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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ernährung nach der OP


Anita mit Magdalena
18.06.2008, 16:15
Hallo Ihr Lieben,

bin am Verzweifeln und hoffe auf ein paar gute Tipps.

Meine Tochter Magdalena (geb. 07.03.2008, isolierte Gaumenspalte, vermutlich nur im Weichgaumen) soll am 10.07.2008 operiert werden. Nun sind wir schon fleissig am Üben mit dem SoftCup bzw. mit dem Löffel. Nur: SoftCup geht gar nicht und mit dem Milch-Löffeln haut's auch nicht so recht hin, da Magdalena nach 10 - 50 ml lautstark nach ihrer Flasche verlangt. Sie steigert sich dann leider so rein, dass sie aus der Flasche dann auch kaum mehr was trinkt und auch sonst fast nicht mehr zu beruhigen ist.

Wie habt Ihr das mit Euren Kindern geschafft?

Danke im Voraus,
Anita

Isa mit Giuliana
18.06.2008, 19:14
Ist das denn definitiv, dass sie ihre Flasche dann nicht darf? Das handhaben alle Kliniken ja anders.

Deine Tochter ist 3 Monate alt, sie muss noch nicht vom löffel essen können. Wer behauptet, dass das immer gehen muss, der lügt!

Ich würde auch brüllen, aus der Flasche geht es viel schneller und sie kann es selbst steuern. Ist doch nur verständlich, oder?

Wir haben nach der OP angefangen, zu experementieren. Löffel, SofCup, Spritze (mit und ohne Fingerfeeder), reintröpfeln mit dem Haberman (das ging gar nicht, weil sie ihn in den Mund nehmen wollte).
Wenn das mit der Ernährung gar nicht geht, dann wird sie eine Sonde bekommen. Das ist nicht schlimm! Aber unser Doc legt erst dann eine, wenn es gar nicht anders geht und bei uns war sie beide Male nicht nötig!

Alles Gute für den 10.07.

Vronileine
18.06.2008, 20:13
Bei uns gabs 6 Wochen nur Löffel! Und keine spitzen Sachen in den Mund (Spielzeug...). Wenn die Maus aber noch sooo jung ist, wirds schwierig.....
Einfach anrufen in der Klinik und nachfragen! Ansonsten: üben und durchhalten!

Anita mit Magdalena
18.06.2008, 22:53
Hallo Isa mit Giuliana,

bekam die Kleine nach ihrer ersten OP Milch? Oder sollte sie auch mit 4 Monaten schon Gläschen löffeln?
Mir hat der Arzt gesagt, das sei ja schließlich normal, dass ein Kind mit 3 Monaten schon Gläschen isst. Momentan siehts so aus, dass ich meiner Kleinen ausnahmsweise (!) nach 24 Stunden Milch geben darf, weil die Wunde bei Magdalena voraussichtlich relativ klein sein wird.

Nach Aussagen des Arztes darf Magdalena ca. 14 Tage nicht Saugen. Ich hab das so aufgefasst, dass damit das Trinken mit dem Habermann-Sauger entfällt. Werd' mich aber nochmal ausdrücklich danach erkundigen.

Danke

Kirsten und Noel
19.06.2008, 09:00
Hallo Anita,

Euer Arzt ist (wie viele Ärzte, leider) beim Thema Babyernährung nicht auf dem neuesten Stand. Es ist für ein 3 Monate altes Baby nicht zu empfehlen, schon Beikost zu bekommen, darauf ist sein Verdauungssystem noch überhaupt nicht eingestellt. So früh schon Festes zu bekommen birgt Risiken, die sich zum Teil erst im Erwachsenenleben bemerkbar machen können. Wieso genau soll sie denn keine Milch kriegen?? Milch ist doch das Allerbeste, leicht verdaulich, reizt die frisch operierten Schleimhäute nicht (was man von einem Glas Karotten, so mild sie sein mögen, nicht unbedingt behaupten kann) und es braucht nur kleine Mengen, um einigermassen zu sättigen.

Ich bin mir immer gar nicht sicher, ob es soviel bringt, vorher das Füttern mit Löffel oder SoftCup zu üben - ich kann verstehen, dass Magdalena nicht einsieht, was das soll, und rumbrüllt. Nach der OP ist eh alles anders, vielleicht läßt sie sich dann viel leichter darauf ein, auf andere Art zu trinken. Und wenn es gar nicht klappt, bekommt sie eben wirklich eine Sonde, das kann in den ersten Tagen für alle eine ziemliche Entspannung sein. Aber so oder so, ich bin sicher, dass irgendwie alles schon klappen wird, wenn es soweit ist. :hallo:

Isa mit Giuliana
19.06.2008, 14:11
Ja, sie hat damals noch Muttermilch bekommen. Aber auch Industriemilch hätte sie trinken dürfen. Für manche Arten der Ernährung mussten wir sie zwar mit Nestargel andicken, aber es blieb Muttermilch.

Nein, Giuliana hat ihr erstes Gläschen ungeplant mit 4,5 Monaten bekommen, weil sie 2 Wochen nach der OP plötzlich jede Milch verweigerte. Da fiel mir ein, dass ich noch ein Gläschen im Kinderzimmer haben müsste (vom Kreissaal) und habe es mal versucht. Sie hat sich das ganze Gläschen schmatzend verdrückt und mir tat es nach 3 Tagen ohne jegliches Essen gut, dass sie was im Bauch hatte. Danach war ich wesentlich entspannter.
Leider wollte sie danach aber weder Milch, noch Möhrchen uns so bin ich irgendwann auf Vanillegries gekommen und weil der sooo toll süß ist, hat sie ihn gegessen und gegessen und.....und akzeptierte sonst nichts anderes. Selbst den Brei etwas flüssiger anrühren durfte ich nicht.

Ansonsten hätte sie frühestens mit 6 Monaten feste Nahrung bekommen.
Mein KiA sagte damals, dass 6 Monate nur Milch das Beste wären und das schrieb dir ja auch schon Kirsten.

3 Monate ist viel zu früh! Hör nicht auf die Ärzte, hör auf dein Gefühl! Meiner Meinung nach ist der Stress, denn ihr euch im Moment antut, unnötig. Nutz lieber diese Zeit und kuschel mit deinem Zwerg, bald wird sie es gar nicht mehr so wollen, dann ist alles andere wesentlich interessanter!

Nina mit Leonie
19.06.2008, 14:57
Hallo Anita!
Erstmal herzlich willkommen hier im Forum! :hallo:
Wo wird Deine Kleine denn behandelt?

Anita mit Magdalena
19.06.2008, 18:37
Hallo Nina mit Leonie,

die Kleine wird im Josefinum, Augsburg von Dr. Moerner operiert werden. Die bisherige "Behandlung" bestand nur aus einem Gespräch mit dem Arzt ca. 2 Wochen nach der Geburt von Magdalena, da wir Probleme mit dem Trinken dank Hebamme und Habermann-Sauger schnell erledigt hatten.

Hallo Isa mit Giuliana,

hab jetzt beschlossen, dass ichs weiter mit Löffel probiere, aber nur noch dann, wenn Magdalena nicht wirklich hungrig ist. Heute vormittag war meine Kleine echt guter Laune und da hab ich ihr mehr zur Unterhaltung etwas Milch gelöffelt. Magdalena fands lustig und hat auch gleich selber noch einen Löffel in der Hand halten wollen. So kann sie sich vielleicht ohne Stress an den Löffel gewöhnen und nach der OP ist wahrscheinlich eh alles anders.

Viele Grüße aus Bayern
Anita

Andrea & Jana
19.06.2008, 21:51
Wir durften nach jeder OP normal mit der Flasche füttern und es war kein Problem.

Nach der GaumenOP durfte sogar den Schnulli haben und wir hatten eine riesige Baustelle im Mund.

Ich versteh den Einwand nicht, wenn es doch nur den Weichgaumen betrifft.
Naja, so händelt es jede Klinik anders und etwas gehorchen will man ja auch.

Ehrlichgesagt würde ich das noch hinterfragen.

Alles Gute!

Bassmeister
22.06.2008, 07:20
Über Stillen habt Ihr wohl gar nicht nachgedacht? Das soll ja heutzutage sogar mit Spalte funktionieren (mit Hilfsmitteln) und ist die mit ABSTAND beste und natürlichste (und obendrein praktischste!) Ernährung und zwar so lange, bis das Kind deutlich zu erkennen gibt, daß es andere Nahrung will.

Mir hat der Arzt gesagt, das sei ja schließlich normal, dass ein Kind mit 3 Monaten schon Gläschen isst. ich dachte, ich les nicht richtig! Was da immer für Verunsicherung und Manipulation geschieht...

Kirsten und Noel
22.06.2008, 11:53
Hallo Bassmeister,
Stillen bei einer Weichgaumenspalte ist, wenn überhaupt, nur eingeschränkt, meistens leider gar nicht möglich. (Und praktisch oder natürlich erst recht nicht, *seufz*). Bei einer Lippen- oder Lippen-Kieferspalte ist es natürlich was anderes, da ist es kein Problem.

Aber es geht ja hier um ein Baby, das auch jetzt. vor der OP, nicht gestillt wird, sondern Milchnahrung erhält, und genau die kann und sollte es nach der OP auch erhalten, von daher ist das Gefasel von dem Arzt eine Frechheit, aber leider bei Medizinern (noch) eine verbreitete Frechheit...

Isa mit Giuliana
22.06.2008, 15:36
Aus eigener Erfahrung Bassmeister, NEIN, es geht nicht!

Ich hätte soooooooooo gerne gestillt (dazu gibt es auch das eine oder andere Thema hier!), aber es ging eben nicht. Sie konnte einfach nichts rausbekommen, so konnte sich nicht andocken und festsaugen. Auch nicht mit BES (Brusternährungsset) und Co.!

Anita mit Magdalena
23.06.2008, 09:49
Hallo Bassmeister,

eigentlich wollte ich schon stillen. Aber: Nachdem wir nicht wussten, dass unser Kind eine Gaumenspalte haben wird, habe ich in einem ziemlich kleinen Krankenhaus entbunden, wo vor geschätzten 10 Jahren das letzte Kind mit Spalte zur Welt kam. So wurde die Spalte erst nach 2 Tagen entdeckt, weil's mit dem Stillen nicht klappte. Entdeckt hat sie eine Kinderkrankenschwester(!). Der daraufhin gerufene Kinderarzt musste sich nach der Diagnose auch erst mal informieren. Inzwischen bekam meine Kleine leichtes Fieber mangels Flüssigkeit. Mama war dabei noch beschäftigt mit MIlcheinschuss und Heultagen. Im Krankenhaus und dann auch noch 2 Wochen zuhause, habe ich Milch abgepumpt. Aber die Milchproduktion kam wohl durch den psychischen Stress nie so richtig in Gang, so dass ich zusammen mit meiner Hebamme beschlossen habe, abzustillen und komplett Fläschchen zu geben.
Ich denke, alles wäre anders gelaufen, hätte ich die Chance gehabt, mich vorher zu informieren.

Katja mit Celine
23.06.2008, 15:12
Ich find das so...

Diese Aussage das 3 Monate Alte Bays Beikost bekommen.
Ja weil Ärzte wie der e aus unwissenheit empfehlen, oder die Oma das ja auch schon so gemacht hat.
Da könnt ich echt Heulen.

Wenn der werte Herr Doktor sich ein Auto Kauft wette ich weiß er alle Technischen Details weil er sich Informiert.
Aber wenn er Müttern Ernährungstips gibt macht man das aus den Infos die man mal irgendwo gehört hat oder wie ?

Aaaarg...

Und das Mütter mit LKGS Kindern sich immer "rechtfertigen" warum kein Stillen möglich war :-(
Du brauchst das echt nicht zu erkähren.
Es geht nicht und hätten die Ärzte und Schwestern und selbst die Stillberaterin die ich hatte mal ein bischen mehr mit befasst damals bei uns währe mir das ganze auch leichter gefallen es so zu Akzeptieren das es so ist und ICH nicht schuld bin.




Zum eigendlichen Thema.

Celine bekam wenige Stunden nach OP die erste Milch, aus der Flasche !
Harte sachen Schnuller und Finger durften nicht in den Mund.
Aber sie sollte doch das Trinken nicht verlernen, denn das geht durchaus...

Und auch bei der Letzten OP mit 22 Monaten hat sie erstmal nach der OP ne Flasche Milch getrunken.
Ich hätte ihr die Flasche schon vorher Abgewöhnen können, sie war so weit.
Aber wir haben ihr die Morgenulle genau aus DEM grund gelassen.
Weil es danach die einfachste möglichkeit ist Kalorien an´s Kind zu bekommen.
Und der Arzt hat das auch sehr befürwortet.

Mir geht einfach nicht in den Sinn, wieso es anders sein solte.
OK das man es vielleicht mal versucht, aber nicht mit zwang.


Zudem ich die Logik nicht Kapier, ob ich nen weichen Silikon/Latex Sauger im Mund hab, oder ob der harte Löffel kommt.
Is doch die Flasche besser...




LG Katja

Vanessa mit Hannah
23.06.2008, 15:33
Hallo,

also bei Hannah hat das anfangs mit dem Löffel auch nicht so geklappt. Sie hatte Hunger und mit dem Löffel ging das nicht schnell genug... Hab das dann so gemacht, die menge Milch reduziert und nach dem Trinken den Löffel gegeben und das halt immer weiter. (weniger Milch mehr Brei). Hannah ist von der Milch nicht mehr satt geworden und so hat sie auch schon mit 4 1/2 Monaten vom Löffel gegessen.
Letzte Woche war Ihre OP ( isolierte Gaumenspalte hart- und weichgaumen) also ziemlich ähnlich. Hannah hat direkt eine Sonde bekommen, was ich auch nur empfehelen kann, denn nach zwei Tagen sah der Gaumen schon super aus! Am vierten Tag hat sie sich die Sonde raus gezogen und von da an durfte sie wieder ganz normal trinken und essen, Habermann- sauger und Löffel!

liebe Grüße Vanessa mit Hannah:blume: