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Thema: brauche Rat! bevorstehende Kieferosteoplastik- ziemlich verunsichert!

  1. #1
    Avatar von Julia und Felix
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    Standard brauche Rat! bevorstehende Kieferosteoplastik- ziemlich verunsichert!

    Hallo zusammen,
    an anderer Stelle habe ich nun schon von den verünglückten Versuchen mit der GNE berichtet. Ganz klare Sache- sicher wäre das die schnellste Variante gewesen, den Kiefer in die richtige Position zu bringen, aber mein Sohn hat sie nicht tolleriert, beim ersten Mal hat sie sich von selbst gelöst und war nach vier Tagen rausgefallen. Felix hat in der Zeit nichts gegessen und Trinken hat er nur unter Zwang zu sich genommen. Zu dem Zeitpunkt war er sieben Jahre alt. Der zweite Versuch war nun letztes Jahr im Herbst (9Jahre) und wieder das Drama, nichts zu essen, ständig mit der Zunge an dem Gaumenbogen umher, bis sie richtig offen war. Die KFO hat die GNE dann wieder herausgenommen und gemeint, dass es zwar sehr schade wäre, aber wir dann eben erst mal mit der losen Klammer weitermachen sollten und ggf. dann noch mal einen Versuch starten.
    Im Dezember waren wir nun zur LKGS-Sprechstunde, wo dann auch der Prof der MKG dabei war. Der sagte, wenn mein Sohn die GNE so sehr ablehnen würde, dann will er ihm das auch nicht zumuten. Es wurde ein Röntgenbild angefertigt und er sagte, wir sollen mit der losen Klammer weitermachen. Wir sollten nun langsam anpeilen, dann den Kiefer knöchern zu schließen, weshalb er uns jetzt im Juni noch mal einbestellt hatte. Natürlich müsse man dann sehen, wie sich der Kiefer bis dahin entwickelt hätte und für mich war auch irgendwo klar, dass die GNE nicht wirklich total vom Tisch war. Wenn es mit der losen Klammer (die eben nun mal nicht die Wirksamkeit hat!) nichts bringt, dann muss das irgendwann ja doch gemacht werden.

    Nun war gestern der Termin und tja, die Klammer hat nicht viel bewirkt!
    Auf einmal sagte der Professor nun, dass auf jeden Fall jetzt die GNE nötig wäre, es gäbe keine Alternative.
    Die Erklärung hierzu war, dass er den Kiefer nicht knöchern verschließen könnte, wenn der Kiefer eben nicht in der richtigen Position wäre- was mir auch total einleuchtet.

    Eine OP soll nun im Anschluss an die GNE stattfinden.
    Mein Sohn weinte bereits und hat sich komplett gesperrt. Es gibt nun noch einige andere Baustellen, an denen wir arbeiten müssen und im Sommer geht es dann auch auf die weiterführende Schule.
    Die GNE soll nun in der letzten Juli-Woche vorbereitet und Anfang August eingesetzt werden und die OP wäre dann für die Herbstferien geplant (falls das bis dahin ausreicht).

    Ich muss zugeben, dass ich gestern ziemlich überfahren war und erst im Nachhinein so manche Frage dann aufkam. Deshalb habe ich heute noch mal mit der KFO telefoniert.

    Um es mal auf den Punkt zu bringen: mir wurde bisher immer vermittelt, dass "noch Zeit wäre", wir keinen Stress wegen der GNE machen bräuchten und es auch noch völlig ausreichend wäre, wenn wir die GNE im nächsten Frühjahr noch mal ansetzen und dann die OP anschließend.
    Jetzt habe ich heute mit der KFO noch mal telefoniert, um zu fragen, ob es nicht möglich wäre, die GNE im nächsten Frühjahr zu setzen und die OP in die Osterferien zu legen. Da Felix große Schwierigkeiten mit der Schule hat, wäre es schon sehr ungünstig, nun gerade jetzt zum Schulbeginn mit der GNE und einer OP zu starten.
    Da meinte sie, dass das Problem wäre, dass ein Eckzahn und einige Anlagen im Spaltbereich lägen. Der Eckzahn wäre einer, der wachsen könnte und wenn er das tut und in den freiliegenden Kieferbereich wächst, dass dann ein die Osteoplastik nicht mehr möglich wäre! Der Knochen würde dann nicht mehr anwachsen.
    Von diesem Eckzahn habe ich nun heute zum allerersten Mal gehört und was mich auch sehr irritiert hat war, dass sie und der Professor im Dezember ein Röntgenbild veranlasst haben, sich das auch gemeinsam angesehen haben und da noch alles total im grünen Bereich war. Gestern wurde kein neues Röntgenbild angefertigt, die beiden haben sich das Bild vom Dezember noch mal angesehen und jetzt plötzlich soll alles ganz schnell und fix gehen.

    Die KFO meinte, ich solle die Termine für die GNE nun erst mal so stehen lassen und wir könnten dann zum Termin immer noch besprechen, ob oder ob nicht.
    Sie meinte, sie hätte das mit dem Eckzahn bisher nur bei einem Erwachsenen aus Indien gehabt und dieser Zahn wäre dann in den Nasenraum eingewandert und im Erwachsenenalter wäre dann das Loch im Kiefer und man könne nichts mehr machen.


    Ich fühle mich gerade nicht gut damit und echt schlecht informiert und beraten. Würde mir gerne eine Zweitmeinung einholen und würde mich freuen, falls jemand von Euch in der Nähe einen Rat hätte. Auch, wenn jemand von Euch vielleicht ähnliches bereits hinter sich hat, wäre ich dankbar für ein paar Infos. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass es so selten wäre, dass da ein Eckzahn im Spaltbereich liegt, oder? Vielleicht gibt es ja doch auch noch andere Alternativen??

    Ich hoffe, Ihr steigt durch meinen Wortsalat durch!

    Liebe Grüße,

    Julia

  2. #2
    Avatar von Annchen
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    Standard

    Guten Morgen Julia,

    die geschilderte Situation klingt sehr anspruchsvoll und im Versuch, Dir zu antworten, versuche ich mich mal darin, Deine Schilderung zu gliedern. Ich hoffe, das ist Dir recht so.

    1) Eckzahn im Spaltbereich
    Das habe ich noch nie gehört, allerdings kann ich nun nicht sagen, ob bei Ronja der Zahn auch so lag und es einfach so war, dass Dr. Koch bei Ronja nicht über Einzelzähne und ihre Lage gesprochen hat.

    2) neue Meinung ohne neue Röntgenaufnahme
    Beim Lesen ging ich ganz selbstverständlich davon aus, dass sie eine neue Röntgenaufnahme gemacht haben und in der Beurteilung dieser Aufnahme zu dem neuen Plan gekommen sind. Ronja war letzte Woche zur Kontrolle in Siegen, wurde geröntgt und dann hat Dr. Koch entschieden, dass nun die Weissheitszähne rausmüssen....
    Mit dieser Entscheidung bzw. Art der Beratung wäre ich auch so ganz und gar nicht einverstanden.

    3) Zweitmeinung
    Ich finde es sehr richtig und wichtig, Dir eine Zweitmeinung einzuholen. Ich glaube, wir sprachen irgendwann schon einmal darüber, dass Ronjas KFO gar nicht mit GNE arbeitet. Ihre Frage nach Alternativen hatte sie ja seinerzeit nicht eindeutig beantwortet, sondern auf Individuallösungen verwiesen. (Ronja hatte hier ja selbst keinen Bedarf). Insofern denke ich, macht es auf jeden Fall auch Sinn, nach Alternativen zur GNE zu suchen. Auch wenn Siegen leider nicht um die Ecke von Euch liegt, kann ich es Dir für eine Zweitmeinung nur ans Herz legen. Dr. Koch und auch der KFO Dr. Jenne sind einfach überzeugend kompetent. Allerdings kann ich bei Dr. Jenne nicht sagen, ob er grundsätzlich mit GNE arbeitet, Ronja war ja in Köln in Behandlung.
    Vielleicht kannst Du mal bei der WRG anfragen, ob sie schon einmal von einem ähnlichen Fall gehört haben und auch, wo es in der Nähe von Euch möglicherweise lohnt für eine Zweitmeinung zu fragen. Das würde ich in jedem Falle einmal versuchen. Wie sagt man so schön, Versuch macht klug (oder so ähnlich).

    4) enge Taktung im Kontext Schulwechsel
    Der von der Klinik aufgestellte Plan ist m.E. von vorneherein zu wenig auf Erfolg ausgelegt. Bei einem Kind, dass schon zweimal massive Probleme mit der GNE hatte, nun plötzlich so einen engen Zeitplan aufzustellen, wohlwissend, dass in dieser Zeit auch der Schulwechsel ansteht, spricht nicht für die behandelnden Ärzte. Du, und auch Felix, Ihr wäret doch von vorneherein so unter Druck, dass man bei dieser Vorstellung doch schon vorher Bauchschmerzen hat. Gut, manchmal läuft es besser als man vorher denkt, das habe ich auch bei Ronja schon erlebt, aber darauf würde ich mich hier an Deiner Stelle nur ungern verlassen, da Felix ja tatsächlich aktiv mitmachen muss.

    Ich drücke Euch sehr die Daumen, dass Ihr zu einer guten Lösung findet, die Felix entspricht!
    Viele Grüße
    Anna
    (mit Ronja * 2002, doppelseitige LKGS-Spalte, DRK-Kinderklinik Siegen, Dr. Hubertus Koch)

    Wir sollten weniger den Weg für unsere Kinder bereiten - vielmehr unsere Kinder für ihren Weg.


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  3. #3
    Administrator Site Admin Avatar von Doreen mit Elisei
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    Hallo Julia, ich kann mich da Anna nur anschließen. Da sollte diringend eine zweite Meinung her. Mir kommt es auch komisch vor, dass sie den neuen Zeitplan anhand eines alten Röntgenbildes planen. Das hört sich für mich nicht plausibel an.
    Und ich denke, wie Anna, dass es nicht gut ist, den Schulwechsel mit der GNE zu erschweren. Da muss es doch Alternativen geben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wirklich keinen annderen Weg geben soll.
    Liebe Grüße von Doreen (Kontaktadresse der WRG) mit Elisei ( 11/03 beidseitige LKGS) und den 3 Geschwistern
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  4. #4
    Avatar von Julia und Felix
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    Ihr Lieben,

    vielen Dank für Eure Antworten! Es gibt mir das Gefühl, dass es richtig ist, auf mehr Infos zu pochen und ggf. auch nach Alternativen zu suchen und nicht einfach alles zu schlucken. Ich bin gerade auf der Suche nach einer Zweitmeinung, hoffe, heute Mittag auf einen Anruf, der einen Termin möglich macht und werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten! Vielen Dank für Eure Unterstützung, das macht gerade sehr viel Mut!!
    Liebe Grü8e,

    Julia

  5. #5
    Avatar von Julia und Felix
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    Hallo zusammen,

    nun weiß ich nicht, ob ich es vielleicht irgendwo anders hingeschrieben habe oder hier ein Teil unseres Austausches fehlt, aber ich hatte berichtet, dass wir einen Termin bei Dr.Koch in Siegen bekommen haben. Dort waren wir nun am Dienstag und er hat einen guten Eindruck bei uns hinterlassen!
    Er hat sich auch das alte Röntgenbild angesehen und Felix auch untersucht. Dabei hat er die Vermutung gehabt, dass auch der Nasenboden keine knöcherne Struktur enthält. Da er ja diesen Wechsel bezüglich seiner Praxis vollzogen hat, war auch hier kein Röntgen in dem Rahmen möglich. Er hat uns empfohlen, auch keine 3-D-Röngtenaufnahme machen zu lassen, sondern ein CT anfertigen zu lassen. Erst dann könne man das ganze Ausmaß und die zeitliche Abfolge wirklich beurteilen.
    Zum anderen, sieht er den Einsatz einer GNE vor der OP eher nicht so sinnig. Seine Erklärung dazu war, dass es derzeit ja nur die Knochenstümpfe im Kiefer gäbe, man mit einer GNE sozusagen nur das Gewebe aufdehnt und beim Einsatz der Knochenspäne bei der Kieferosteoplastik, dann ja nichts hätte, was den Stümpfen entgegenstehen würde. Es ist ja kein festes Knochenstück, was eingesetzt wird, sondern besagte Späne und wenn man sich vorstellt, man hätte zwei Backsteine, zwischen die man Zement packt, dann drücken die Steine den Zement letztlich wieder zusammen und dies könnte dann auch nach der OP passieren, da sich das Gewebe dann auch einfach wieder in die ursprüngliche Stellung zusammenziehen würde.
    Er ist der Ansicht, dass ohnehin ja noch einiges an kieferorthopädischer Arbeit nötig wäre (auch der Oberkiefer müsste noch vorverlagert werden) und es auch im Anschluss noch möglich wäre, den Oberkiefer nach außen zu dehnen.
    Klingt plaubsibel! Da werden sicher unterschiedliche Konzepte vorhanden sein.

    Wie ich ja auch sagte, ist derzeit das Problem, dass bei uns in Niedersachsen Ferien sind und somit auch recht schwierig, die entsprechenden Ärzte zu erreichen. So ist eben auch der Prof bei uns in der Uni nicht zu erreichen, um diese Dinge zu besprechen.

    Zunächst brauchen wir nun ein CT und auch Dr.Koch konnte das leider nicht verordnen und wir versuchen nun gerade, irgendwie an eine Überweisung zu kommen. Auch der Hauszahnarzt konnte uns da nicht weiterhelfen und meinte, wir müssten versuchen, eine Überweisung von der Uni zu bekommen.
    In der Uni selbst ist leider (so kenne ich es von den anderen Geschichten bei Felix), dass sie CT usw. leider nur stationär machen. Da muss man sich dann sage und schreibe für 2-5 Tage einweisen lassen, um letztlich ein CT von 10-15 min machen lassen zu können. Aus logistischen Gründen wäre das nicht anders machbar.
    Nun gut, ich versuche nun erst mal, von irgendwem eine Überweisung zu erhalten und hoffe, dass wir die bekommen werden.
    Am 26.07. ist Termin in der Uni und wir werden dann dort auch unsere neuen Erkenntnisse besprechen. Mal schauen.

    Liebe Grüße,

    Julia

  6. #6

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    Zitat Zitat von Julia und Felix Beitrag anzeigen
    ...nun weiß ich nicht, ob ich es vielleicht irgendwo anders hingeschrieben habe oder hier ein Teil unseres Austausches fehlt, aber ich hatte berichtet, dass wir einen Termin bei Dr.Koch in Siegen bekommen haben.
    Ich habs gefunden, der Rest steht hier: https://www.lkgs.net/showthread.php/...700#post169700

    Liebe Julia,

    danke für Deinen Bericht. Das Thema ist ja jetzt nicht wirklich einfacher geworden, sondern nur anders, oder? Aber zumindest scheint die GNE doch nicht zwingend und sofort erforderlich zu sein. Schon für diese Einschätzung hat sich der Termin doch gelohnt.
    Liebe Grüße von
    Beate mit Valerian (04/05, rechtsseitige LKGS)

    Unser Steckbrief: http://www.lkgs.net/showthread.php?t=10892
    Unsere Fotos: http://www.lkgs.net/member.php/3139-leri

  7. #7
    Administrator Site Admin Avatar von Doreen mit Elisei
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    Hallo Julia, kann der Kinderarzt keine Überweisung zum CT rausrücken? Oder vielleicht der KFO? Wollt ihr dann evtl. in Siegen operieren lassen?

    Wirklich einfacher ist es nun ja auch nicht, aber wenn die GNE vor der OP nicht nötig ist, das wäre ja schon mal ein Schritt.
    Liebe Grüße von Doreen (Kontaktadresse der WRG) mit Elisei ( 11/03 beidseitige LKGS) und den 3 Geschwistern
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  8. #8
    Avatar von Julia und Felix
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    Hallo,

    Danke, Beate ;-), hab es mir doch gedacht, dass ich mich da wieder im Thema geirrt hatte und es nicht wie durch Zauberhand verschwunden ist.

    Leider sind, wie gesagt, alle derzeit im Urlaub- auch der Kinderarzt. Ich bin mir auch unsicher, ob der das machen würde.
    Habe nun an die Kieferortho der Uni noch mal eine Mail geschickt und geschildert (sie ist leider nicht mehr täglich dort) und bei den letzten Mails, die wir ausgetauscht hatten, hat sie immer recht schnell geantwortet. Wenn ich bis MOntag nichts gehört habe, versuche es es noch mal in der Uni telefonisch.

    Im Moment ist es absolut noch sehr wuselig in unseren Köpfen. Wir möchten nicht grundsätzlich die Zelte in der Uni abbrechen und zumindest anhören, was sie dazu sagen.

    Siegen ist halt auch nicht um die Ecke und es ist ja auch nicht nur die OP- es muss ja auch nachbehandelt werden.
    Natürlich, wenn letztlich das Ergebnis stimmt, sollte das nicht das Zünglein an der Waage sein, aber sind halt doch gut damit gefahren, ins Gespräch zu gehen.
    Felix hat ja leider auch nicht "nur" die LKGS und die anderen gesundheitlichen Bereiche nehmen ebenfalls viel Platz in seinem Leben ein und fordern viel Zeit.
    Sicher werden wir nicht irgendwen an ihm rumoperieren lassen, nur, weil der nicht so weit weg ist, aber im Moment doch erst mal schauen, dass wir zunächst das CT irgendwie hinbekommen.
    Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden und danke Euch für Euren Zuspruch und auch Gedanken, die mitunter helfen, wieder neue Wege zu finden.

    Liebe Grüße!!!

  9. #9
    Avatar von Annchen
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    Hallo Julia,

    wie ich Dir ja schon per Whatsapp geschrieben habe, finde ich die Rückmeldung von Dr. Koch, wie gewohnt, sehr gründlich und differenziert. Ohne dies tatsächlich beurteilen zu können, da ich ja nur Deine Schilderungen kenne, differenzierter als die in der Uni.

    Ich hoffe, dass Du schnell eine Möglichkeit findest, an eine Überweisung für das CT zu kommen. Sie scheint ja der Schlüssel zur Lösung zu sein. Mich stimmt die Rückmeldung zum möglicherweise "nicht knöchernen" Nasenboden nachdenklich. Ich meine mich zu erinnern, dass sowohl Dr. Koch als auch Prof. Koch, sein Vater, schon als Ronja noch ein Baby war, darauf hinwiesen, dass die Nasenbodenbildung sehr wichtig ist, aber nicht von allen Operateuren gleichermaßen berücksichtigt wird.

    Seine Rückmeldung zur GNE scheint auch aus Laiensicht sehr logisch. Ich lande hier auch bei dem Gedanken, dass ich hier schon öfter gelesen habe von Kieferosteoplastiken, die leider nicht erfolgreich waren und wiederholt werden mussten. Bei Dr. Koch ist mir kein Fall bekannt, bei dem eine Kieferosteoplastik nicht erfolgreich war. Dies mag daran liegen, dass er besonders erfolgreich operiert, kann aber natürlich auch einfach daran liegen, dass wir hier im Forum nur einen sehr begrenzten Ausschnitt an "Fällen" wahrnehmen.

    Deine Abwägung, ob es sinnvoll ist, die Entfernung etc. auch Euch zu nehmen, kann ich sehr gut nachvollziehen. Hier würde es doch vielleicht helfen, noch einmal ganz konkret in Erfahrung zu bringen, wie oft ihr nach Siegen fahren müsstet und welche "Dinge" vielleicht auch ein niedergelassener KFO oder Zahnarzt vor Ort übernehmen könnte. Mir ging es bei Ronja im Verlauf so, dass plötzlich die notwendige Frequenz von Besuchen in Siegen und beim Kölner KFO exponentiell sank, zumindest in meiner Wahrnehmung. Hätte ich das im Vorfeld so gewusst oder klar gehabt, wäre der ein oder andere Gedanke meinerseits überflüssig gewesen.

    Du weißt, ich bin ein großer Siegenfan, auch von der Kinderklinik allgemein, insofern bin ich in diesem Falle für eine ausgewogene Abwägung sicherlich die falsche Ansprechpartnerin. Ich bin aber in Felix Sinne sehr froh, dass ihr nun über die zweite Meinung eine andere Entscheidungs- und Abwägungsgrundlage habt und wisst, die GNE ist nicht die einzige Möglichkeit und nicht zwingend das non plus ultra.

    Wie hat Felix denn den Siegenbesuch und Dr. Koch erlebt? Das ist ja auch wichtig, auch im Hinblick auf die Akzeptanz der weiten Wege.

    Ich bin sehr gespannt, wie die Uni am 26.07. auf Einschätzung Dr. Kochs reagiert. Möglicherweise wird sich danach auch leichter eine Entscheidung von Euch treffen lassen.

    Ich drücke Euch beide Daumen aus der Urlaubsferne, dass Ihr nach und nach mehr Klarheit gewinnt und wisst, wie es für Euch bzw. Felix weiter geht!
    Viele Grüße
    Anna
    (mit Ronja * 2002, doppelseitige LKGS-Spalte, DRK-Kinderklinik Siegen, Dr. Hubertus Koch)

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  10. #10
    Avatar von Julia und Felix
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    Hallo zusammen,

    nun möchte ich Euch von unserem Termin gestern in der Uni berichten.
    Die KFO war sehr nett und verständnisvoll, ich hatte schon ziemliches Herzklopfen, weil ich nicht wusste, wie sie reagiert.
    Sie sagte, dass sie mit dem Professor (der im Urlaub ist) Rücksprache bezüglich des vorgeschlagenen CT´s gehalten hätte und der der Ansicht wäre, dass ein CT der Sache nicht angemessen wäre, er die Strahlenbelastung, etc. viel zu hoch fände und das 3D-Röntgen einen ebenso guten Schluss ermöglichen würde. Zum anderen wäre für das CT eine Kurznarkose notwendig (?), da es ja vom Kopf gemacht wird und sie das selbst bei Erwachsenen so machen würden, da in der Röhre viele klaustrophobische Zustände bekämen.
    Die KFO sieht das ähnlich und hat ein neues Röntgenbild gestern veranlasst.
    Das hat sie dann mit uns besprochen und gesagt, dass sie uns dringend rät, die OP baldmöglichst machen zu lassen, da der besagte Eckzahn nun am durchbrechen wäre.
    Sie hat mir die Rolle des Zahnes noch mal erklärt und auch, dass sie kein Knochenmehl verwenden, sondern einen Knochenkeil. Dieser braucht, um vernünftig anwachsen zu können, einen gewissen Druck und diesen Druck bekäme der Keil dann von oben eben nicht mehr, wenn der Zahn bereits komplett durch ist.

    Sie sagte, dass der Professor hier, die OP nur mit vorheriger GNE machen würde, da würde er sich nicht anders drauf einlassen, weil es das Konzept so vorsieht und sie gute Erfahrungen damit gemacht haben.
    Das verstehe ich absolut und hatte natürlich auch nicht vor, denen vorzuschreiben, wie sie zu operieren haben. Fakt ist, dass die vorherige GNE ein großes Problem für Felix darstellt und auch die Geschichte mit dem Nasenboden würde man hier anders angehen.
    Wie gesagt, die KFO war sehr nett und verständnisvoll und hat mir gesagt, dass wir uns ruhig an Siegen wenden sollten, wenn wir das Gefühl hätten, dass es für Felix der bessere Weg wäre. Die kieferorthooädische Weiterbehandlung könne ohne Probleme in der Uni weiterlaufen.
    Das war schon mal eine echte Erleichterung.

    Felix war ziemlich verstört und weinte viel, er hat einfach die Schnauze gestrichen voll, ob nun von GNE oder OP ansich- kann ich gut verstehen! Er sagt allerdings auch, dass ihm klar ist, dass es keinen Weg drumrum gibt.

    Mein Mann und ich haben gestern nun Kriegsrat gehalten und unser Bauch tendiert sehr stark nach Siegen.
    Ich habe gestern Abend noch Dr.Koch eine Mail geschrieben und ihm geschildert, dass wir gerne von ihm die OP durchführen lassen würden und die Röntgenbilder mit den gewünschten Befunden auf dem Weg zu ihm sind.
    Ganz ehrlich, ich hatte keine gute Nacht;-)


    Tausend Gedanken sind mir gekommen- wenn der jetzt im Urlaub ist? Wenn mittlerweile kein OP-Termin mehr frei ist? Können die dort überhaupt operieren, da Felix ja herzoperiert ist und auch kardiologisch das Krankenhaus eingestellt sein muss, etc.

    Gerade eben beim Schreiben, kam schon die Antwort von Dr.Koch!
    Er schlägt vor, die OP Anfang Dezember zu planen und im Oktober sollen wir zur Besprechung kommen. CT wird dann dort vor Ort gemacht und auch die Kinderkardiologen wären beim Termin dabei!
    Boah, mir fällt gerade ein Stein vom Herzen.
    Zwar ist es bezüglich Schule nicht so toll, aber immerhin hat Felix somit etwas mehr Zeit, als bis Oktober (und OHNE GNE!!!), sich etwas einzuleben und irgendwie kriegen wir das dann auch schon geregelt!

    Ich weiß, es gehört vermutlich in einen anderen Bereich, aber kann mir jemand von Euch erzählen, wie lange ungefähr dann der KH-Aufenthalt wäre? Nur so ganz grob. Felix möchte das immer gerne vorher wissen.

    Ganz liebe Grüße an Euch, werde bestimmt noch einige Fragen haben und Euch löchern ;-)!

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