte er natürlich dann nicht, dann fing es mit dem schreien an und ging fast die ganze Stunde so. Kennt jemand das Problem? Ich weiß nicht was ich tun soll? Logopäde wechseln? Fahre total ungern dahin. Geht das mit dem wechseln überhaupt aus so einem Grund?
    Freue mich auf Antworten von euch denen es so oder ähnlich erging!Verlangt er nicht zuviel von so einem kleinen Kind? Oder sehe ich es falsch?

    lg Miriam

  2. #2
    Avatar von Annchen
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    Ronja hatte auch eine zeitlang, da war sie etwa 2 Jahre alt, eine Logopädin bei der sie geweint und geklammert hat. Losgelöst davon, wie die Logopädin zu bewerten ist, konnte so keine Sprachförderung stattfinden und die Therapie war kontraproduktiv. Wir haben seinerzeit dann eine kurze Logopädiepause eingelegt und dann gewechselt. Von da an hatte ich nach einer kurzen gemeinsamen Eingewöhnungszeit ein Kind, dass sich wie irre auf die Logopädie gefreut hat und wo es mir unendlich viel Freude bereitet hat, vor der Tür zu sitzen und ihr beim Lachen zuzuhören.

    Timon muss möglicherweise noch einige Jahre Logopädie haben, darum ist es aus meiner Sicht wichtig, dass er Freude daran hat. Das was Du schilderst, ist ja sowohl für ihn als auch Dich der totale Stress. Das ist aus meiner Sicht kontraproduktiv.

    (Wie gesagt, ich sehe es losgelöst von der Qualität des Logopäden. Trotzdem fällt mir auf, wie Du das genervt sein von ihm beschreibst. Das halte ich für sehr unangemessen.)

    Ein Wechsel ist meiner Erfahrung nach problemlos möglich.

    Bei Ronja haben sich solche Erfahrungen durchgezogen: genervte Arzthelferinnen beim KFO und Ronjas absoluter Verweigerung, dort einen Gaumenabdruck machen zu lassen. Beim MKG waren die Abdrücke ohne Murren super möglich und die Damen wunderten sich reichlich, warum es beim KFO nicht ging. Ronja hatte und hat sehr feine Antennen dafür, wer es "gut" mit ihr meint und letztlich ist das sehr anstrengend, aber natürlich auch sehr positiv, wenn die Kinder sich nicht allem einfach beugen... Auf einen Logopäden oder sonstigen Therapeuten, der von mir genervt ist, hätte ich auch so gar keine Lust, sondern würde mir auch jemanden wünschen, der ein wenig auf meine Bedürfnisse eingeht.

    Ich hoffe, meine Perspektive hilft Dir ein wenig in der Entscheidungsfindung und Lösung der Situation.
    Viele Grüße
    Anna
    (mit Ronja * 2002, doppelseitige LKGS-Spalte, DRK-Kinderklinik Siegen, Dr. Hubertus Koch)

    Wir sollten weniger den Weg für unsere Kinder bereiten - vielmehr unsere Kinder für ihren Weg.


    Meinen großartigen Katzenmädchen-Avatar habe ich von Nadja. Ihre Arbeiten findet Ihr hier: nadja-illustration.de

  3. #3

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    Hi,

    ich würde auch zum Wechsel raten. So eine Art der Zusammenarbeit bringt euch keine Fortschritte.
    Meine Tochter hat mittlerweile die 3. Logopädin. Bei der ersten waren wir 1 Jahr in Therapie gewesen bis meine Tochter einfach keine Fortschritte mehr gemacht hatte und sie wollte auch nicht zur Logopädin gehen. Das war ein eindeutiges Zeichen. Daher haben wir gewechselt und eine andere tolle Logopädin gefunden, leider musste Sie wegen SS aufhören. Also hat Ihre Kollegin übernommen und da hat es etwas gedauert bis Daria sich erneut an eine andere Person gewöhnen musste. Mittlerweile läuft es super. Wir haben engen Austausch mit der Logopädin was wofür gemacht wurde. Wir machen Übungen auch zu Hause usw.

    Also so bei einem negativen schlechten Gefühl einfach darauf vertrauen und das wichtigste ist das Kind, das er/sie die beste Therapie erhält.

    Lg Nadi

  4. #4

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    Hallo Miriam

    es ist ja schon etwas her seit du geschrieben hast.
    Hast du gewechselt? oder hat sich das Verhältnis zwischen deinem Sohn und dem Logopäden wesentlich verbessert?
    Wenn nicht: bitte wechsle!
    Ich kenne mich zwar nicht aus in DE, aber so wie du das schilderst, ist dieser Logopäde nicht der richtige für deinen Sohn und dich!
    Logopädie in dem Alter ist und muss immer spielerisch sein! "Übungen" oder Forderungen funktionieren nicht! Kennst du das Sprichwort "Das Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht."?
    Dir und deinem Kind zuliebe: wechsel bitte den Logopäden.

    Gruss

    aja
    Tocher (01/2012) mit Weichgaumenspalte (Verschluss 06/2012 in CH-Basel)

    Das Leben ist viel zu schön um nicht zu lachen!

  5. #5

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    Hallo ihr Lieben,
    vielen Dank allen für die Tipps und Erfahrungen von euch. Endlich kann ich euch mitteilen wie es bei uns gerade aussieht. Der Logopäde mit Castillo Morales Therapie (er meinte auch Timon braucht die Castillo Morales Therapie unbedingt)wo wir bis jetzt waren war 42 km von uns entfernt was schon eine heftige Strecke für jede Woche fahren ist. Das war auch ein Grund für uns was Näheres zu suchen, was aber nicht so einfach war, weil es hier in der Umgebung einfach keine Castillo Morales Therapeuten gab. Hatte dann eine gefunden die zwar auch nicht ganz so in der Nähe ist und da sie in den Moment keinen e Platz mehr hatte und eventuell ab September erst ein Platz frei hätte haben wir erstmal gewartet, aber am Ende war es doch umsonst da der Platz doch nicht frei geworden ist. Habe dann eine andere gefunden die 30 km von uns entfernt ist und einen Termin bei ihr gemacht, es ist von der Entfernung zwar nicht viel weniger aber ich dachte er braucht einfach jemanden anders, der ihm auch weiterhilft. Ich war schon ganz gespannt wie das wird. Als wir ankamen trafen wir auf eine sehr liebe und freundliche Frau. Da es der erste Termin war haben wir uns einfach nur unterhalten und ich habe ihr alles über timons Verlauf bis jetzt erzählt. Währenddessen hat sie Timon beobachtet und hin und wieder auch mal mit ihm gespielt, kommuniziert und geschaut wie er sich so macht. Am Ende der Stunde sagte sie dass sie findet, dass Timon gar keine Castillo Morales Therapie nötig hat. Das logopädische Zentrum wo sie arbeitet, hat verschiedene Stellen und eins davon ist direkt bei uns um die Ecke, 5 Minuten Fahrzeit von uns. Jetzt haben wir es so abgemacht dass Timon die Logopädie hier bekommt und wenn was auffälliges sein sollte , werden die Logopädinnen sich austauschen und dann würden wir ein bis zweimal der Therapiestunden bei der Castillo Morales Therapeutin machen.
    Bei der neuen Logopädin jetzt, macht er auf jeden Fall super mit, fühlt sich sehr wohl obwohl wir gerade erst angefangen haben.
    Ich bin echt froh dass wir diesen Schritt gemacht haben, auch wenn es sich so lange gezogen hat, denn ich weiß das ist das beste für Timon gewesen. Jetzt kann ich als Mami auch ohne Bauchschmerzen mit Timon zur Logopädie fahren.

    Sorry jetzt ist der Text so lang geworden,
    aber vielleicht hilft es ja auch jemanden weiter der in so einer Situation steckt wie wir es waren , diesen Weg in Kauf zu nehmen.

    Lieben Dank nochmal auch fürs Interesse, wie es bei uns weiterging.

    LG Miriam

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