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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kfo im Erwachsenenalter


Karina
08.08.2005, 15:13
Hallo!

Hat jemand von euch eine kieferorthopädische Behandlung im Erwachsenen-Alter machen lassen? Meine unteren Schneidezähne stehen viel zu eng, so dass diese schon in der zweiten Reihe stehen ("Stapelzähne"). Bevor ich 18 war konnte da aber nichts gerichtet werden, da sich die Zähne im Oberkiefer, die zu diesem Zeitpunkt noch mit einer Zahnspange versehen waren, sich an den unteren Zähen orientieren sollten.

Grundsätzlich zahlt die Kasse ja nicht bei Behandlungen im Erwachsenenalter. Meint ihr, dass es sinnvoll wäre eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen und dann die Zähne richten zulassen, oder bringt das nichts? Gibt es vielleicht die Möglichkeit die Kosten für die Behandlung doch von der Kasse erstattet zu bekommen, da wegen der LKGS-Sache ein frühere Behandlung nicht möglich war?

Andrea
08.08.2005, 15:28
Es könnte sein, dass Du noch nicht einmal eine Zusatzversicherung bekommst oder die Spaltproblematik herausgenommen wird. Die wollen doch keine Risiken versichern.

Ich würde einfach versuchen mit der KK zu sprechen. Wir haben auch gerade einen 10monatigen Kampf gewonnen. Unser KFO ist nicht mehr in der kassenärztlichen Vereinigung, sie müssen ihn trotzdem zahlen. Ging alles über den MDK.

Bist Du Mitglied in der WRG? Dann hättest Du doch die Unterlagen dort und rufe Regine an. Falls nicht, dann gehe auf die Seite http://www.lkg-selbsthilfe.de/ und frage dort per Mail an oder rufe zu den angegebenen Zeiten dort an. Sie müsste wissen, was zu tun ist und ob es sich lohnt zu kämpfen.

Bei Sabrina ist auch alles zu eng, daher bekam sie vor kurzem die chirurgisch unterstützte Gaumennahterwiterung. Es sind jetzt schon fast 7 mm geschafft. Am 22. bekommt sie die ersten Brackets. Bei der OP haben sie auch unten 2 Zähne gezogen.

Katja
08.08.2005, 18:03
Hallo Karina!
Bei mir war die KFO-Behandlung eigentlich schon abgeschlossen, aber dank eines Retainers muss ich ab und zu nochmal hin. Und immer wieder die Diskussion...
Prinzipiell zahlt die Kasse nicht mehr im Erwachsenenalter, Aber es gibt eine große Ausnahmeklausel, in der Art "bei angeborenen Gesichts- und Kieferfehlstellungen" o.ä.. Darunter fällt auch die LKG-Spalte. Das beurteilt quasi auch der KFO, ob eine Kassenleistung vorliegt oder nicht.

Frag mal bei Deiner Kasse nach, speziell mit dem Hinweis auf die LKGS, und eigentlich müsste das dann durchgehen.

Viel Erfolg!
Katja

Peter Ecker
08.08.2005, 21:48
Hallo,
am besten ist es deinen Kieferorthopäden zu fragen. Wie schon gesagt, kriegt man als LKG-Betroffener unter Umständen auch im Erwachsenen-Alter eine Behandlung bezahlt. Vorher wird die Kasse auf jeden Fall ein Gutachten anfordern. Das heisst, dein Kieferorthopäde schickt deine Kieferabdrücke und anderen Unterlagen an einen Gutachter (einen anderen Kieferorthopäden) und der sagt dann, ob das okay ist. Also müsste dein Kieferorthopäde am besten abschätzen können, ob das Chancen hat oder nicht.
Mit der Zahnversicherung kannst du dir wahrscheinlich abschminken. Sie werden dich nicht nehmen oder praktisch alles ausschließen. Außerdem gibt es eigentlich immer "Wartezeiten", in denen man noch keine Leistungen bekommen kann.
Viele Grüße,
Peter

Karina
21.08.2005, 01:23
Ich wollte mal mitteiloen, was jetzt eigentlich aus meiner KfO-Geschichte geworden ist.
Ich war zur Kontrolle bei meinem Lieblingszahnarzt und den habe ich gleich mal auf die Zahnspangengeschichte angesprochen und ihn gebeten mich weiter an eine Kollegen zu überweisen.

Mein Zahnarzt hat mir von einer Behandlung abgeraten, er meinte, dass das Ganze nicht weiter tragisch aussieht, sondern insgesammt zum OK passen würde. Man müsste wenn auch den OK verändern und das geht nicht, weil ich dort ja alles voller Brücken und Kronen habe. Ausserdem hätte ich so ein positives Auftreten, dass das nicht nötig wäre (das geht einem doch runter wie Öl) Zudem ist fraglich ab das ganze überhaupt so bleiben würde, wenns erstmal gerade wäre und dann wären da ja auch noch die Kosten, die ich wohl doch tragen müsste. Dann hat er noch ein bischen über meinen Perfektionismus gewitzelt und mich die ganze Zeit angegrinst- von wegen Hochglanzmagazingebiss. Naja Recht hat er ja.

Um dem KfO aber das Geschäfft nicht zu vermiesen hat er mir aber noch eine Visitenkarte von einem KfO in Kiel mitgegeben (der in Segeberg ist sehr mies) Ich überlege noch ob ich hingehe, aber ich glaube schon, dass ich auf meinen Zahnarzt hören werde.

MarvinMichels
21.08.2005, 04:13
Also wenn der thread schonmal offen ist wüprde ich doch gleich auch mal ne frage loslassen^^

Also der Chefarzt der Klinik wo ich in behandlung bin hat mich gefragt ob ich (bin schon 19) nun eine Oberkieferkorrektur haben möchte (entscheidet sich alles im Oktober hoffe ich mal), nunja, jetzt ist die Frage, trägt die Krankenkasse die Kosten für diese Operation, muss ich dafür irgendwas machen oder??
Nunja, dann ist da noch die Frage des Zahnersatzes, da mir von geburt an im Obererkiefer knapp die hälfte meiner zähne fehlen (bekomme immer nen schock wenn mein zahnarzt aufzählt, der fehlz und da fehlt einer) wollte ich mal fragen wer die kosten tragen müsste wenn ich Zahnersatz möchte?

würde mich über auskunft freuen^^

mit freundlichen grüßen

Marvin :D

Mathias
21.08.2005, 17:24
Hallo Marvin,
ich beschäftige mich zur Zeit auch mit der Frage einer wahrscheinlichen Oberkiefervorverlagerung. Nach meinem jetzigen Stand ist es so,
dass die Verlagerung des Kiefers von gesetzl. Krankenkasse bezahlt wird.
Zu den Zähnen, kann ich Dir sagen, dass eine Korrektur von Zahnfehlstellungen (mit Spange) bei Erwachsenen ab 18 Jahren nur in Verbindung mit der medizinisch notwendigen Verlagerung eines oder beider Kieferbereiche bezahlt werden. Was den Ersatz von fehlenden Zähnen angeht, erkundigst Du Dich am besten in der Klinik oder beim KFO. Wenn ich richtig verstanden habe, waren bei Dir die Zähne von Geburt an nicht richtig veranlagt, daher denke ich, dass das von der gesetzl. Kasse bezahlt wird. Bei einer Kieferverlagerung muß das Zahnbild in Ordnung sein, daher ist die gesetzl. Kasse in der Regel verpflichtet zu zahlen.
Verweise Dich auch auf www.progenica.de auf dieser Seite findest Du viele weitere Informationen und Verweise auf weitere Seiten bezüglich KFO
usw. - hat mir sehr viel geholfen.
Alles Gute!
Mathias

Leo
12.10.2005, 17:10
Hallo Karina,

meine letzte KFO-Behandlung endete im Erwachsenen-Alter und wurde von meiner Krankenkasse bezahlt.
Mein Zahnarzt (der sich auf Implantate spezialisiert hat) redete mit mir ebenfalls über die Möglichkeit einer Brücke. Dafür ist bei mir allerdings noch eine OP vorher nötig - das warum würde jetzt hier aber zu weit vom Thema abkommen...
Jedenfalls meinte er, dass ich das nur vorher bei meiner KK beantragen müsste und das dies mir dann auch genehmigt und gezahlt werden würde.
Bei einem anderen Zahnarztbesuch (in der selben Praxis) fragte ich seinen Kollegen nach einer Zahnzusatzversicherung, ob sich die für mich lohnen würde. Er meinte dass meine Zähne in sehr gutem Zustand seien und 2. die Krankenkasse bei mir als "Härtefallregelung" bezahlen würde (ich glaube er meinte Brücken, odgl.). Er riet mir deshalb davon ab.
Ich bin jetzt 26 Jahre alt und in der Techniker Krankenkasse (gesetzliche KK) versichert. Momentan ist mein "Bedarf" an weiteren OPs allerdings gedeckt. Wenn ich überhaupt "Lust" auf weitere OPs hätte, dann stünden bei mir allerdings meine wenigen nicht Lehrbuch-gemäß ausgerichteten Zähne ganz hinten auf meiner Prioritätenliste.
Oder wie meine Bekannte es einmal ausdrückte: "Ich habe auch einen schiefen Schneidezahn, aber ich habe trotzdem einen tollen Mann bekommen, 3 gesunde Kinder und ich bin glücklich. Was interessiert mich also dieser Zahn?" Ich finde sie hat recht.