PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : was kommt in die Zahnlücke rein?


Franziska&Moritz
18.04.2006, 12:26
Hallo zusammen,
Moritz ist mittlerweile 3 Jahre alt und hat jetzt im Mai seinen ersten Termin beim Kieferorthopäden. Die OP´s sind soweit abgeschlossen. Nur hat er eine Zahnlücke, die geschlossen werden muss.
Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen, was da rein soll und WIE das rein soll.
Ich glaube kaum, dass Moritz so lange sich in den Mund reinschaun lässt. Geschweige denn, sich dran rumbohren lässt.
Also wie wird das gemacht?
Danke schon mal für Eure Antworten.
Gruß Franziska

Kirsten und Noel
18.04.2006, 14:05
Hallo Franziska,

das kommt ganz drauf an - hat er denn wirklich einen fehlenden Zahn im Spaltbereich oder ist der "Spaltzahn" nur seitlich verdreht, so dass im Bereich der Kieferspalte eben eine Lücke ist? In dem Fall wird der Kfo diesen Zahn per Spange so einstellen, dass er die Lücke schliesst. Im Falle einer echten Lücke wird diese vielleicht mit Hilfe einer speziellen Spange offengehalten, damit die anderen Zähne sich nicht verschieben. Es kann nämlich durchaus sein, dass ein fehlender Zahn im Milchgebiss im bleibenden Gebiss trotzdem angelegt ist.
Warte doch mal ab, was Euer Kfo dazu sagt. Das interessiert mich zur Zeit auch brennend, wir warten nämlich nur noch auf Noels 5er Zähne, damit mit der Spangenbehandlung begonnen werden kann. Ich hab ja auch ein paar Zweifel, ob Noel gut genug mitmachen wird, aber unser Kfo hat schon oft so Kleinen Spangen verpasst, es sagt, es sei nie ein Problem...:nixweiss:
Also erzähl dann doch mal, wie's war, ja?
Viele Grüße von

Kerstin mit Killian
18.04.2006, 15:58
@ Kirsten: bekommen die Kinder wirklich schon mit 3 eine Zahnklammer? Oder wie kann ich mir das vorstellen?
Habe erst im Juni ein Termin in Bremen, habe tausend fragen auf Lager..hihi
Gruß Kerstin

Kirsten und Noel
18.04.2006, 16:33
Hallo Kerstin,

ja, Noel ist ja sogar erst zwei und bekommt eine waschechte "lose" Klammer, mit Gaumenplatte und Drähten, wie man's kennt. Damit soll sein Kreuzbiss korrigiert werden. Um die Anpassung mach ich mir gar nicht so grosse Sorgen, der Abdruck ist ja schnell gemacht, aber dass er die dann auch ohne Protest trägt, kann ich mir momentan kaum vorstellen...aber angeblich gewöhnen die Zwerge sich schnell dran. Und wenn sie gut sitzt, fällt sie auch nicht raus, ansonsten geht dann die Sucherei wieder los, wie früher :D
Soll Killian auch ne Spange kriegen? Erzähl dann doch mal, was Euer Kfo meint, interessiert mich wie gesagt sehr!
Liebe Grüße von

maria
18.04.2006, 20:03
Hallo miteinander,

ich finde es immer interessant, welche Unterschiede es auch bei der KFO
Behandlung gibt. In Österreich ist normalerweise KFO Behandlung ab dem 4.-5. Lebensalter gewöhnlich und dann erst bei den 2. Zähnen.

Nicole und Julia
19.04.2006, 00:07
Also ich war vor kurzem mit Jule beim ZA und die hat sich ganz toll in den Mund schauen lassen und auch recht lange offen gehalten, weil der Doc ihr so ne Paste auf die Backis geschmiert hat. Hätte ich vorher so auch nicht geglaubt... vielleicht solltest du Max auch das Pixibuch "Conni beim Zahnarzt" vorher mal vorlesen... das hatten wir einige Tage davor noch gut studiert *gg* und es hat wohl geholfen!!!!

Zahnspangen macht unser KFO in Tübingen erst ab dem 4ten Lebensjahr, weil er meint die Zähne seien vorher noch nicht richtig fest und es würde mehr schaden als nutzen... ja ja... jeder kocht wohl da mal wieder das eigene Süppchen!

Mandy mit Kevin
06.05.2006, 12:13
Na Toll . Beim Kevin fehlt genauso wie bei moritz ein Zahn , also seine Spalte geht genau dadurch . Und wenn ich das so lese , bekomme ich direkt Angst vor den nächsten besuch beim KFO . Aber gut ich bin jetzt ein wenig vorbereitet und weiß was auf uns zukommt .

Petra und Julius
09.05.2006, 10:52
Hallo,
hab dieses Forum erst gestern zufällig entdeckt, find ich super!
Mich würde interessieren, aus welchem Grund die Milchzähne reguliert werden. Ist das eher ein optisches Argument oder soll das auch für die spätere Entwicklung einen Vorteil bringen? Bei uns kommt die Zahnspange erst bei den bleibenden Zähnen.
Viele Grüße
Petra und Julius
9 Jahre, beidseitige LKGS

Kirsten und Noel
09.05.2006, 11:22
Hallo Petra,
also rein optisch wäre es mir eher egal :D Noel hat das süsseste Lächeln der Welt...
Nein, er hat einen so ausgeprägten Kreuzbiss, dass er schon im Milchgebiss behandelt werden muss, da die Milchzähne sonst die Stellung der bleibenden Zähne so beeinflussen würden, dass die Kfo-Behandlung im Wechselgebiss sehr viel schwieriger wäre. So wird schon mal ein wenig vorgearbeitet. Allerdings ist das wirklich nur bei sehr ausgeprägten Fehlstellungen nötig - da hat Noel einfach Pech...
LG,

maria
11.05.2006, 21:24
Hallo,
hab dieses Forum erst gestern zufällig entdeckt, find ich super!
Mich würde interessieren, aus welchem Grund die Milchzähne reguliert werden. Ist das eher ein optisches Argument oder soll das auch für die spätere Entwicklung einen Vorteil bringen? Bei uns kommt die Zahnspange erst bei den bleibenden Zähnen.
Viele Grüße
Petra und Julius
9 Jahre, beidseitige LKGS

Hallo Petra,

ja ja, das kenne ich, in Salzburg wird auch erst mit den 2. Zähnen gearbeitet! Aber mich würde mal interessieren, warum nicht bei den Milchzähnen bereits etwas gemacht wird. Ich werde das ganze nächste Woche mal befragen!

Petra und Julius
11.05.2006, 23:02
Hallo Petra,

ja ja, das kenne ich, in Salzburg wird auch erst mit den 2. Zähnen gearbeitet! Aber mich würde mal interessieren, warum nicht bei den Milchzähnen bereits etwas gemacht wird. Ich werde das ganze nächste Woche mal befragen!

ja, vielleicht kannst du uns wissen lassen, wie die Antwort war. Mir wurde gesagt, dass es für das Endergebnis nichts bringt, schon die Milchzähne zu regulieren (einen extremen Kreuzbiss wie Kirsten es beschreibt oder andere besondere Probleme hatte Julius nicht). Die Kinder müssten später ohnehin jahrelang eine Zahnregulierung über sich ergehen lassen und man wolle diese Zeit nicht unnötig verlängern... na ja, an dem Argument ist schon was dran, wenn's insgesamt auf das Gleiche rauskommt.
Aber bei den Behandlungsmethoden ändert sich ja laufend etwas, auch gibt es so viele verschiedene Vorgangsweisen. Ein Arzt sagte uns einmal:"Viele Wege führen zu einem guten Ergebnis." So ist es hoffentlich wirklich!
LG

Mapprechts
23.05.2006, 17:53
Hallo,

bei meiner Tochter, die ja auch betroffen ist, wurde mit 8 Jahren mit der Zahnspangen-Therapie begonnen. Sie hatte witzigerweise da, wo der Kiefernspalt ist, gleich 2 Zähne bekommen (die standen hintereinander), so daß da erstmal keine Lücke war.
Zuerst bekam sie eine lose Spange und danach eine feste. Die Therapie war sehr langwierig. Aber es hat sich sehr, sehr gelohnt. Das Ergebnis ist wesentlich besser, als wir es je erhofft haben, da auch der 1er auf der rechten Seite um 90 ° verdreht war. Jetzt sieht man nichts mehr.

Vor 3 Jahren - also mit 13 - hat sie dann nach langem Kampf eine UDA-Brücke bekommen. Die Kasse wollte zuerst nur so ein Drahtmonster genehmigen (so ein Ding, was man rausnehmen kann/muß). Ich habe mich ziemlich gewehrt und ellenlange Briefe und Begründungen geschrieben. Zeitgleich lief ja meine Eingabe wg. meiner Kiefernspalt-OP. Da diese ja nicht so genehmigt wurde, wie wir uns das vorstellten, hat die Kasse im Fall meiner Tochter nachgegeben, da ich auch gedroht hatte, das Ganze öffentlich zu machen. Aber ich sollte halt nichts weitersagen.....

Also: Hartnäckig bleiben. So arm, wie sie tun, sind die Kassen gar nicht.... Ansonsten bin ich aber mit meiner Krankenkasse außerordentlich zufrieden.

LG
Birgit

Kirsten und Noel
24.05.2006, 16:20
Hallo alle zusammen,
heute hatte ich mit Noel mal wieder Kfo-Termin und diesen Satz irgendwie noch im Hinterkopf:


Zahnspangen macht unser KFO in Tübingen erst ab dem 4ten Lebensjahr, weil er meint die Zähne seien vorher noch nicht richtig fest und es würde mehr schaden als nutzen... ja ja... jeder kocht wohl da mal wieder das eigene Süppchen!

Habe unseren Doc natürlich drauf angesprochen. Er hat's mir so erklärt: es geht ja gar nicht darum, mit einer Spange im Milchgebiss die Milchzähne zu richten, die ja tatsächlich nicht so fest sind wie die Bleibenden. Seinetwegen könnten die kommen wie "Kraut und Rüben" :D Sondern es soll, ähnlich wie ja auch schon vorher mit der Gaumenplatte, der Kiefer so ausgerichtet werden, dass die Bleibenden, wenn sie denn kommen, sich genauso oder zumindest annähernd genauso einstellen können, wie sie es ohne eine Fehlstellung des Kiefers getan hätten. Dadurch stehen sie vom Durchbruch an richtiger, folglich muss dann auch weniger dran gemacht werden. Und an den Kiefer kommt man eben nur über die Milchzähne ran, daher die Spange im Milchgebiss.
Den Abdruck haben wir noch mal drei Monate verschoben, da Noel noch die letzten Backenzähne kriegt, und die sind noch nicht ganz draussen. (*schwitz* nochmal Glück gehabt...)

Nicole und Julia
24.05.2006, 19:08
Aha Kirsten, danke das du nachgefragt hast, aber ich meine die Kids haben mit 4 Jahren ja immer noch ein Milchgebiss, von daher ist nicht viel Zeit möglicher Schaden zugefügt.

Nicole und Julia
24.05.2006, 19:10
Hallo,

bei meiner Tochter, die ja auch betroffen ist, wurde mit 8 Jahren mit der Zahnspangen-Therapie begonnen. Sie hatte witzigerweise da, wo der Kiefernspalt ist, gleich 2 Zähne bekommen (die standen hintereinander), so daß da erstmal keine Lücke war.
Birgit

Meine Tochter hat einen Zahn im Gaumen, direkt hinter einem anderen, in der Nähe der Spalte... aber dennoch keine Lücke weil es kein zweiter Zahn ist sondern einer der im Kiefer neben den anderen wohl keine Platz mehr fand. Das heißt aber noch nicht das der bleibende später auch da kommt, vielleicht haben wir den Kiefer bisdahin weiter gedehnt das er normal im richtigen Bereich wachsen kann.

Alles in allem sind wir mit der Stellung von Jules Zähnen sehr zufrieden. Anfangs hatte sie einen Schneidezahn der sich mehr ins Mund innere richtete und gar nicht nach unten, der ist nun fast ganz gerade geworden, allein durch die Zunge... aber ihre Eckzähne, die sind bombastisch breit und groß...

Kirsten und Noel
24.05.2006, 19:26
@ Nicole:
unserem Kfo geht's ja nicht darum, unbedingt im Milchgebiss schon anzufangen, sondern den Kiefer möglichst früh einzustellen, was um so leichter geht, je mehr er noch zu wachsen hat!
Ich wollte halt nur darauf hinaus, dass es bei einer "frühen" Spange auch nix macht, dass die Zähnchen noch nicht "fest" sind - da mich dieses Statement verunsichert hatte, hab ich halt noch mal nachgefragt...
Aber wie Du schon schriebst, da hat eben jeder Arzt seine eigenen Argumente und man muss mal wieder sehen, was einen persönlich am meisten überzeugt, gell? :roll: :D