PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen zur OP in Berlin bei Fr. Dr. Schmidt/Fr. Dr. Lauster


Antje und Lenie
24.01.2008, 11:46
Hallo Allerseits,


wir haben am 18.02.08 nun unseren OP-Termin. Nachdem wir im November und Dezember Termine im Spaltzentrum hatten, die allerdings eher sehr kurz waren, findet nun vor der OP kein extra Termin mehr statt. Anstatt unsere Fragen zu beantworten wurden wir beim ersten mal vertröstet und es wurde gesagt zur OP selbst wird uns erst kurz vorher was erzählt. Im Dezember hatten wir nicht so viel Fragen zusammengestellt, weil wir ja davon ausgingen im Januar noch einen Termin zu haben. Nun sind noch ein paar Fragen offen. Aber ich denke die können uns hier einige, die auch in Berlin waren, besser beantworten, da es eh mehr subjektiv zu beurteilende Sachen sind.

Was passiert am Aufnahmetag
Wir müssen ja am Sonntag, den 17.02.08 bis 12:00 Uhr auf Station sein. Was passiert dann an diesem Tag noch alles?

Sondenernährung
Wie funktioniert das? Da Lenie ja zur Zeit abgepumte Muttermilch bekommt, soll sie das natürlich dann auch bekommen. Kann ich da schon einen kleinen Vorrat an MuMi mit ins Krankenhaus nehmen. Habe halt Angst dass ich unter dem Stress vielleicht nicht soviel "produziere". Da wir ja jetzt immer noch notieren wieviel sie so futtert am Tag, weiß ich es also auch recht genau. Sie wird doch dann die gleiche Menge bekommen, oder? Die Sondenfütterung (weiß nicht wie man das sonst nennt) machen doch wir (Mama und Papa), oder? Wann macht man das? Auch zu den Zeiten, wie sie sonst auch was kriegt (wenn bis dahin schon ein Rhythmus besteht) oder strikt nach Zeitplan? Wie sind Eure Babys damit umgegangen?

Ich weiß, das ist das kleinste Übel, aber ich finde wenn die Sonde mit niedlichen Herzaufklebern (gesehen bei Kathrin mit Luca) fixiert ist, sieht es schon nicht mehr ganz so schrecklich aus. Ob man sich das wünschen kann? Ich schneid den auch ne Vorratsration solcher Dinger.

Bett für Begleitperson
Was bekommt die Begleitperson für ein Bett? Ich kenne aus dem Kh Friedrichshain so ein ganz schreckliches Klappbett mit dreigeteilter Matratze. Echt nicht zum Schlafen. Vor allem weil Lenie eigentlich immer bei mir schläft, denke ich ja mal dass sie das im Kh dann auch will. Also ich glaube nicht dass sie da in ihrem Bettchen schlafen wird, jedenfalls nicht Abends/Nachts. Ich könnte von meiner Schwester ein Klappbett ausgeborgt bekommen mit einer dicken Matratze und das Probeliegen war sehr bequem. Zusammengeklappt ist es sehr schnell und dann mindestens genauso klein wie dieses Bett was ich aus dem FriedrichshainerKh kenne. Ob man das mitbringen darf? Würde das erst mal im Auto lassen und dann auf Station nachfragen. Was meint ihr?

Medikamente
Also eigentlich bin ich ja nicht so sehr für Medikamente. Aber in solch einer Situation würde ich es lieber haben Lenie verschläft die ganze Woche. Was kriegen die Kinder denn in Berlin. Irgendwer meinte mal, dass man das als Eltern selbst entscheidet, was und wieviel (natürlich im medizinischem Rahmen) sie bekommen. Kann man auch homöopatische Sachen einsetzen, z. B. Viburcoll? Muss man die dann mitbringen oder bekommt man das im Kh?

Was nehme ich für Lenie mit
Sie ist ja gerade mal 12 Wochen jetzt, dann 15 Wochen und so Spielsachen hat sie noch nicht - oder kann sie noch nichts mit anfangen. Aber sie hat immer ein Nestchen aus einem Stillkissen und zwei Zudecken, ich denke die werde ich mitnehmen. Schnuller darf sie ja leider nicht, oder?

Nicht Nuckeln und nicht schreien dürfen
Also dass der Nuckel tabu ist, wussten wir ja schon von Anfang an, werden auch eine Woche vorher den Nuckel gar nicht bis sehr wenig verwenden. Aber sie beruhigt sich ja auch mit dem Flaschennuckel. Braucht den auch vermehrt in den letzten Tagen zum Einschlafen Abends. Wie habt ihr Eure Kinder beruhigt bekommen, wenn solche Hilfen nicht zur Verfügung stehen. Ans Tragetuch ist sie eigentlich auch gewöhnt, aber manchmal bekomme ich sie aber auch darin nur mit Nuckel beruhigt.
Ist es tatsächlich so, dass sie nicht schreien sollten/dürfen?

Tagesablauf
Erzält mal von Eurem Tagesablauf im Kh. Im Sommer /Frühjahr soll es ja auf dem Virchow-Gelände sehr schön sein - aber im Februar?

Milch abpumpen
Mein Freund will natürlich auch so viel wie möglich mit im Kh sein. aber wir haben ja noch einen "großen" Sohn. Der soll auch nicht vernachläsigt werden. Wenn ich des Nachts dann abpumpen muss (pumpe immer gegen Mitternacht das letzte Mal) kann ich dann einen von den Schwestern fragen, ob die nach Lenie schauen (die ist dann meist noch wach - oder meint ihr nach so ner OP nicht?) Machen die das dann? Oder kann ja auch am Tage passieren, dass ich mal mit ihr allein bin, aber pumpen muss. Ja und im Info-Blatt steht, man kann seine eigene Pumpe mitbringen - dann kann ich doch auch auf dem Zimmer pumpen, oder? Und haben die da auch was zum Sterilisieren und zum Kühlen?

Zeitvertreib und Besuche
Ich kann mich nur noch an die drei Tage mit meinem Sohn im Kh erinnern. Er hatte einen Fieberkrampf. Ich fand es sehr entspannend dort dann von Oma und Opa Besuch zu bekommen. Sicher sollen keine Massen vorbeikommen, aber so einmal am Tag kann schon jemand kommen sollen. Oder ist man da so eingebunden, dass man niemand sehen will. Ich denke Lenie ist das jetzt ja auch noch so ziemlich egal ob jemand zu Besuch ist oder nicht. Sicher volles Haus muss es nach so ner OP nicht sein und von einem Arm zum anderen schon garnicht. Da gibt es nur Mama oder Papa, aber halt so für uns zum Reden usw. Außerdem habe ich ja zwei Tage nach de OP Geburtstag :D

So mir fallen sicher noch ein paar Fragen ein, dann poste ich die noch. Das wärs jetzt erstmal.:blume:

Doreen mit Elisei
24.01.2008, 12:53
Junge sind das viele Fragen. dann fang ich mal an.:D

Am Aufnahmetag kommt der Kinderarzt auf Station und horcht ab, wiegt und misst. Ihr müßt zum Anästhesisten zum Narkosegespräch und Frau Schmidt oder Frau Lauster kommen und ihr geht den OP-Ablauf durch.

Zur Sondenfütterung: Natürlich kannst du Milch schon mitbringen, dass du dann nicht in Stress kommst mit dem Abpumpen. Nimm einfach alles mit, was du zu Hause auch hast.
Gefüttert wird nach Bedarf. Wenn du der Meinung bist, dass es Zeit fürs Essen ist, dann gibts auch was. denke aber bitte daran, dass die Schwestern nicht immer sofort springen können und sag schon 15-20 min eher Bescheid.
Du kannst selbst sondieren oder aber die hast das Kind auf dem Arm und die Schwester sondiert. Die merken immer ganz gut, wann der Bauch voll ist.
Elisei hat unterschiedlich auf die Sonde reagiert. Anfangs hat es ihn nicht interessiert, später mag er die Sonde gar nicht und bei der letzten OP wollte er sie nicht mehr hergeben. Lass dich überraschen.
Da die Sonde im OP gelegt wird, müsstest du deine Wünsche schon vorher äußern, von wegen Herzchen. Allerdings hatte Elisei sein Sondenpflaster immer an der Stirn und nicht auf der Wange.
Das Pflaster hält dann auch locker die 4 Tage.

Es gibt im Virchow auch Klappliegen, allerdings sind die Matratzen einteilig und damit ganz ok. Aber sie sind sehr schmal. Wenn du Lenie mit in dein Bett nehmen willst, dann frag gleich vorher ob du ein großes Bett bekommen kannst. Vielleicht lassen sie sich darauf ein.
Wegen einer eigenen Liege musst du auf Station vorher fragen (du musst ja eh einen Tag vorher anrufen). Könnte sein, dass es aus hygienischen Gründen nicht geht. Aber frag nur mal, vielleicht klappt es ja.

Eine gute Schmerztherapie nach der OP ist ganz wichtig, also lieber mal ein Zäpfchen mehr als zu wenig. Elisei hat Paracetamol bekommen. Geht als Saft über die Sonde oder als Zäpfchen. Alle 6 Stunden hat ihm das gereicht.

Nimm einfach alles mit, was sie Zu Hause auch in ihrem Bettchen hat. Wir sind dort immer angereist als ob wir dauerhaft einziehen wollten.:Roll vor Lachen:

Die Kleinen sollen nicht so viel schreien, aber das lässt sich nun mal nicht ganz verhindern. Schon gar nicht wenn die gewohnte Einschlafhilfe fehlt. Wir sind viel mit Baby auf dem Arm rumgelaufen, Gang rauf, Gang runter, immer wieder.
Tragetuch ist ne sehr gute Idee. Nimm es auf jeden Fall mit und auch den Kinderwagen.

Gepumpt habe ich immer wenn Elisei schlief, ansonsten haben die Schwestern ihn im Kinderwagen einfach mit rumgefahren. Pumpen kannst du natürlich im Zimmer. Auskochen können dir die Schwestern die teile und die Milch kann auch in der Küche kalt gestellt werden. kein Problem.

Teil dir den Besuch bisschen ein, nicht alle an einem Tag. Den Tag nach der OP sind die Kleinen meist völlig daneben. Aber danach ist es eine feine Abwechslung wenn Oma und Opa mal kommen oder Freunde.

So, muss jetzt los. Tagesablauf schreibe ich später mal auf.

Doreen mit Elisei
24.01.2008, 15:22
So, nun Teil 2 :D

Im Februar kann man es im Virchow ganz gut aushalten. War genau zu der Zeit auch zum ersten mal auf Station. Und wen das Wetter so bleibt ist es draußen auch kein Problem. Kannst dich dann auf der Mittelallee austoben und neben dem Klinikgelände ist ein Park, wo die Doktoren auch schon mal joggen gehen und gegenüber ein Friedhof (nur für die, die nicht abergläubisch sind;)) Man hat also Bewegungsfreiheit.

Ja, der Tagesablauf: Bis auf die festen Termine wie Mahlzeiten und die Visite ist man als Patient relativ frei, was man tut und vor allem wo. Frau Schmidt oder Frau Lauster (oder beide) kommen jeden Tag irgendwann mal vorbei, meist nachmittags nach den Operationen oder auch schon mal morgens ganz zeitig. Sie gucken nach dem rechten und knuddeln bisschen mit den Kleinen, falls die das zulassen und schon sind sie wieder weg.

Ich fand die Tage immer etwas zäh. Die Zeit will einfach nicht vergehen. Zum Glück sind immer ausreichend andere Mamas mit Spaltkindern auf Station, so dass man jemanden zum Quatschen hat. Sondiert habe ich irgendwann auch nicht mehr selber. Es war einfach angenehm sich mit den Schwestern nebenbei unterhalten zu können.

Wenn du es ganz nett haben willst, dann frage am Tag vor dem Einrücken in die Klinik, ob sie dich auf die 27A legen können. Die Schwestern dort sind einfach Klasse.

Falls nun immer noch Fragen offen sind *grins*, dann nur zu. Oder wir telefonieren mal.