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Thema: Schwangerschaftsabbruch wegen LGKS!?

  1. #71
    Avatar von Amakhala
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    Ich glaube die Diskussion geht ziemlich am Thema vorbei. @Juli-Elli, es geht nicht nur um Abtreibung im Allgemeinen, sondern auch darum, dass viele Fehlbildungen eben NICHT erkannt werden. Wie geht man dann hinterher mit dem Baby um? Und glaube mir, esoterik hin oder her.....Kinder wissen schon früh, ob sie gewünscht werden oder nicht. Wenn eine Mutter die ganze Schwangerschaft über mit dem Gedanken rumläuft, dass sie ein Kind mit FB auf jedenfall abgetrieben hätte und das Kind hat dann eine FB. ( Z.B. ein riesen Feuermal im Gesicht ). Wie mag es dem Kind gehen? Von daher darf doch der Gedanke erlaubt sein, WAS DANN? Nicht jede Spalte wurde erkannt. Aber das wurde alles schon geschrieben. Und wenn wir schon bei Moral und Ethik sind, lieber Andy77...wo fangen wir da an zu diskutieren...? Hier vielleicht? http://www.focus.de/gesundheit/baby/...id_719736.html
    Oder wo? Was ist denn Moral? Kann doch auch erlaubt sein, oder? Und so schwer ist es wirklich nicht, richtig zu verhüten. Es gibt mit Sicherheit Statistiken von Schwangerschaftsabbrüchen, warum abgetrieben wird. Verhütungspannen dürften da sehr selten sein. Der Vorgang an sich ist nicht sonderlich schwierig....die seelischen Konsequenzen werden selten statistisch erfasst. Hört sich schön liberal an, wenn man schreibt, dass jeder doch einfach das tun sollte was er für richtig hält....wenn wir keine Gesetze mehr hätten und Moral, wo wären wir da....? Nur weil hier einige Leute sehr bewegt sind von so einem provozierenden Thread, darf es genauso gestattet werden, mit ethischen und moralischen Fragen zu antworten. By the way....nicht jeder Fötus wird VOR dem Abbruch getötet...Es ist noch nicht lange her, da weiß ich aus eigener Erfahrung, dass Babies in den Nebenraum zum "Ableben"gebracht wurden. UND ich bin Patentante von Zwillingen die bei 24+0 geboren wurden....beide gesund und normal intelligent....und ziemlich fit! Wer noch nie in dieser Situation war, sollte nicht drüber urteilen....! Ich habe 2 Kinder mit vergleichsweise leichten Behinderungen....und ziehe vor jeder Frau hier den Hut....und ich finde es beweist mittlerweile mehr Mut hier gegen Abtreibung in Falle der Threaderöffnerin zu schreiben. Die meisten schreiben von ihren Erfahrungen und von möglichen NICHT erkannten FB....Ich empfinde die Hetzjagd irgendwie andersrum.....Sorry.....aber ich habe mich lange zurückgehalten, weil ich mir nie die Frage gestellt habe, was wäre, wenn mein Kind behindert ist. Aber bei dem Verlauf der Diskussion möchte ich ganz bewußt Isa, Doreen usw. Recht geben.....
    Amakhala

  2. #72

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    Ich habe bei allem Respekt langsam den Eindruck, dass hier einige nicht in der Lage oder vermutlich eher nicht Willens sind, geschriebene Worte richtig zu verstehen, zumindest dann nicht, wenn sie nicht ihren eigenen Standpunkt wiedergeben.

    Ich habe mich hier jetzt weiß Gott oft genug dahingehend geäußert, dass ich im Gegensatz zu einigen anderen hier keine Frau vorschnell verurteilen möchte, weil sie ein Kind aus welchen Gründen auch immer abtreiben möchte. Das bedeutet nicht, dass ich Menschen mit Behinderungen/Fehlbildungen für weniger wertvoll oder gar völlig wertlos halte. Das bedeutet auch nicht, dass ich Frauen, die behinderte/fehlgebildete Kinder nicht abtreiben, sondern tatsächlich voller Freude bekommen, für minderbemittelt halte. Und das bedeutet auch nicht, dass ich keinerlei Moral habe. Ich bemühe mich lediglich, die Handlungsweisen anderer Menschen nicht vorschnell zu verurteilen, nur weil sie viell. das eine oder andere anders sehen/bewerten als ich.

    Leider kommt es hier so rüber, als ob jede Frau, die abtreibt -mit Ausnahme evtl. von Vergewaltigung und gesundheitl. Gefährdung der werdenden Mutter- das Böse in Person ist. Und jeder, der diese Frau nicht verurteilt, sondern Verständnis oder zumindest Akzeptanz für diese Entscheidung aufbringt, ist genauso böse.

    Tut mir leid, mit einer derartig eindimensionalen Weltsicht kann ich nichts anfangen. Und mit Moral hat der Fundamentalismus, der von einigen vertreten wird, meiner Ansicht nach nichts zu tun.

    Noch einmal: ich verurteile hier niemanden, der für sich selbst eine Abtreibung ausschließt. Diese Haltung finde ich völlig okay! Nicht okay finde ich es, wenn jemand, der hierzu eine etwas andere Meinung hat -und damit meine ich nicht die, die Abtreibung evtl. als normale Verhütungsmethode ansehen- von vornherein verurteilt wird.

    Die Mehrheit in diesem Thread hat sich bisher recht vehement gegen Abtreibung -mit entsprechender moralischer Verurteilung Andersdenkender- ausgesprochen. Warum es nun besonders mutig sein soll, hier die Meinung der Mehrheit wiederzugeben, erschließt sich mir nicht so ganz.

  3. #73
    Avatar von Grit mit Helena
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    Habt ihr schon mal an die Eltern gedacht, die nix von der LKGS in der SS wussten??Die viell.auch nicht klar kommen, dass ihr Kind so geboren wurde?Die es auch lieber gesund hätten! Ihr würdet es auch nicht verwerflich finden, wenn sie jetzt ihr Baby töten!! Wer seid ihr zu entscheiden wer zu leben hat und wer nicht?
    Liebe Grüße von Grit und Helena (*12.06.2008, beidseitige LKGS), Hanna-Luisa (*23.03.2010) und Moritz (*25.10.2013)

    Dr.Koch, DRK Kinderklinik Siegen
    Lathamapparatur: Oktober 2008
    Gaumenverschluß: Januar 2009
    Lippenverschluß: April 2009
    Milchzahnsanierung (Vollnarkose):Oktober 2011
    Nasenkorrektur: Sept.2014 (Dr.Grzonka,Freudenberg)
    Kieferosteoplatik mit Entf.Doppelanlagen 52,62,12,22: 24.06.16 (Dr.Koch)


  4. #74

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    Zitat Zitat von Grit mit Helena Beitrag anzeigen
    Habt ihr schon mal an die Eltern gedacht, die nix von der LKGS in der SS wussten??Die viell.auch nicht klar kommen, dass ihr Kind so geboren wurde?Die es auch lieber gesund hätten! Ihr würdet es auch nicht verwerflich finden, wenn sie jetzt ihr Baby töten!! Wer seid ihr zu entscheiden wer zu leben hat und wer nicht?
    Liebe Grit, genau DAS haben weder andyb77 noch ich -übrigens beide LKGS-Selbstbetroffene- jemals geschrieben und auch nie und nimmer gedacht. Wer sich seine und meine Beiträge mal in Ruhe durchliest, sollte in der Lage sein, das auch zu erkennen. DAS, was du oben behauptest, ist lediglich eine böswillige, ignorante Interpretation dessen, was er und ich hier mehrfach gesagt haben! Und es ist wirklich mehr als bedauerlich, dass es hier so viele zu geben scheint, die anders denkenden und offensichtlich empathischen Menschen mit einem derartigen Hass entgegentreten. Viell. sollte das für dich und andere auch mal ein Denkanstoß sein!

  5. #75
    Avatar von Grit mit Helena
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    Das ist es ja.Ihr denkt, dass da ein Unterschied ist.Aber wo ist der Unterschied?Ob das Baby im Bauch ist oder auf der Welt.Für mich absolut keiner!Es ist ein MENSCH und wer sein Baby schon mal in der 20.SSW im US gesehen hat wird gemerkt haben, dass einfach alles da ist!
    Liebe Grüße von Grit und Helena (*12.06.2008, beidseitige LKGS), Hanna-Luisa (*23.03.2010) und Moritz (*25.10.2013)

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  6. #76
    Avatar von Amakhala
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    Juli-Elli, um was GEHT es denn hier? Um Toleranz. Die einen zeigen Toleranz zum ungeborenen Leben, die anderen mit der Mutter die ein Kind mit Spalt oder anderen Makel, der zum Spott werden könnte abtreiben lassen würde.....Click doch nochmal auf den Link in meinem Posting....wie stehst Du dazu? Für ich ist es ein Utnerschied, ob jemand kurz nach Feststellung einer ungewollten SS abtreibt, oder wartet bis eine mögliche Spalte im US erkannt werden kann. Meistens ist das zwischen der 14.und 16 SSw, aber häufig noch später....DANN ist da bereits unweigerlich ein Mensch entstanden der Schmerzen empfinden kann. Ob ich DANN töte, oder direkt nach der Geburt...wo ist der Unterschied? Darum geht es doch bei denen die GEGEN Abtreibung sind....! Es geht hier nicht drum, dass jemand der ungewollt schwanger ist und dann beim Feststellen zu einer Abtreibungspille greift ( meistens 5. oder 6. SSW ), sondern darum dass jemand Leben entstehen läßt und dann wirklich irgendwann wieder aussortiert.....und ich finde ( MEINE Meinung ), dass es das nicht geben sollte! Dann muß man auch Schlimmeres erlauben, denn einen Unterschied macht es wirklich nicht....nicht in meinen Augen. Wenn es für jemanden absolut undenkbar ist mit einem kranken Kind zu leben ( das ist ja legitim! ), dann sollte er keine Kinder bekommen, denn ich glaube eine Spalte ist nicht das Schlimmste was Dir passieren kann.....nur darauf wollen hier einige aufmerksam machen....Es geht um diesen EINEN speziellen Fall!

  7. #77
    Avatar von Amakhala
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    Hier wird sehr sachlich über Spätabtreibungengeschrieben..macht es da wirklich noch einen Unterschied????
    http://www.lebensgeschichten.org/abt...treibung07.php

  8. #78

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    Ihr würdet es auch nicht verwerflich finden, wenn sie jetzt ihr Baby töten!!
    Das hat niemand behauptet. Und auch das wird auch nicht wahr, wenn es fünfzig mal geschrieben wird. Das wirkt auf mich schon fast so, als würde jemand absichtlich Streit provozieren wollen...
    um was GEHT es denn hier? Um Toleranz. Die einen zeigen Toleranz zum ungeborenen Leben, die anderen mit der Mutter die ein Kind mit Spalt oder anderen Makel, der zum Spott werden könnte abtreiben lassen würde.....
    Zum x-ten Mal: Niemand hat hat behauptet, alle Mütter die ein Kind mit LKGS erwarten sollten abtreiben, nur dass man es, jenen, die damit nicht fertig werden, nicht verbieten kann. Das sind zwei völlig UNTERSCHIEDLICHE PAAR STIEFEL.

    Mir gehen diese Unterstellungen und Strohmann-Argumente langsam gehörig auf die Eier. Man muss doch zivilisiert miteinander umgehen können. Warum kommen immer wieder diese Gemeinheiten? Ich behaupte ja auch nicht, Leute wie ihr seien in der Lage Krankenhäuser in Brand zu stecken und Ärzte zu ermorden. Also LASST DIESE VERLEUMDUNGEN ENDLICH!!!!!


    Ich frage ich mich, wo diese ganzen "persönlichen Erfahrungen" in Sachen Abtreibung her kommen. Was man um ein paar Ecken von irgendwelchen Bekannten gehört hat, ist keine "persönliche Erfahrung". Die kann man nur sammeln, wenn selbst abgetrieben hat, oder als ärztliches oder Pflegepersonal an Abtreibungen beteiligt war...
    Was Isa erzählt hat, erinnert mich an einen ultrakatholischen Hetzartikel, über den hier mal diskutiert worden ist. Der war recht offensichtlich eine Fabel, mit der auf die Tränendrüse gedrückt werden sollte, um Propaganda für "die gute katholische Sache" zu machen. Da würde auch von einem Fötus erlebt, der seine Abtreibung recht lang überlebt haben soll.
    Ich will Dich keine Lügnerin nennen Isa, ich glaube Dir, dass Du glaubst was Du schreibst. Aber inhaltlich glaube ich Dir trotzdem nicht. Zum einen: Auch vor fünf Jahren war das Vorgehen, das Du beschreibst nicht üblich. Zum anderen: Ein Frühchen das in der 26. Woche geboren wird, überlebt ohne Brutkasten und künstliche Beatmung keine zwanzig Minuten. Von vierundzwanzig Stunden ganz zu schweigen. Wenn Du das ganze nicht mit eigenen Augen gesehen hast (was - wie schon gesagt - nur ginge, wenn Du als Ärztin oder Krankenschwester in diesem Krankenhaus gearbeitet hättest), hat Dir da jemand einen Bären aufgebunden.
    Das Problem mit solchen Räuberpistolen ist, dass sie sich nicht überprüfen lassen. Selbst wenn Isa verraten würde, in welchem Krankenhaus das passiert sein soll, müsste man dazu Einsicht in die entsprechenden Krankenhausakten bekommen und das ist wegen der Schweigepflicht allenfalls für Staatsanwälte, die einen entsprechenden Gerichtsbeschluss in der Tasche haben möglich. Otto Normalbürger kann so etwas weder beweisen noch widerlegen. Auf diese Weise lässt sich da trefflichst die wildeste Seemanngarn spinnen, um die eigene Position zu "belegen".

    @Amakhala:
    Und wenn wir schon bei Moral und Ethik sind, lieber Andy77...wo fangen wir da an zu diskutieren...? Hier vielleicht? http://www.focus.de/gesundheit/baby/...id_719736.html
    Oder wo? Was ist denn Moral? Kann doch auch erlaubt sein, oder?
    Ob erlaubt oder nicht; unerwünschte Kinder gleich nach der Geburt zu töten und zu behaupten, sie seien tot zur Welt gekommen, war bis zwanzigste Jahrhundert hinein durchaus gängige Praxis. Oder man hat sie irgendwo in der Wildnis ausgesetzt, wo irgendwelche Viecher das erledigt haben. Gut, mitunter wurde die Wildnis durch eine Treppenstufe vor einer Kirche oder einem Waisenhaus ersetzt, aber das war in vielen Fällen kaum besser. Ich habe es schon geschrieben: Verglichen damit, ist eine Abtreibung human. Es geht nicht um die Frage, was ist moralisch vertretbar und was nicht, sondern um die Frage was außerhalb des Elfenbeinturms tatsächlich passiert. Es ist sehr schwer geworden, unerwünschte Kinder loszuwerden. Babyklappen und anonyme Geburten gibt es nur in paar größeren Städten. Und selbst das ist rechtlich in einer Grauzone, weil Kinder ein Recht auf Informationen zu ihrer Abkunft haben.
    Auch ein Kind zur Adoption frei zu geben ist nicht so einfach. Gerade bei "Problemkindern" wird es - abhängig davon, wie gravierend das Problem ist - schwierig Paare zu finden, die bereit sind, sie zu adoptieren oder auch nur dauerhaft in Pflege zu nehmen. Und in Zeiten klammer Kassen müssen die Mütter damit rechnen, den Aufwand, den das Jugendamt hat, bezahlen zu müssen. Wenn die Mutter selbst nicht in der Lage sind, das Kind zu versorgen und es deshalb in Heim muss, ist der wirtschaftliche Ruin der Mutter vorprogrammiert.

    Wer Abtreibungen so vehement verteufelt, muss aufzeigen, was mit den so "geretteten" Kindern weiter passieren soll. Es geht ja nie nur um die Kinder; da hängen ja noch eine ganze Menge anderer Schicksale dran. Die Eltern, die Großeltern, Geschwister der Eltern. An einem behinderten Kind haben auch dessen Geschwister schwer zu tragen. Sollen die alle ohne wenn und aber zurück stehen müssen?
    Es gibt genug Eltern, die den Kindern, die sie zeugen, aus irgendwelchen Gründen nicht gewachsen sind. Soll man etwa tatenlos zusehen, wie sie daran zerbrechen? Es gibt bei uns einfach keine Strukturen, die da wirklich helfen können. Jugendämter können in Zeiten knapper oft nur den Notstand verwalten. Ja, eine Abtreibung zerstört ein Leben. Aber das ist immer noch besser, als wenn ganze Familien zu Grunde gehen, weil ihnen ein Kind aufgezwungen, dass sie weder wollen, noch angemessen versorgen können. Und was ist mit dem Kind, das als "die mutierte Hackfresse, die unser Leben ruiniert hat" aufwächst? Wird das nicht irgendwann auch zerbrechen? Auf diese Fragen hätte wirklich gerne Antworten. Aber nur solche die über den dogmatischen Reflex "Das ist kein Zellhaufen sondern ein Mensch, den kann man doch nicht töten" hinaus gehen und sich den praktischen Problemen tatsächlich stellen.

    Wenn ihr dafür sorgen könnt, dass jedes Kind starke, engagierte Eltern bekommt, die mit allen Problemen fertig werden, bin sofort dafür Abtreibungen zu verbieten. Aber solange es objektiv überforderte und desinteressierte Eltern gibt, wird es Fälle geben, in denen eine Abtreibung das kleine Übel ist. Du siehst, ich denke da nicht rein in moralischen Kategorien sondern auch pragmatisch. Und genau dieser Pragmatismus fehlt auf der Seite radikaler, moralisch verbohrter Abtreibungsgegner oft.

  9. #79
    Avatar von Amakhala
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    Nur kurz Andy......ich glaube es gibt sehr wenig Eltern die VOR der Geburt wissen was sie erwartet..ob gesund oder krank! Ich gehöre definitiv dazu! Und was persönliche Erfahrungen angehen...ja ich komme aus der Medizin und habe auch im Krankenhaus gearbeitet, das sollte genügen, oder? Und ich habe Zwillinge betreut die bei 24+0 geboren wurden...und da erlaube ich mir mal mitzureden, denn die Mutter ist eine meiner engsten Freundinnen. Und ich war mit auf der Neonatalen Intensiv...also nicht nur um 5 Ecken! Es gibt sicherlich den Asozialen unbelehrbaren Pöbel, der es nie schaffen wird Kindern ein schönes Zuhause zu geben...( hiermit meine ich Eltern die Kinder misshandeln..in welcher Form auch immer!).
    Und es gitb sie wirklich, die Frauen die abgetrieben haben und NICHT damit klargekommen sind. Genauso wenig wie man VOR Geburt eines Kindes weiß was auf einen zukommt, weiß man NACH einer Abtreibung wie es einem geht......und auf mögliche ANDERE Dinge hinzuweisen, die es vielleicht unmöglich machen mit dem Kind zu leben, darf man doch?

  10. #80

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    @Amakhala:
    Da man - vor allem in größeren Häusern - ein ganzes Leben arbeiten kann, ohne auch nur in die Nähe der Entbindungsstation zu kommen, wüsste ich schon ganz gerne, aus welchem Bereich der Medizin Du kommst und in welcher Abteilung des Krankenhauses Du gearbeitet hast, dass Du damit Deine Position zum Thema Abtreibung unterstützt.

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