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Thema: Erfahrungen mit "Jedes Kind kann schlafen lernen" oder "BabySchlafBuch"?

  1. #31

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    Isa, ich schließe mich deinem Beitrag voll und ganz an. Sowohl was deine Sichtweise von ADHS angeht als auch deiner Ansicht, was Kinder brauchen und was nicht. Ich wollte auch nicht behaupten, dass die Kinder später "ADHS HABEN", sondern dass es eben v.a. der Bequemlichkeit halber diagnostiziert wird. Stimme dir auch zu, dass man sich schon fast verteidigen muss, wenn man Kinder draußen spielen lässt, sie nicht zu tausend Gruppen und "Förder"angeboten schickt und sie trotz schlechten Wetters zu Uss laufen lässt.

    Zum Thema "Respekt, Gelassenheit, Verständnis und Reife" denke ich, dass es wenig nützt, wenn alle nur brav nicken und sagen "ach so kann man das auch sehen, na dann schau mal ruhig weiter", sondern Dinge, die schief laufen ruhig auch beim Namen genannt werden dürfen, auch wenn sich manchmal jemand dabei auf den Schlips getreten fühlt - um so besser, das macht wach! ;-) Solche Themen sind für mich Anti-Still-Studien, "ADHS"-Ursachenforschung oder -negierung und vielleicht noch ein paar andere.
    Kinder einfach schreien zu lassen, damit sie es sich abgewöhnen ist für mich Gewaltausübung in einer stark abhängigen Beziehung. Wenn dies in einem Alter stattfindet, in dem das Kind noch keine Objektpermanenz hat (sprich: nicht "weiß", dass die Mutter noch da ist, wenn sie aus dem Blickfeld ist), grenzt solches Verhalten für mich an seelische Misshandlung von Schutzbefohlenen, um es einmal quasi-juristisch auszudrücken.
    Ähnlich ist es bei dem Stillthema, wo die chemische Industrie mit professionellem Marketing versucht, den Menschen zu erklären, dass ihre rein profitorientierten Produkte besser sind als die natürliche Muttermilch. Das ist nicht nur Ver...., sondern fast versuchte Körperverletzung oder zumindest die Anstiftung dazu. Wie gesagt, kein Thema, wenn es nicht anders geht, aber mir kann niemand erzählen, dass es bei all den verkauften Packungen, die meterweise in den Märkten über den Ladentisch gehen "nicht anders geht".

    Ich wünsche mir in manchen Dingen, bei manchen Themen, weniger Respekt, Gelassenheit, Verständnis und vermeintliche Reife gegenüber haarsträubenden Thesen und Aussagen, die einfach mal aus Bequemlichkeit übernommen werden (das mag nun hart klingen, aber mit Nach- und und Weiterdenken bleibt man an den genannten Punkten nicht stehen!).

  2. #32

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    Hier gibt es eine (und wahrscheinlich noch viel mehr) wunderbare Rezension des Buches bei Amazon. Einfach mal lesen, es lohnt sich für alle, die sich ihre Meinung zu dem Buch und den angewandten Methoden noch nicht abschließend gebildet haben. Für alle anderen natürlich auch

    Also hier der Link, gleich die erste Rezension von Bapapapa:
    http://www.amazon.de/product-reviews...R1LUGKDPWOBJ5Z

  3. #33

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    "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier."

    Wir richten uns gern in Ritualen und wiederkehrenden Abläufen ein.

    Und das Fantastische ist, wenn die regelmäßigen Abläufe gefestigt sind, ist auch eine Ausnahme kein Problem.
    Katharina, LKGS rechts, *September 2010
    erfolgreicher Lippenverschluss mit Nasenbodenbildung Februar 2011 Prof. Hemprich, UKL
    Gaumenverschluss August 2011 Prof. Hemprich, UKL


  4. #34
    Avatar von Meryem
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    Guten Morgen zusammen,
    da habe ich mit meiner Frage ja etwas losgerissen :-) Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten und vor allem für die Rezension von Amazon und den link ferber.de.
    Ich freue mich auch, dass ihr alle so ruhig auf diese anscheinend umstrittene Frage geantwortet habt. Wobei ich sagen muss, dass ich nicht einmal auf die Idee gekommen bin für solche eine neutrale Anfrage "gesteinigt" zu werden. Fände es doch sehr schade, wenn man in unserem Forum keine solche Themen erstellen kann...Das hätte mich auch sehr gewundert.

    Ich persönlich bin nun zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht nach solchen Büchern und "Wegen" handeln werde weil ich finde, dass die Gegenargumente überwiegen.
    Allerdings finde ich es auch absolut ok und Verständlich, wenn man sich dazu entscheidet. Das sollte jeder Mutter aus dem Bauchgefühl heraus machen und natürlich hängt es auch noch dazu von den Kindern ab.
    Mich persönlich haben die Kritiker überzeugt und demnach hoffe ich, dass M. irgendwann einmal (wenn es geht bald :-)) auch alleine schlafen wird mit Ritualen, die ich einführen werde und viel Geduld.

    Ich glaube auch nicht, dass es schädlich für die Kinder ist wenn sie ein paar Minuten weinen. Ich renne auch nicht sofort zu ihm wenn er denn weint und ich gerade zu tun habe.
    Aber ich denke schon, dass es ihn weh tut wenn er weint, mich sieht und ich mich umdrehe und den Raum verlasse. Also, wenn ich weg gehe.
    Ich habe es einmal versucht und es hat sich FÜR MICH einfach nicht richtig angefühlt. Auch wenn ich an den "Erfolg" solcher Methoden glaube weil sie einfach ganz logisch sind.

    Also, vielen Dank!!!!!!!!!!! Ihr habt mir sehr weiter geholfen.

    Grüße
    Meryem mit M.
    Geb.: 04.11.2010 mit 3860 g und 54 cm
    rechtsseitige Lippen-Kiefer-Spalte


  5. #35
    Avatar von Isa mit Giuliana
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    Lach, dann haben unsere Pro und Contras - in sehr gesitteter Form - ja einen Erfolg ergeben!

    Meine Kinder, 3,5 und knapp 2, schlafen wie gesagt mit uns. Das ist aber keine Durchschlafgarantie. Garantieren kann ich aber, dass sie ruhiger schlafen! Joel wird z.B. wach, sieht "Papa liegt neben mir" und schläft einfach weiter. Vorher hätte er einfach Gebrüllt.
    Giuli genauso. Früher rief sie dann immer nach "Mama", Mama ist aufgestanden, musste sich zu ihr legen und dann wieder zurück, weils zu eng war. Jetzt schlafen wir mehr, ruhiger und ich bin ausgeglichener! Natürlich geht es mir nicht viel anders als pooki - ich bekomme fast alles mit. Giuli geht aufs Klo? Ich geh mit. Joel träumt nicht gut und jankert? Giuli sucht ihr Kuscheltier? Mama ist dann immer wach. Aber ich muss nicht mehr aufstehen, durch die Wohnung rennen, etc. Zudem genieße ich die Nähe zu meinen Kindern - die sooooo schnell groß werden.
    Isa mit Giuliana, 07.2007, LKGS links GS rechts
    1. OP - Siegen, Dr. Koch 30.11.2007 - Gaumenverschluss, PR
    2. OP - Siegen, Prof. Dr. Dr. Koch & Dr. Grzonka 16.04.2008 - Lippen-Nase-Bildung
    3. OP - Siegen, Dr. Koch 01.09.2010 - Mundvorhofkorrektur
    4.+ 7. OP - Hamm, Dr. Schulz 22.12.2011; 28.11.2012 - Paukenröhrchen
    5. OP - Hamm, Dr. Schulz 26.04.2012 - Polypenentfernung, Mandelverkleinerung
    6. OP - Siegen, Dr. Berginski 30.05.2012 - Zahnsanierung unter Vollnarkose

    und Joel, 02.2009

  6. #36
    Avatar von Dani & Corvin
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    Huhu,

    Corvin hat von Anfang ruhiger in seinem Bett (1 1/2 Jahre stand das neben unserem) geschlafen. Wir haben das Familienbett probiert, Corvin schlief dort wenn überhaupt nur sehr unruhig. Ich glaube da ist er gepolt wie ich ;-) wir brauchen Freiraum zu schlafen. Er schläft übrigens problemlos ein. Es gab auch noch keine Phase in der das anders war. Wir haben jeden Abend den selben Ablauf, die selbe Zeit... Einer von uns legt sich immer mit dazu und liest ein Buch, erzählt eine Geschichte oder singt ihm was vor oder wir erzählen über den Tag. Meist kuscheln wir noch mit ihm bis er schläft, einfach weil wir das schön finden und weil Corvin 8 Stunden im Kiga ist.

    Was sich so langwierig liest dauert max. ne halbe Stunde, ab halb Acht ist Elternzeit. ;-) Wir haben gemerkt das er oft zu diesem Zeitpunkt schläft und haben mit ihm ausgemacht das ab dann Feierabend ist. Auch wenn er dann noch nicht schläft können wir problemlos rausgehen. Er erzählt sich meist noch kurz was (wenn überhaupt) und schläft dann allein ein.

    Wir haben einfach nur eines gemacht, auf die ganzen Ratgeber verzichtet und auf unser Bauchgefühl gehört. Corvin weiß das wir immer für ihn da sind und deshalb schläft er gut. Er vertraut uns. Das ist das wichtigste!

    Die vielen Einträge zeigen schon wie vielfältig die Meinungen sind und so sind eben auch die Familien. Für den einen klappt es gut mit Schlafprogramm der andere fühlt sich damit mit gar nicht wohl. Und es gbit tausende Möglichkeiten irgendwo dazwischen! Manchmal finde ich das die Vielfalt an Ratgebern die Eltern mehr verunsichern als unterstützen. Schade eigentlich...
    Dani & Philip mit Corvin * 20.07.06 (doppels. LKGS)



  7. #37
    Avatar von omaschlie
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    Da hast du mit deiner Ahnung von "Verunsicherung der Eltern" aber ein wahres Wort gelassen ausgesprochen. Ich sehe das auch so und ermutige junge Mütter an den eigenen Instinkt von richtig und falsch zu glauben. Die Mamis kennen ihre Süßen nun mal am besten und eine zufriedene Mami hat auch zufriedene Schätzchen. Die Kleinen merken sehr schnell ,ob wir hinter dem stehen, was wir da tuen und reagieren auch entsprechend. In diesem sinne hoffe ich mal, das meine Enkelchen( Marlon, 18 Monate) heute Nacht durchschläft, denn für ihn sind seine kleine Regeln zur Zeit total durcheinander. Mami nicht da ( hat ja die Zina bekommen), übernachten bei Omi und Opi....Aber morgen wird wieder
    Geht nicht, gibt`s nicht!

    Omi von Marlon , geb. 15.08.2009 und Zina, geb. am 08.02 2011, LKGS links LV: 10.05.2011,Weichgaumen, Paukis: 01.11.2011, Hartgaumen: 12.12.2012

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