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Thema: Orale Phase mit 5 Jahren?!

  1. #1
    Avatar von Kathrin und Jonas
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    Standard Orale Phase mit 5 Jahren?!

    Hallo Ihr Lieben,

    mit Jonas ist es momentan nicht gerade leicht. Die Tendenzen gehen in den letzten Wochen immer mehr zu ADHS.
    Er kommt ja im September in die Schule und vielleicht bekommen wir vorher noch einen Termin bei einem ADHS-Spezialisten.
    Die Erzieherinnen im Kindergarten haben die letzten Jahre nie eine Vermutung in diese Richtung laut werden lassen, da sind ja alle immer etwas vorsichtig.
    Aber vor 3 Wochen hatten wir im Kindergarten einen Vortrag zu dem Thema und danach meinte Jonas Erzieherin dann auch, wir sollten das mal abklären lassen.

    Aber unabhängig von dieser Problematik fällt mir seit ein paar Wochen auf, dass Jonas alles wieder in den Mund nimmt.
    Vor zwei Wochen auf dem Volksfest sogar einen Fahrchip und beim Anstellen an der Zuckerwatte dann auch ein 2€-Stück!
    In der letzten Woche fällt mir auf, dass er nun seine Oberteile bearbeitet (Ärmel, Kragen, etc.).

    Wisst Ihr, was das bedeuten kann?
    Mein Mann sagte schon im Spaß: vielleicht kriegt er Zähne?!
    und tatsächlich kommen demnächst ja die nächsten Backenzähne, aber das kann doch nicht wirklich die Erklärung sein, oder?

    Vielleicht habt Ihr ja eine Idee, würde mich freuen!

    LG, Kathrin
    Kathrin mit Jonas (29.08.2006), LKGS links und Lennard (28.02.2010)

  2. #2
    Avatar von Claudia mit David
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    Hallo Kathrin,

    David ist 4 und nagt auch ständig an seinen Ärmeln herum, wenn er in Gedanken ist, und beim Fersehen hat er fast alle Finger im Mund.
    Vielleicht holt er seine orale Phase ja nach, da er als Baby/Kleinkind diese gar nicht hatte ;-)
    Aber so wirklich Sorgen machen wir uns da aber nicht.
    David ist derzeit auch recht anstrengend, aber ADHS schließen wir da aus, auf alle Fälle!
    Allerdings ist er auf Anraten der Erzieherin im KiGa bei der psychomotorischen Frühförderung, um seine kleinen "Ausraster" in den Griff zu kriegen.
    Meiner Meinung nach wird viel zu oft ADHS als Grund für sehr "aktive" Kinder vorgeschoben, aber das nur am Rande.
    Claudia und Dirk (linkss. LKGS) mit David *06.08.2007 (beidseitige LKGS) und Philipp *17.02.2011
    und hier unser aktuelles
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    "Ich wünsche Dir den Mut der Morgensonne, die über dem Elend dieser Welt dennoch Tag für Tag neu anfängt." Phil Bosmans

  3. #3
    Avatar von Anja mit Torben
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    Warum sollte es denn nicht an den Zähnen liegen?
    Die Bleibenden schieben auch und der Kiefer verändert sich.
    Liebe Grüße, Anja

  4. #4
    Avatar von Isa mit Giuliana
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    Ich würde mich Claudia anschließen - ich finde, wir leben momentan in einer Gesellschaft, die gerne schnelle Diagnosen für "abnormes" Verhalten sucht.

    Wenn man einfach mal die Evolution anschaut, dann wird man feststellen, dass noch vor 100 Jahren Kinder viel mehr laufen und zufuß erledigen mussten. Sie hatten die Möglichkeiten durch die Gegend zu ziehen und die Welt auf eigene Art und Weise zu erkunden.

    Heute 100 Jahre später, wird fast jedes Kind überwiegend mit dem Auto kutschiert - zum Kindergarten, zu Freunden, zur Schule, zum Sportverein, zur Musikstunde oder was das einzelne Kind nicht noch so macht. Individuelle Erfahrungen auf dem Feld oder im Park nehmen deutlichst ab, alles läuft nach Plan (auch bei uns Erwachsenen). Von unseren 65 Kindern im Kindergarten kommen 3-4 regelmäßig zu Fuß, alle anderen werden gebracht - und ich wohne im Dorf!

    In der Kur letztes Jahr hat so manche Mutter deutlich gemacht, dass mein Sohn (damals noch keine 2,5!) ADHS haben MUSS. Nur weil er ständig in Bewegung war, rannte, spielte, etc. Diese Muttis schoben ihre 5jährigen im Buggy, während mein zweijähriger mit dem Laufrad fuhr oder zu Fuß ging. So wurde ihm von außen gleich ein Stempel für sein in ihren Augen abnormes Verhalten. Dabei finde ich es ganz normal, dass ein zweijähriger auch mal läuft oder sich anders fortbewegt, als mit dem Buggy.

    Klar, wenn ihr merkt, dass er sich auffälliger als sonst verhält und ihr den Verdacht habt, dann klärt es doch einfach mal ab. Grundsätzlich glaube ich aber, dass vielen Kindern heute Krankheiten zugeschoben werden, nur weil sie ihren inneren Drang nicht der gesellschaftlichen Realtiät anpassen können. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Warum Jonas alles in den Mund steckt, weiß ich nicht. Hast du ihn schon mal gefragt? Und versucht, mit ihm gemeinsam eine Regel aufzubauen?
    Zähne finde ich nicht ganz abwägig, aber ob dem wirklich so ist?

    LG Isa
    Isa mit Giuliana, 07.2007, LKGS links GS rechts
    1. OP - Siegen, Dr. Koch 30.11.2007 - Gaumenverschluss, PR
    2. OP - Siegen, Prof. Dr. Dr. Koch & Dr. Grzonka 16.04.2008 - Lippen-Nase-Bildung
    3. OP - Siegen, Dr. Koch 01.09.2010 - Mundvorhofkorrektur
    4.+ 7. OP - Hamm, Dr. Schulz 22.12.2011; 28.11.2012 - Paukenröhrchen
    5. OP - Hamm, Dr. Schulz 26.04.2012 - Polypenentfernung, Mandelverkleinerung
    6. OP - Siegen, Dr. Berginski 30.05.2012 - Zahnsanierung unter Vollnarkose

    und Joel, 02.2009

  5. #5
    Avatar von Kathrin und Jonas
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    Ach, Jonas ist halt echt unser "Sorgenkind". Ich meine das aber so, dass wir (bzw hauptsächlich ich) mir Sorgen mache, ob das nun angebracht ist oder nicht.
    Bei Lennard bin ich viel entspannter. Das liegt vielleicht schon daran, dass Jonas der Erste ist, aber ich denke nicht nur...

    Thema ADHS: Ich stehe diesem Thema äußerst sensibel gegenüber und bin auch die Letzte, die da mit Diagnosen um sich wirft.
    Aber irgendwann kommt man wohl an den Punkt, wo man sagt, man will ja dem Kind gerecht werden.
    Und wenn eine "Krankheit" dahintersteht, dann würde man in manchen Situationen vielleicht anders reagieren bzw. vielleicht weniger vom Kind verlangen.
    Beispiel: Wenn das selbständige Anziehen der rausgelegten Kleidungsstücke an 5 von 7 Tagen die Woche nicht klappt, weil er sich ablenken lässt und in seiner eigenen Welt ist,
    dann kann man darauf schonmal genervt reagieren. Wenn ich aber weiß, er KANN es einfach nicht, dann würde ich vielleicht anders damit umgehen.

    Aber egal, wir werdeb das mal abklären lassen.
    Eigentlich wollte ich erstmal warten, wie er sich so in der Schule macht, aber nun habe ich erfahren, dass man für einen Termin ein Jahr einplanen muss.
    Und da werde ich mich nun mal um einen Termin kümmern (habe dort angerufen und gesagt bekommen, ich solle mich nach den Pfingstferien melden, sie vergeben nicht so langfristig die Termine).

    Und zum Thema Bewegung, da kann ich mich Isa anschließen. Ich wundere mich auch über 5-Jährige Kinder im Buggy.
    Wir gehören aber eher zu der anderen Fraktion. Viel Bewegung, jeden Tag nachmittags draussen auf dem Spielplatz, große Fahrradtouren am Wochenende.

    Habe heute mit einer Freundin über die orale Phase gesprochen und sie meinte auch, dass ihr 6-jähiger Sohn die Ärmel und Halsauschnitte bearbeitet.


    Mal schauen, wie lange das nun anhält...
    Geändert von Kathrin und Jonas (10.04.2012 um 20:19 Uhr)
    Kathrin mit Jonas (29.08.2006), LKGS links und Lennard (28.02.2010)

  6. #6
    Avatar von Carmen und Fabian
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    Also, Fabian nimmt auch noch öfter Sachen in den Mund und nagt auch gerne an seinen Ärmeln herum. Mal mehr, mal weniger. Es nervt, da er auch nicht selten schon mal ein Loch in den Ärmel gebissen hat. Aber ich denke, bis er 18 Jahre alt ist hat er sich das abgewöhnt.
    Liebe Grüsse von Carmen und Fabian (*01.02.05) LKGS rechts.



    STARK ZU SEIN BEDEUTET NICHT, NIEMALS UMZUFALLEN, SONDERN, IMMER WIEDER AUFZUSTEHEN.

  7. #7
    Avatar von Carmen&Noah
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    Hi Kathrin
    Noah wird 8 Jahre alt,und hat immer wieder starke orale Phasen.
    Noah hat noch seine Milchzähne,und wird sie wohl auch noch vorerst
    behalten.Am Zahnen liegt es demnach nicht.
    Die Ärzte meinten,das zählt zum autistischen Spektrum,er ist aber kein Autist.
    90 % aller Bekannten halten meinen Sohn für einen "typischen Austisten".
    Naja ,was man auch darunter versteht.
    Bei Autisten sind orale Phasen ganz typisch,da sie aus der Kleinkind-Entwicklung
    nicht herrauswachsen.
    Manchmal hat das aber ganz banale Ursachen
    lg carmen

  8. #8
    Avatar von Isa mit Giuliana
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    Ich kann das total gut nachempfinden, Kathrin.

    Auch Giuliana gehört eher zu der Sorte, die einem immer wieder kopfzerbrechen bereitet.

    Sie hat z.B. Wutausbrüche, die sehr sehr anstrengend sind - aber nur zuhause, besonders in einem "Schub", also wenn sie sich gerade weiterentwickelt. Sie ist sprachlich nicht so weit, wie ein durchschnittliches Kind mit fast 5 Jahren, oft hab ich das Gefühl, sie versteht einfach nicht, was ich von ihr will, dabei geht es um gang einfach Sachen oder Absprachen. Und wenn sie sie doch versteht, aber so nicht akzeptieren kann, rastet sie total aus.

    Joel ist ja nur 1,5 Jahre jünger. Aber er ist eben so ganz anders. Er spricht fast besser als sie, er versteht das, was ich zu ihm sage, er reagiert auch mal bockig, aber eben nicht mit solchen Wutausbrüchen.

    Noch viel schlimmer, dass ich nicht genau weiß, wie ich mit ihr und ihrem Verhalten richtig umgehen soll ist für mich eigentlich, dass mich niemand ernst nimmt. Der Kinderarzt tut es ab, die Ergo sieht keinen Grund - der Kindergarten hat vor wenigen Tagen das erste Mal geäußert, dass sie auch das Gefühl haben, bei ihr kommt ganz häufig etwas nicht an.

    Sie macht selten im Stuhlkreis mit, beginnt jetzt erst, sich da auch einzubringen. Sie ist fast 2 Jahre im Kindergarten und macht selten am Stuhlkreis mit. Sie ist total selbstbewusst und sagt ganz klar "Nein" wenn ihr etwas nicht passt oder sie etwas nicht will. Aber sie ist nicht selbstsicher genug, wenn sie dann mit Kindern, die sie jeden Tag sieht, ein Spiel spielen soll, dass die ganze Gruppe spielt.

    Und da gehöre ich tatsächlich in die Schiene der modernen Gesellschaft - ich wüsste gerne, warum das so ist. Dann könnte ich mich dem nämlich anpassen. Vielleicht versteht sie mich ja wirklich nicht? Dann wird man wie du selbst sagt, nicht so schnell sauer, weil man dann weiß: Sie kann es einfach nicht verstehen.

    Sie ist ansonsten total offen und eben ein normales Kind - aber scheinbar eben nicht so normal, wie es sein sollte. Aus deinem Thread verstehe ich, dass es dir da manchmal nicht anders geht.

    Wie gesagt, Diagnosen, besonders ADHS (ADS) bin ich immer etwas skeptisch, weil ich denke, dass viele Kinder normal sind nur eben einen starken Bewegungsdrang haben, den sie oftmals gar nicht ausleben können oder dürfen. Damit will ich nicht sagen, dass es das nicht gibt, aber ich denke, viele Fälle sind nicht richtig diagnostiziert. Vielleicht auch oft, weil Eltern schon mit einer selbstgestellten Diagnose bei Ärzten auflaufen?

    Schön, wenn ihr das abklären lasst. Du als Mama kannst ihn eh viel besser einschätzen und wenn er so wie Giuli zumindest das gefühlte Sorgenkind ist, dann ist es auch für dich wichtig!

    Einen neuen Tipp hab ich nicht für dich, wollte eben (etwas lang vielleicht) mitteilen, dass ich verstehen kann, warum du deinen Großen als Sorgenkind empfindest.

    LG Isa
    Isa mit Giuliana, 07.2007, LKGS links GS rechts
    1. OP - Siegen, Dr. Koch 30.11.2007 - Gaumenverschluss, PR
    2. OP - Siegen, Prof. Dr. Dr. Koch & Dr. Grzonka 16.04.2008 - Lippen-Nase-Bildung
    3. OP - Siegen, Dr. Koch 01.09.2010 - Mundvorhofkorrektur
    4.+ 7. OP - Hamm, Dr. Schulz 22.12.2011; 28.11.2012 - Paukenröhrchen
    5. OP - Hamm, Dr. Schulz 26.04.2012 - Polypenentfernung, Mandelverkleinerung
    6. OP - Siegen, Dr. Berginski 30.05.2012 - Zahnsanierung unter Vollnarkose

    und Joel, 02.2009

  9. #9

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    Hallo.
    Seit ich von "Kristallkindern"( Lichtkindern) und "Indigokindern" gelesen habe kann ich die besonderen Kinder besser verstehen. Ihr könnt das mal bei Googel suchen. Sehr interessant.
    Gruß Antje

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