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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Implantat oder Brücke?


charly
03.09.2005, 13:00
Hallo,

bei mir hat sich inzwischen einiges getan. Schließlich nach reiflicher Überlegung und einigen Beratungsterminen bei verschiedenen Zahnärzten bzw. Kieferchirurgen habe ich mich für Implantate entschieden.

Zunächst wird Knochen aus dem Becken in meinen Kiefer eingesetzt. Die OP wird in der Frankfurter Uniklinik von Dr. Landes durchgeführt. Während dem Eingriff wird er entscheiden, ob er auch direkt schon die Implantate einsetzen kann. Andernfalls wird das nach einigen Monaten bei einem zweiten Eingriff gemacht.

Dr. Landes hat mir einen Zahnarzt in Frankfurt empfohlen, der mich vor der OP versorgt und später auch Zähne an die Implantate setzten wird. Mir fehlen 3 Zähne im Spaltbereich. Diese wurden bisher von einer Brücke, die von 3 ehemals gesunden Zähnen NUR 6 Jahre getragen wurde, ersetzt. Wie mir jetzt mehrere Ärzte bestätigt haben, konnte die Brücke statisch gesehen nicht lange halten. Vermutlich hat sie sich aus diesem Grund etwas gelockert, so dass sich an zwei Zähnen unter der Brücke Karies gebildet hat. Die Zähne sind dermaßen kaputt, dass sie nur noch durch eine Wurzelbehandlung und einen anschließenden Stiftaufbau gerettet werden können. Zu diesem Zweck "durfte" ich bereits an zwei zweistündigen Behandlungen teilnehmen. Hauptsache, ich verliere nicht auch noch diese Zähne! Zur Zeit hätte ich Lust, gegen meine ehemalige Zahnärztin vorzugehen, aber da hat man wahrscheinlich keine guten Chancen.

Naja, am 14. September ist die OP. Mal schauen. Angst habe ich schon, aber ich hoffe, dass alles gut geht. Vorher muss ich noch zum Gutachterarzt der Krankenkasse. Ich befürchte, dass einige Kosten auch auf mich zukommen werden.

Grüße

Andrea und Lukas
04.09.2005, 23:51
Hallo Charly,

alles Gute für die OP. Drücke dir die Daumen, dass sich alles zu deiner Zufriedenheit lösen lässt.

Anonymous
05.09.2005, 05:44
Hallo Charly,

auch ich wünsche dir alles Gute zur OP, hoffentlich können gleich die Implantate gesetzt werden und du musst nicht nochmals operiert werden.
Drück ganz fest die Daumen!

charly
10.09.2005, 11:04
Hallo,

vielen Dank für die guten Wünsche! Allerdings bin ich mir im Moment gar nicht mehr sicher, ob die OP am Mittwoch (also in 4 Tagen) stattfinden kann, denn das Gutachten wird vorher nicht fertig sein. Ich weiß nicht, ob in diesem Fall überhaupt operiert werden kann und ob mir Nachteile daraus entstehen können, wenn die Kostenübernahme nicht vor der OP geklärt ist? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Hat jemand schon Erfahrungen mit der Kostenübernahme im Falle von Implantaten (Knochenaufbau+Implantate+"Zähne") gemacht???

Im Moment bin ich etwas verzweifelt. Die erste Rechnung über mehr als 600 Euro vom Zahnarzt liegt mir auch schon vor. Dabei wurde erst die alte Brücke entfernt, zwei Zähne unter der Brücke von Karies befreit und jeweils eine Wurzelbehandlung durchgeführt, als Provisorium konnte die alte Brücke angebracht werden. Ist das richtig, dass ich die Rechnung erhalte?

Es ist wirklich zum Verzweifeln. Die Sachbearbeiterin bei der Techniker ist zwar sehr freundlich, aber langsam. Die Gutachterin (selbst Mund-Kiefer-Gesichtschirurgin mit eigener Praxis) erschien mir nicht entgegenkommend. Ihrer Meinung nach, soll ich eben die OP verschieben.... Ich bin jetzt psychisch, seelisch und organisatorisch natürlich auf die OP eingestellt. Meine Befürchtung ist aber, dass ohne vorherige Zusage der Krankenkasse über die Kostenübernahme, die Kosten an mir hängen bleiben!?

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemanden weiterhelfen könnte

Viele Grüße!!! :) :)

Andrea
10.09.2005, 13:06
Wir hatten so einen ähnlichen Trouble. Es ging um die Zahnspangenbehandlung bei einem Kfo, der mitten in der Behandlung die kassenärztliche Zulassung abgegeben hat. Meine Tochter sollte nach dem Anpassen der Spange operiert werden (siehe Steckbrief). Ich habe dort beim MDK so oft angerufen (spätestens jeden 2. Tag), biss es kurz vor der OP (1 Woche vorher) geklärt war. Und die Spange musste noch angepasst werden.

Regelmäßig Theater machen, erklären, dass man schließlich Urlaub genommen hat etc. Fotos von dem betroffenen Bereich machen etc. Denen muss man richtig auf den Senkel gehen. Dem Zahnartz und der Sachbearbeiterin. Notfalls eine Stufe höher Theater machen (den Chef der Techniker vor Ort nerven. Ständig anrufen und betonen wie wichtig das ist und dass noch mehr Kosten kommen, wenn nicht schnell gehandelt wird.

Frag auch noch mal bei der WRG in Hüttenberg an. Vielleicht haben die einen Tipp.

Peter Ecker
10.09.2005, 15:43
Hallo,
Die bürokratischen Regelungen sind so kompliziert, dass die, die es eigentlich wissen müssten oft selbst keine Ahnung haben, wie sie funktionieren. Von der sogenannten "Hotline" der Techniker Krankenkasse wurde mir schon diverser Schwachsinn erzählt. Besser für Anfragen sind meistens Briefe, da ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Beantworter vorher nochmal nachguckt ehe er was vom Stapel lässt. Neulich war ich bei einem Kieferchirurgen, der sich weigerte mich zu behandeln, weil er angeblich eine Überweisung vom "Kieferorthopäden, Augenarzt oder Dermatologen" bräuchte. Was Quatsch ist - bei Diagnose LKGS kann auch der Hausarzt überweisen. Mein Hausarzt wiederum hatte sich vorher geweigert, mich zum Kieferchirurgen zu überweisen, weil er das angeblich nicht dürfe, natürlich auch Quatsch. Solche Stories kann ich noch ne Menge erzählen. Fazit: als Kassenpatient ist man ein armes Würstchen.
Ich kann dir nur raten, nochmal zur nächsten Geschäftsstelle der Krankenkasse zu fahren. Vielleicht gibt es sowas wie eine Kostenübernahme auf Vorbehalt. Verpflichtet sind sie vermutlich nicht dazu. Weise auf deine LKGS-Diagnose hin - das ist nicht vergleichbar mit den "normalen" Fällen. Vielleicht kann man die Kostenübernahme für die Implantate irgendwie ausklammern, und nur den Knochenaufbau draufschreiben.
Ohne Kostenübernahme ins Krankenhaus zu gehen, hat wahrscheinlich wenig Zweck. Sie würden dich dann wohl nur als Privatpatient behandeln, d.h. zum mindestens 2,3-fachen Kassensatz. Selbst wenn die Krankenkasse nachträglich Kosten übernehmen würde, was sie wahrscheinlich nicht müsste, würdest du auf dem 1,3fachen Anteil sitzen bleiben.
Die Zahnarztrechnung kannst du bei der Kasse einreichen, die dir dann einen Anteil davon erstattet. Wieviel genau, keine Ahnung. Hängt wahrscheinlich auch von dem Gutachten ab. Da ist auch wieder die Frage, ob die Kasse verpflichtet ist, die Rechnung nachträglich zu übernehmen.
Viele Grüße,
Peter