Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie gehen Väter damit um?
Kathleen & Sebastian
21.06.2006, 18:23
Was mich mal interessieren würde ist, wie die Väter damit umgehen, dass ihr Kind eine LKGS hat.
Bei uns wird nicht groß drüber geredet. Hab ich mal das Bedürfniss drüber zu reden, höre ich nur "das wird wieder".
Gerade in den letzten Tagen ist mir oft nach reden und eigentlich alles doof. Aber irgendwie versteht das niemand.
LG Kathleen und Sebastian:nein:
Hallo Kathleen,
da hab ich echt Glück mit meinem Mann. In der Schwangerschaft hat er zwar total dicht gemacht als die Rede davon war, dass noch was ernsteres sein könnte, aber über die Spalte konnte/kann ich immer ganz normal mit ihm reden. Er hat das aber auch von Anfang an (zu?) locker gesehen, ich war eher die, die sich Gedanken über die ganzen Schwierigkeiten gemacht hat.
Lg
Katrin
Nicole und Julia
21.06.2006, 19:30
also ich kann super mit meinem Mann drüber reden wenn mir danach ist, dennoch ist sonst alles völlig normal und wir wärmen das Thema lkgs nicht unnötig auf und lassen Julia spüren das sie dort eine Fehlbildung hatte/hat. Sie weiß mit ihren 3 Jahren das da mal was war und das es heile gemacht wurde....aber wenn ich Sorgen hab wegen Jules Entwicklung... und mit ihm sprechen möchte hört er zu und wir beratschlagen was zu tun ist und wie man die Sorgen etwas mildern könnte bzw macht er mir wieder Mut!
Hallo!
Also bei uns bin auch ich eher die, die die Termine ausmacht und auch sagt, du, das und das würd ich gerne machen.
Mein Mann steht da immer voll dahinter, aber reden können wir auch darüber, sei es über Florians Probleme oder Fortschritte.
Er war auch immer die ganze Zeit mit mir im Krankenhaus, was uns sehr geholfen hat!
Katja mit Celine
21.06.2006, 21:47
Mein Männe hat garkein Problem damit.
Klar ich habe mehr wissen darüber und mache Termine etc.pp.
Aber er Fragt immer nach und er hat sich im KH auch zeigen lassen wie er ihren Mund sauber macht und die Platte.
So lang er es schafft Arbeitsmäßig, was aber selten ist, kommt er auch mit zum Arzt.
Auch wenn Fremde ihn Fragen, er erklährt es den Leuten immer gut und das zeigt mir er weiß bescheid.
LG Katja
Anne&Lenni
21.06.2006, 22:23
Da wir in der Schwangerschaft noch nichts von Lenni's Spalte wußten und beide bei der Geburt "erstmal" geschockt waren (das war aber ganz schnell vorbei!), muß ich sagen hat mein Mann sich so toll verhalten, dass ich ihn von diesem Moment noch ein Stückchen mehr geliebt habe ;-)
Wir hatten für 3 Tage ein Familienzimmer und ging mit Lenni's LKGS um, als hätte Lenni ein Schluck auf.....
Als wir dann in die Uni mußten, wegen der Platte und den Gesprächen kam unsere Angst erstmal hoch, aber immer wenn der eine von uns eine Schulter zum ausheulen brauchte, war der andere da!!!!
Und so ist es auch geblieben, natürlich kümmer ich mich auch um die Termine etc......
Nice evening :blume: Anne
Anna und Jan
22.06.2006, 09:09
Tja, bei mir ist ja die Sache etwas komplizierter...
Also mein Mann hat von Anfan an keine Probleme im Umgang mit Jan gehabt. Als wir uns vor 4 Jahren kennenlernten, war der Kleine noch ein sabbriges Baby und konnte kaum sprechen.
Die zwei OPs hatte Jan schon hinter sich, aber die Behandlung ist ja noch lange nicht abgeschlossen, und wir sind auch zusammen in die Klinik gefahren, und auch auf eine Veranstaltung für Betroffene in Erlangen sind wir zusammen gefahren.
Was aber den leiblichen Vater betrifft... Mit dem haben wir uns noch vor Jan's Geburt getrennt. Gerade zu dem Zeitpunkt hatte er seine schwule Seite entdeckt und ausgezogen... Und als er erfahren hat, dass das Baby eine Spalte haben wird, hat er mir aber gleich gesagt, so ein Kind will er nicht mal sehen.
Und so war es auch: wenn er mal kam, um die Tochter zu besuchen, hat er noch an der Tür gewartet, bis ich das Baby ins Schlafzimmer bringe - er wollte ihn nicht sehen! Es hat schrecklich weh getan... Erst kurz vor der Lippen-OP hat er sich doch überwunden, und hat seinen Sohn kennengelernt.
Na ja, inzwischen haben wir aber gar keinen Kontakt, seitdem ich auch Sorgerecht alleine habe, hat er nicht mal mehr angerufen. Und irgendwo ist es auch gut so.
LG, Anna
Dani & Corvin
22.06.2006, 10:57
Ich glaub auch das ist besser so! Du hast ja jetzt ein tollen Mann der damit kein Problem hat und der Kleine kommt dann auch ohne seinen Erzeuger zurecht!
Also ohne meinen Verlobten hätte ich das Ganze nicht so gut verkraftet! Wir haben schon unheimlich viel darüber geredet und uns informiert, die ersten zwei drei Tage er noch mehr als ich (ich musste mich erst mal wieder fangen)
Philip hat von Anfang an gesagt, „Wenn´s nur die Spalte ist.. Das schafen wir schon!” Ich denke das ich mich voll und ganz auf ihn verlassen kann und er uns mit al seiner Kraft unterstützen wird! So war es die letzten Jahre und so wird es auch in Zukunft sein! :gut:
Ich bin froh ihn an meiner Seite zu haben! :blume:
Hey ihr,
ich kann jetzt nur aus meiner Sicht schreiben...
Wie geht mein Dad damit um?
Ich bin super froh,dass ich ihn hab. Schon als kleines Baby hat mein Papa stundenlange Spaziergänge mit mir im Tragetuch gemacht und auch bei den Operationen war er immer dabei. Bei den letzten Operationen war sogar nur er dabei,meine mum ist bei meinen Geschwistern geblieben..
Liebe Grüße
Anna
Corinna mit Pascal
22.06.2006, 12:20
Ich wußte vorher nichts von der LKGS. Als Pascal sein Papa davon hörte und ihn dann sah, sagte er "Das ist nicht so schlimm wenn er operiert ist sieht man das kaum". Seine Eltern sagten es auch, kaum waren Sie aber aus dem KH ging seine Mutter direkt zu ihrem Hausarzt und erzählte dies. Sein Vater erzählte das mit seinem Zahnarzt. Danach hieß es dann "das ist nicht unser Enkelkind, sowas gibt es in unserer Familie nicht". Da hat Pascals Papa sich dann ganz von uns abgewannt.
Aber ich habe da keine Probleme mit. Ich habe genug Freunde, Bekannte und Verwandte die finden ihn super süß. Würden ihn sofort nehmen. Und vor allem stehen meine Eltern und meine Brüder voll hinter mir. Jetzt wo Pascal größer ist sind meine Brüder auch mehr mit ihm zusammen, können mehr mit ihm unternehmen.
martin mit marek
22.06.2006, 14:17
Hallo
Als geborener Pragmatiker bin ich bei uns Zuhause für die nüchterne
Betrachtungsweise zuständig.
Nach Überwindung des ersten Schocks - hat einen halben Tag gedauert - habe ich damit begonnen Informationen zu sammeln. Je aufgeklärter, desto ruhiger wurde ich. Natürlich geht das ganze auch nicht emotionslos an mir vorbei, aber ich versuche, und in der Regel gelingt mir das ganz gut, Ruhe zu bewaren.
Und es ist mir eine große Freude meine Frau zu unterstützen, ihr Mut zuzusprechen, sie zu trösten und ihr hilfreich zur Seite zu stehen.
Ich habe meinen Kleinen von Anfang an ins Herz geschloßen, und Spalte sei Dank, bestimmt noch ein klein wenig mehr. Wie gesagt, ich betrachte das Thema Spalte eher nüchtern, auf die Fakten bezogen - "hier ist ein Problem, und das muß gelöst werden, was auch immer da kommen mag". Im täglichen Leben spielt die Spalte keine Rolle, selbst dann nicht wenn mein Blick zufällig an der Narbe hängen bleibt.
Es war bestimmt nicht immer leicht, aber - nein, ich habe mit Mareks Spalte kein Problem.
Gruß Martin
Kathleen & Sebastian
22.06.2006, 18:37
Hallo!
Nicht das Ihr jetzt denkt mein Mann kümmert sich nicht um Sebastian, dass macht er. Sogar sehr gut. Wir fahren auch immer alle gemeinsam zum Doc und so. Er kann halt nur nicht über seine Gefühle reden. Wobei ich sagen muss, dass wir gestern zum ersten mal ein sehr intensives Gespräch darüber geführt haben. Da war ich froh.
Gruß Kathleen
Alexandra und Valentin
22.06.2006, 20:48
Hallo!
Mein Mann hat mit der Spalte auch kein Problem, ist aber auch eher der nüchterne Typ. Er war am Anfang genauso geschockt wie ich, aber hat es schnell akzeptiert. Er hat sich genauso gesorgt und hat den Kleinen echt noch mehr betütelt als unseren ersten.Im alltäglichen Umgang denken wir beide eigentlich nicht immer daran. Er reinigt auch die Platte und kümmert sich ganz normal um ihn, ohne ihn ihm den Problem- und Krankheitsfall zu sehen.
Für solche Dinge wie Arzttermine wahrnehmen und INfos sammeln war ich allerdings zuständig, was auch vollkommen ok ist. Ich habe ihn dann mit dem nötigen WIssen versorgt und wir haben uns oft darüber unterhalten. Das ich das ärztliche abdecke ist auch klar, ich muss schließlich mit ihm hin, weil mein Mann erst abends um 6 von der Arbeit kommt, und ich würde es als sinnlos erachten wenn er sihc nur für einen kurzen Check frei nehmen würde.
Zur Op und deren Besprechung ist er natürlich dabei.
Grüße
Alexandra
Gabi und Lukas
22.06.2006, 21:00
Bis zu Lukas`OP hat sich mein Mann sehr für alles, was die Spalte betraf, interessiert. Allerdings sprach er wenig über seine Sorgen mit mir bzw. blockte meine Gesprächsversuche manchmal auch ab.
Immerhin hat er uns vor der OP immer zu den Untersuchungen beim Kieferchirurg begleitet, wofür ich ihm auch sehr dankbar war. Er musste ja immer dafür Urlaub nehmen.
Bei Lukas gab es ja nur eine OP (Weichgaumenspalte). Seither ist das Thema für meinen Mann erledigt. Er hat mich z. B. nie wieder zur Spaltsprechstunde begleitet. Er kann es auch nicht nachvollziehen, dass mich alles rund ums Thema LKGS so brennend interessiert, dass ich hier im Forum aktiv bin, dass ich ehrenamtlich im Spaltzentrum mitarbeite...
Offensichtlich hat er eine völlig andere Art der Verarbeitung, oder vielleicht hat er es gar nicht nötig, irgendetwas zu verarbeiten?
Grüße von Gabi
Kirsten und Noel
06.07.2006, 15:37
Als Noel geboren wurde, habe ich selbst einen großen Schock erlitten, lange Zeit total neben mir gestanden. Da war es ganz gut, dass mein Mann so ähnlich reagiert hat, wie Martin es beschrieben hat - mit typisch männlichem "Lösungsaktionismus": hat erst mal recherchiert, Kontakt zur WRG aufgenommen (hat die Broschüren bestellt) usw. Mit meinen Tränen und meiner Verzweiflung konnte er (damals) wenig anfangen. Gespräche gab es fast gar nicht, nur über die äusseren Dinge, was ja wichtig genug war - wir sind zusammen in die Kliniken gefahren, um eine geeignete zu finden, dafür bin ich ihm sehr dankbar, das hätte ich allein auch gar nicht geschafft, war viel zu sehr durch den Wind. Aber die emotionale Seite hat er total verdrängt. Erst viel später hat er mir gestanden, wie sehr ihn das Ganze damals doch mitgenommen hat und dass er sich auch völlig überfordert fühlte.
Er ist allerdings auch der Ansicht (vielleicht zu recht), dass nun alles überstanden sei, und kann mein bleibendes Interesse an der Thematik nicht so richtig nachvollziehen.
Vielleicht ist er einfach schon weiter als ich! ;)
Andrea + Max
06.07.2006, 20:00
Hallo liebe Kathleen,
jeder geht anders mit der Botschaft um. Mein Mann und ich haben es beide bei der Feindiagnostik erfahren. Er hat sich sehr gut um mich gekümmert. Im Anschluss hat er mit mir sehr viel im Internet gelesen (Er ist Biologe). Und ich bin froh, dass wir so offen darüber reden können. :-) Wenn OPs anstehen, kommt er von der Arbeit gleich zu uns und bleibt bis in den Abendstunden.
Mein Mann war natürlich auch erst einmal geschockt, die Frage wie geht das jetzt weiter, was kommt auf einen zu, stellt sich sicher jeder. Er ist immer da wenn wir zum Arzt müssen, bringt uns in die Klinik wenn eine Op ansteht. Er liebt seinen Sohn über alles und ist wenn möglich immer für ihn da. Wir können über alles sprechen, finden gemeinsam Lösungen, ich denke er kann ganz gut damit umgehen. :rolleyes:
Alexandra und Valentin
10.07.2006, 12:59
Hallo!
ich wollte da noch mal die Statements aufgreifen, in denen davon die Rede ist, dass die Männer gar nicht nachvollziehen können, das man an der Thematik LKGS auch nach den OP´s immer noch dran bleibt und sich damit beschäftigt.
Ich denke Männer sehen das einfach anders. Problem gelöst, fertig. Nächstes Thema. Die sehen halt nicht was dahinter steht, das man z.B. in einem Forum aktiv ist oder im Spaltzentrum. Frauen sind ja doch eher helfermäßig veranlagt. Man engagiert sich denke ich einfach weiter, weil man den gemeinsamen Austausch braucht, neuen Betroffenen weiter helfen möchte, die ja genau die gleichen Pobleme haben, die anfangs für einen selber auch neu waren. Wenn es uns hier im Forum und andere Anlaufstellen, auch zu anderen Problematiken, nicht geben würde, dann gäbe es viel weniger Aufklärung und man würde viel weniger Hilfe finden.
Von daher gut das es uns Frauen gibt, die sich mit ganzem Herzblut in ihre Interessen reinhängen. DIe Männer machen das dann in anderen Bereich, wie Arbeit, Fußball, Angeln, Garten und was weiß ich.
Liebe Grüße
Alexandra
Hallo,
mein Mann hat, als wir in der Schwangerschaft erfahren haben, dass Janis eine Spalte haben wird, erst einmal dicht gemacht, und hat auch gar keine Infos an sich ran gelassen, er brauchte erst einmal zeit, ich denke er hat sich, genau wie ich, erst einmal Vorwürfe gemacht, nur das ich darüber reden wollte und meinen Frust los werden wollte. Männer halt! Entweder sie verkriechen sich, oder aber sie sind die Lösungsfinder. Meiner war die erste Gattung.
Allerdings ist er seit dem Janis da ist ein ganz toller und stolzer Papa. Nach der Geburt konnte mein Mann seine Emotionen nicht mehr zurück halten und ist voller Stolz zerflossen :hearts: Ich bin zwar auch eher diejenige die die Termine bei Ärzten und Therapeuten macht, aber auch nur weil er eben kaum Zeit für die Organisatorischen Dinge hat. Beim ersten Besuch der Logopädhien war er dabei, bei allen Ops und den wichtigen Arztbesuchen, kann ich mich ebenfalls immer auf ihn verlassen!
Liebe Grüße
Fam. Sarrach :hallo:
Nicole und Julia
11.07.2006, 09:33
Hallo!
ich wollte da noch mal die Statements aufgreifen, in denen davon die Rede ist, dass die Männer gar nicht nachvollziehen können, das man an der Thematik LKGS auch nach den OP´s immer noch dran bleibt und sich damit beschäftigt.
Ich denke Männer sehen das einfach anders. Problem gelöst, fertig. Nächstes Thema. Die sehen halt nicht was dahinter steht, das man z.B. in einem Forum aktiv ist oder im Spaltzentrum. Frauen sind ja doch eher helfermäßig veranlagt. Man engagiert sich denke ich einfach weiter, weil man den gemeinsamen Austausch braucht, neuen Betroffenen weiter helfen möchte, die ja genau die gleichen Pobleme haben, die anfangs für einen selber auch neu waren. Wenn es uns hier im Forum und andere Anlaufstellen, auch zu anderen Problematiken, nicht geben würde, dann gäbe es viel weniger Aufklärung und man würde viel weniger Hilfe finden.
Von daher gut das es uns Frauen gibt, die sich mit ganzem Herzblut in ihre Interessen reinhängen. DIe Männer machen das dann in anderen Bereich, wie Arbeit, Fußball, Angeln, Garten und was weiß ich.
Liebe Grüße
Alexandra
dem stimm ich nur zu,
vielleicht beschäftigen sich sich in ihren Gedanken auch noch damit, aber viel seltener und viel weniger offen wie wir Frauen...
mein Mann würde auch nie diese ganze Überrei mit Jule machen, er sagt sich, sie spricht gut, jeder versteht sie - was soll man da noch machen .- Er achtet nicht so auf die Feinheiten und darum bin ich halt hinter dem was Logo angeht her und da sagen mir viele Therapeuten, das sie es klasse finden das ich das mache, obwohl nicht allzugroßer Handlungsbedarf besteht. Ich will halt alles rechtzeitig machen und keinen richtigen Zeitpunkt verpassen.
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