Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : RTL 2; das Mädchen, das nicht essen wollte
Vronileine
22.04.2008, 11:07
Uhrzeit 22:15
...vielleicht für alle interessant, deren Kinder Eßschwierigkeiten haben.
Bericht aus Graz (A) - auch Sondenentwöhnung.
Gruß Vroni
Kathrin mit Luca
22.04.2008, 13:25
Ich werde mich mit Luca da heute Abend vor setzen :Roll vor Lachen:
Michaela mit Kevin
22.04.2008, 14:32
Da muss ich schauen das ich pünktlich von der arbeit komm ist sicher interessant. Danke für den tipp
Hallo Vroni!
Echt? Aus Graz? Das muss ich mir unbedingt anschauen, wir waren dort ja stationär in Behandlung!
hier mal der Link zur Sendung:
http://www.rtl2.de/017986_0007.html
Ab 22:15 gehts los!
Mandy mit Kevin
23.04.2008, 06:23
Ich bin eingeschlafen , kann mir jemand den ausgang erzählen ? Das letze an was ich mich erinnern kann ist , das sie schlückchenweise Wasser getrunken hatte .
Nina mit Leonie
23.04.2008, 07:51
Und, wie fandet Ihr den Bericht? An sich ganz interessant, nur fehlten leider komplett die Randinformationen: Wie wurde das Kind in den letzten 7 Jahren therapiert? Warum hat bis jetzt niemand in England das geschafft, was die Österreicher in 3 Wochen schaffen? Welche Spiele und Therapien wurden in Graz genau angewandt? Was hat Tia gemacht, während andere Ihre Mahlzeiten einnahmen?
Naja, wären wohl zuviel Informationen für den normalen RTL2-Zuschauer gewesen...
@Mandy: Ein paar Tage später trank sie Himbeersaft und als sie entlassen wurde, zeigte sie Interesse an festen Nahrungsmitteln, aß aber nichts, sondern steckte alles in den Mund und leckte es ab. Sie ernährte sich flüssig mit verschiedenen Getränken.
@Kathrin: Ist das die Sonde, die Luca auch hat?
Kathrin mit Luca
23.04.2008, 10:47
@Nina: Nein, Luca hat keine Dünndarm-Sonde (Gott sei Dank). Bei ihm ist das ganze auch nicht so zugeklebt. Stelle mal ein Foto rein.
Oh man, ob uns das auch alles noch bevorsteht ?? Glaube, danach könnten die mich einweisen :roll: Aber Luci zeigt ja wenigstens etwas Interesse am Essen (und ein paar Löffel Brei bekomme ich ja auch in ihn hinein).
Unsere Krankenschwester war gerade da und sie hat erzählt, dass es auch einen gibt, der zu einem nach Hause kommt und in gewohnter Umgebung therapiert. Einigen ist er, glaube ich, ein Begriff: Markus Wilken.
Doreen mit Elisei
23.04.2008, 14:43
Ja, den Markus kenne ich. Wenn ihr den irgendwann mal braucht, der ist echt Klasse.:gut:
Silke mit David
23.04.2008, 15:38
Hallöchen!
Ich hab leider den Anfang verpaßt. Kann mir jemand sagen, weshalb sie die Sonde überhaupt hatte ?! Hatte sie eine Fehlbildung??
Ehrlich gesagt find ichs ganz schön heftig, sein Kind 7 Jahre mit der Sonde zu ernähren, kann mir einfach nicht vorstellen, daß man das als Eltern so lange einfach mitmacht bzw. toleriert. Aber da ich ja den Anfang verpaßt habe, weiß ich natürlich nicht, welche Infos es da über die Eltern gab.
7 Jahre sind doch verdammt lange, das werden sicher auch die Mamis hier denken, deren Kinder noch auf die Sonde angewiesen sind.
Insgesamt fand ich die Reportage zwar ganz interessant, aber wie Nina schon geschrieben hat, leider viel zu oberflächlich. Man ist hinterher irgendwie nicht viel schlauer als vorher, oder?
Liebe Grüße
Silke
Gabi und Lukas
23.04.2008, 16:26
Ehrlich gesagt find ichs ganz schön heftig, sein Kind 7 Jahre mit der Sonde zu ernähren, kann mir einfach nicht vorstellen, daß man das als Eltern so lange einfach mitmacht bzw. toleriert.
Ach Silke, es gibt viele Kinder, die nur Dank Sonde überleben. Schau mal bei www.rehakids (http://www.rehakids) rein, was da für Schicksale geschildert werden. Und was bleibt den Eltern denn anderes übrig, als es mitzumachen, keiner will ja sein Kind verhungern lassen.
Gruß, Gabi
Nina mit Leonie
23.04.2008, 16:37
Hallo Silke!
Das Mädchen wurde mit einer Fehlbildung geboren: Speiseröhre und Magen hatten keine Verbindung. Dies wurde im Alter von 4 Monaten operiert.
Der Rest fehlte eben leider: Wie wurde bisher versucht, sie an´s Essen zu gewöhnen? Diese Frage wurde überhaupt nicht beantwortet.
Hallo Nina,
also so weit ich mitbekommen habe, wird in Graz immer die selbe Therapie durchgezogen:
Spieleessen:
das war der Raum mit dem Leintuch am Boden wo Kinder mit dem Essen spielen können. Sie können alles mixen und von überall kosten. Da hat auch Tia das Wasser getrunken. Florian hats dort gar nicht gefallen, denn er fand es dort viel zu schmutzig und ekelte sich davor.
Das Essenstablett:
Das bekommt man mit aufs Zimmer, das ist ein Tablett mit vielen Sachen drauf wo man das Kind kosten lassen kann.
Weiters hatten wir eine tolle Physiotherapeutin, die blonde Dame im Beitrag die Tia die Hand aufgelegt hat.
Die Kinder müssen normalerweise alle in diesem Spielezimmer (wo auch die Besprechungen der Ärzte stattfinden) essen, am Zimmer essen ist nicht möglich.
Aber der ganze Beitrag ist sicherlich schon einige Jahre alt. Fr. Prof. Dunitz-Scheer sitzt schon seit 3 Jahren im Rollstuhl.
Kathrin mit Luca
23.04.2008, 20:28
Das mit der Physiotherapeutin ist mir echt an die Nieren gegangen.... und die Mama tat mir so leid. Ich kann so gut nachvollziehen, wie schwer das alles ist. Als gesagt wurde, dass die kleine Maus gerade ihre ganzen OP's durchlebt, hätte ich heulen können und habe mir versucht vorzustellen, was bei <luca alles "fest sitzen" muss....
Silke mit David
23.04.2008, 21:31
Hallöchen nochmal!
Erstmal danke für die Info, jetzt weiß ich wenigstens, warum sie die Sonde hatte!
@Gabi: Natürlich finde ich es wichtig und richtig, die Sonde einzusetzen, solange sie nötig ist, das würde ich für mein Kind auch wollen! Niemand möchte sein Kind hungern lassen. Aber wie ich eben gelesen habe, wurde die Kleine mit 4 Monaten operiert, danach ( nach entsprechender Heilungszeit ) hätte man damit beginnen müssen, ihr das Essen beizubringen,oder etwa nicht?
Aber ich hatte ja den Anfang nicht mitbekommen, sie haben sicher viel versucht, alles andere kann ich mir nicht vorstellen. Denn wie gesagt, 7 Jahre, also 7 JAHRE ohne triftigen Grund ( also ohne medizinischen Grund ), das nimmt man doch nicht einfach so hin sondern versucht alles. 7 Jahre sind einfach sooooo lange!
Bei der kleinen Tia ist sicher viel schiefgelaufen und sie hatte viel Pech. Da haben manche wohl manchen Fehler gemacht, anders kann ich mir das nicht erklären.
Dazu noch die Operationen, die ja auch ihre Spuren hinterlassen haben.
Nochmal: Ich bin FÜR Sonden, absolut, wenn sie gebraucht werden!
Liebe Grüße
Silke
Kirsten und Noel
24.04.2008, 09:31
Aber ich hatte ja den Anfang nicht mitbekommen, sie haben sicher viel versucht, alles andere kann ich mir nicht vorstellen. Denn wie gesagt, 7 Jahre, also 7 JAHRE ohne triftigen Grund ( also ohne medizinischen Grund ), das nimmt man doch nicht einfach so hin sondern versucht alles. 7 Jahre sind einfach sooooo lange!
Hallo Silke,
ich bin auch immer voll Hochachtung für Eltern, deren Kind dauerhaft auf eine Sonde angewiesen ist. Es bleibt ihnen ja gar nichts übrig, wie Gabi schon schrieb.
In Noels Frühförderungs-Spielgruppe war ein kleines Mädchen mit Trisomie 11, das genauso ist war wie er (also jetzt 4), und eine PEG-Sonde hat. Sie ist sehr klein und zart, und relativ stark entwicklungsverzögert, aber was die Fähigkeit zu essen angeht, ist medizinisch gesehen alles in Ordnung mit ihr. Aber sie ißt nicht. Sie tut's einfach nicht - probiert mal einen Happen Brot, einen Löffel Joghurt, das war's. Um zu leben und zu wachsen, reicht das einfach nicht. Und es ist so, dass sie eine total engagierte und liebevolle Mutter hat - die Eltern haben wirklich schon alles versucht, wochenlange Klinikaufenthalte eingeschlossen, aber es hat einfach nichts funktioniert. Was sollen sie machen? Das Mädchen, ein süßer kleiner Sonnenschein (sie rannte immer hinter No her und wollte ihn streicheln und küssen, und No lief voller Panik weg ;)) wäre ohne die PEG längst verhungert.
Ich glaube, in manchen Fällen ist es eben nicht so einfach, dem Kind das "Essen beizubringen". Ich sehe das ja schon in ganz mildem Rahmen bei Noel - er ißt nicht viel, eigentlich zuwenig, aber wie soll ich ihn dazu kriegen, mehr zu essen? Er muß es selbst wollen... *seufz*
Silke mit David
24.04.2008, 10:09
Iregndwie habe ich das Gefühl, ich drück mich immer mißverständlich aus hier. Was ich sagen wollte, daß es sicher Gründe gibt, sein Kind so lange mit der Sonde zu ernähren. Wenn es trotz aller möglichen Versuche eben einfach nicht essen mag, dann ist die Sonde der letzte Ausweg, um das Kind vorm Verhungern zu bewahren. Dann hat man aber vorher doch sicher schon viel versucht, denn so praktisch und lebensnotwendig eine Sonde ist, so wünscht man sich doch sicher für sein Kind, es könnte ohne sie gut leben und ausrechend Nahrung über den Mund zu sich nehmen.
Liebe Grüße
Silke
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