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Thema: KiTa - Erfahrungen, Rat?

  1. #1
    Avatar von Lieschen
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    Standard KiTa - Erfahrungen, Rat?

    Hallo Ihr Lieben,

    bald ist auch meine Elternzeit vorbei und ich hatte Marie längst in einer städtischen KiTa angemeldet, dort, wo auch mein Sohn ist. Nun hatte die auf dem Amt zuständige Bearbeiterin gewechselt und ich bin dort unlängst mal hingegangen, um wegen Maries Spalte "abzuchecken". Die Dame wollte mit der Leiterin der Einrichtung Rücksprache halten, da sie selbst sich mit der Materie LKGS nicht auskennt. Sie meinte aber, man müsste klären, ob zusätzlich Personal eingestellt werden müsse.... Mit der Leiterin selbst habe ich auch gesprochen, sie hätte noch nie ein Spaltkind in ihrer Einrichtung gehabt (??? Ist etwas unwahrscheinlich, wenn in DE jedes 500.-600. Kind mit einer Spaltproblematik geboren wird, finde ich.) Jedenfalls meinte sie, sie könne dies auch nicht entscheiden, eventuell müsse zusätzliches Personal eingestellt werden. Entscheiden muss nun die entsprechende Amtsleiterin.... Mit dieser habe ich noch nicht gesprochen, ich bin einfach etwas verunsichert jetzt. In eine integrative Einrichtung wollte ich Marie nicht bringen, da ich sie einfach ganz normal aufwachsen lassen möchte.

    Meine Fragen sind: Wo habt bzw. lasst Ihr Eure Kinder fremdbetreuen (lassen)? Gab es da Integrationsprobleme? Wurden Sie als behinderte Kidner eingestuft oder ganz normal? Wie war es vor/nach dem Gaumenverschluss? Habt Ihr sonst ein paar Tipps zu diesem Thema? Bin für jede Antwort dankbar, da ich nun doch etwas verwirrt bin, weil ich davon ausgegangen war, dass Mariechen ganz normal in eine KiTa gehen kann.....

    LG Lieschen
    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist unsichtbar für die Augen."
    Saint-Exupéry (1900-44)

    Otto Heinrich *05.02.2010 & Marie Elisabeth *09.06.2012 (vollständige LKGS links, Nasenspalte links, Ohrmuscheldysplasie Grad I links)
    1. OP: 11.09.2012 Lippenverschluss, Nasenbodenbildung, Paukenröhrchen, Uni-Klinikum Jena, Prof. Schultze-Mosgau, Frau Dr. Klos
    2. OP: 23.04.2013 Gaumenverschluss, UKJ, Prof. Schultze-Mosgau, Dr. Klos
    3. OP: 14.04.2015 1. Nasenkorrektur, UKJ, Dr. Dr. Klos

  2. #2

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    Zitat Zitat von Lieschen Beitrag anzeigen
    dass Mariechen ganz normal in eine KiTa gehen kann.....
    Hallo Lieschen,

    davon würde ich auch ausgehen.

    Unser Sohn ist zwar erst mit 2 1/2 in den Kindergarten gegangen, hatte zu dem Zeitpunkt aber noch nicht den Gaumenverschluss. Ich habe der Kiga-Leiterin (im ganz normalen Regel-Kiga) erklärt, dass dieses Kind absolut keine besondere Behandlung braucht und die offene Spalte in keinster Weise von Bedeutung für den Kindergarten-Alltag ist. Wenn beim Essen etwas wieder aus der Nase kommt, sollen sie halt nicht erschrecken, aber evtl. beim Nase putzen helfen. Das wars dann auch. Warum sollte dafür zusätzliches Personal nötig sein?

    Für unsere Kiga-Leiterin war Valeri auch das erste Spaltkind in ihrer Laufbahn, obwohl sie schon seit Jahrzehnten im Kiga tätig ist. Sie hat mich da ganz einfach als "Expertin" für mein Kind anerkannt und sich alles von mir erklären lassen.

    Integrationsprobleme gab es wegen der Spalte wirklich nie.

    Vielleicht solltest Du einfach in der Situation die Initiative ergreifen und der Leiterin bzw. den anderen zuständigen Damen erklären, dass bei Mariechen nichts besonderes zu beachten ist. Dann sollte der Kita-Platz hoffentlich kein Problem mehr sein, oder?
    Liebe Grüße von
    Beate mit Valerian (04/05, rechtsseitige LKGS)

    Unser Steckbrief: http://www.lkgs.net/showthread.php?t=10892
    Unsere Fotos: http://www.lkgs.net/member.php/3139-leri

  3. #3

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    Huhu,

    ich habe unsere Kleine im selben (ganz normalen) Kindergarten angemeldet in den auch ihr großer Bruder geht. Das war überhaupt kein Problem. In der Kita gab es wohl vor längerer Zeit schon mal ein Kind mit einer Gaumenspalte. Das war noch nicht operiert und trotzdem gab es da keine Probleme, wie mir die Erzieher erzählt haben.

    Außerdem hat Marie doch bis dahin ihren Gaumenverschluss hinter sich gebracht. Wo soll da eine zusätzliche Betreuungsperson gebraucht werden?? Wenn man sich so anschaut, womit Erzieherinnen im Kindergartenalltag konfrontiert sind sollte man davon ausgehen, dass eine (verschlossene) Spalte überhaupt kein Thema ist.

    Ich würde auch einfach die Situation erklären und gehe eigentlich davon aus, dass das damit erledigt ist! Lass dir da nichts einreden oder dich verunsichern! Du weißt selbst am Besten, was gut für dein Kind ist.

    Liebe Grüße!

  4. #4
    Avatar von Claudia mit Jenny
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    Hallo,

    also ich glaube unserer KiGa Leiterin ist es bis heute nicht bewusst das Sie ein Kind mit Spalte im Kindergarten hatte
    Einmal hat Sie mich ganz irritiert weil Sie meinte -unter der Nase wäre es schon von Schnupfen ganz entzündet- ich habe dann gesehen das die Narbe vom Schnupfen etwas gerötet war.
    Was ich damit eigentlich sagen will, bei uns war es nie ein Thema, und weder die Dame bei der Anmeldung noch die Leiterin können einschätzen ob es ein mehraufwand bedeutet oder nicht, da beide damit nicht vertraut sind.
    Mach dir erstmal nicht so viele Gedanken, das wird bestimmt klappen.

    Gruß Claudia

  5. #5
    Avatar von omaschlie
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    Also unsere Motte ist mit 15 Monaten ganz normal in die Krippe gegangen. War überhaupt kein Problem. Mit der Zeit haben die Erzieher nun auch einen Einblick was ne LKGS noch bedeutet außer dem Optischen. Zina kommt dort prima zurecht!

    LG Birgit
    Geht nicht, gibt`s nicht!

    Omi von Marlon , geb. 15.08.2009 und Zina, geb. am 08.02 2011, LKGS links LV: 10.05.2011,Weichgaumen, Paukis: 01.11.2011, Hartgaumen: 12.12.2012

  6. #6
    Avatar von AnKah
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    Hallöchen

    also ich kann dir meine Erfahrungen aus beider Sichten schildern- bin Erzieherin im Kiga(keine Integration) und habe eine Sohn mit ner LKGS.

    Wir sind eine sehr kleine Einrichtung (derzeit 40 Kd) und haben ein Kind (ab November dann zwei )in unserer Einrichtung.Es gab nie irgendwelche Probleme oder Einschränkungen die das Kind betroffen haben, außer das die Mutter sagte man müsse das Essen klein schneiden. Davon mal abgesehen das das Essen sowieso bei unter dreijährigen geschnitten wird.
    Nee das Mädel hatte auch nie Probleme, auch mit andren Kindern nicht, wurde so aktzeptiert wie sie is.

    Von ner LKGS hatten wir bis dato auch nur so nebenbei mal was in der Ausbildung gehört.
    Ist Marie schon "komplett" operert worden?dann entstehen dem/der erzieher/in ja kein Mehraufwand.

    Meine Nichte(rechts. LKGS) ist auch nach einem Jahr in die Kita gegangen, da hat keiner nah der Spaltart noch nach eventl OPs oder sonstiges gefragt.
    Mein Sohn geht dann ab November, wenn wir alle Ops hinter uns haben auch in eine ganz normale Kita.

    Ich kann dir eigendlich nur raten, dein kind in eine normale Einrichtung zugeben, da sie ja weder eine geistige noch körperliche Behinderung hat.
    Was Du halt wissen musst ist was Dir von der Betreunug lieber wäre ob Kita oder Tagesmutti.
    Unterschied ist eig nur die Anzahl der zu Betreuenden Kinder.

    LG AnKah

  7. #7
    Avatar von Lieschen
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    Hallo Ihr Lieben,

    habt vielen Dank für Eure Antworten, vor allem auch von Dir AnKah aus der Sicht einer Erzieherin.

    Ich sehe es ja genauso, ich weiß nicht, warum man sich hier so anstellt!?

    Mariechen kann schon so fein essen und es kommt auch nur noch wenig zur Nase wieder heraus. Sie beginnt sogar, die gute MuMi ganz zu verweigern, schiebt das Fläschchen energisch von sich.... Sie trinkt aber abends und nachts noch sehr viel, das soll sie auch ruhig! Ich denke mal, nach der OP wird sie auch wieder vermehrt trinken und weniger essen, bis die Wunde einigermaßen heile ist. Als sie jetzt so erkältet war, hat sie auch das Essen verweigert und nur noch getrunken, aber das kenne ich auch von meinem Großen.

    Wir haben ja voraussichtlich am 23. unsere Gaumenverschluss-OP. Danach werde ich noch einmal zur Stadtverwaltung tigern und das endgültig klären!

    Nochmals lieben Dank für die moralische Unterstützung und Euch allen ein schönes und sonniges Frühlingswochenende (endlich!!!)

    LG Lieschen
    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist unsichtbar für die Augen."
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    Otto Heinrich *05.02.2010 & Marie Elisabeth *09.06.2012 (vollständige LKGS links, Nasenspalte links, Ohrmuscheldysplasie Grad I links)
    1. OP: 11.09.2012 Lippenverschluss, Nasenbodenbildung, Paukenröhrchen, Uni-Klinikum Jena, Prof. Schultze-Mosgau, Frau Dr. Klos
    2. OP: 23.04.2013 Gaumenverschluss, UKJ, Prof. Schultze-Mosgau, Dr. Klos
    3. OP: 14.04.2015 1. Nasenkorrektur, UKJ, Dr. Dr. Klos

  8. #8
    Avatar von uhem
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    Hallo!
    hab an sich nichts neues hinzuzufügen, erklär ihnen, dass die Spalte für den Kita Alltag nicht die geringste Relevanz hat. Paul ist seit er 20 Monate ist in einer Kinderkrippe ohne Probleme. Kurz vor seinem dritten Geburtstag darf er dann in den integrativen Kindergarten, wo auch seine (gesunde) Schwester ist. Nicht als "I-Kind", genau aus dem Grund, dass die Spalte keine Bedeutung f den kiga betreuungsaufwand hat!
    das ist dann vielleicht für dich doch noch neu: selbst in unserem Kindergarten, wo mehrbetreuung ohnehin für einige Kinder angeboten wird, sieht keiner Anlass, diese Paul zukommen zu lassen!!
    aber vorerst mal alles gute für die OP! Ulli

  9. #9
    Avatar von Lieschen
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    Hallo Ihr Lieben,

    Ihr werdet es nicht glauben, ich habe nun heute Vormittag doch noch einmal bei der Stadtverwaltung nachgefragt, weil es mir keine Ruhe gelassen hat, und was soll ich sagen? Marie ist abgelehnt!!!
    In der "Benutzerordnung" (oder wie auch immer die KiTa-Satzung genannt wird) steht wohl geschrieben, dass Kinder mit einem Behindertenausweis nicht aufgenommen werden können.
    Da haben wir den Salat! Hätte ich mal lieber schön die Klappe gehalten, wäre das nicht passiert! Da bin ich ja nun wohl selbst schuld daran.
    Naja, wenigstens darf ich am Freitag noch einmal mit der Amtsleiterin telefonieren, vielleicht bringt das noch etwas. Ich glaubs ja nicht...

    Trotzdem danke für Eure Unterstützung.

    @Claudia: Hahahaaa.... Eure KiGa-Leiterin würde sicher auch felsenfest behaupten, sie hätte noch nie ein Kind mit Spalte gehabt! Wer weiß, vielleicht hatte unsere doch schon eines, ohne es zu wissen!

    Ich fänds schade, wenn Marie nicht in diese Einrichtung könnte, da doch Otto schon dort ist und nachmittags alle ("Rest"-) Kinder auf dem großen Spielplatz miteinander spielen. :-(

    Danke auch für die guten Wünsche, ich wünschte, wir hätten die OP schon hinter uns, ich habe schon ein bisschen "Bammel" davor, mein Kind wieder leiden zu sehen. Aber es soll ja dann alles besser werden!

    LG Lieschen

  10. #10
    Avatar von Ina und Tanja
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    Hallo Lischen!

    Laß Dir diese Ordnung zeigen.

    Ich bin Erzieherin (Baden-Württemberg) und habe noch nie etwas von so einem Paragraphen gehört.
    Das ist ja gegen die Menschenrechte!!!!!!!!
    So eine freche Diskriminierung habe ich noch nie gehört!!!!!

    Hau dort mal ordentlich auf den Putz (-aber erst wenn Marie wirklich abgelehnt ist).

    Gruß Ina und Tanja
    Die Dinge sind nie so wie sie sind.
    Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.
    Jean Anouilh


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