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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : besprechung vor geburt nicht üblich/mit 9 mon. erst op?


emma clara
25.07.2005, 10:37
hallo,

ich habe gerade mit dem marienhospital in stuttgart telefoniert, da wir schon vor der geburt gerne mit dem doc sprechen wollten (wie es dann abläuft etc.). da wurde mir dann gesagt, dass es nicht so üblich ist... und die kinder werden wohl erst ab 9 monaten operiert.
zum einen; ist das wirklich nicht üblich?

ich habe jetzt dennoch um einen termin vor der geburt gebeten, ich soll aber zu dem termin eine überweisung vom kieferarzt oder etc. mitbringen.
???

und mit 9 monaten erst operieren, das scheint mir doch etwas zu lang hin. das kind sollte doch 5 kg erreichen, dann kann es schon operiert werden...
???

bin jetzt ein wenig verwirrt...

Kirsten und Noel
25.07.2005, 11:08
ich habe gerade mit dem marienhospital in stuttgart telefoniert, da wir schon vor der geburt gerne mit dem doc sprechen wollten (wie es dann abläuft etc.). da wurde mir dann gesagt, dass es nicht so üblich ist... und die kinder werden wohl erst ab 9 monaten operiert.
zum einen; ist das wirklich nicht üblich?


Hi,

bin jetzt nicht ganz im bilde - geht es um die besprechung des geburtsablaufs? Das sollte natürlich voher stattfinden...

Die Besprechung des OP-Procederes wird aber sinnvollerweise wirklich erst nach der Geburt stattfinden - noch ist Euer Zwerg ja nicht angekommen und man kann noch gar nicht sagen, welche genaue Spaltbildung in welcher Ausprägung er (oder sie? :) ) mitbringen wird. Und davon hängt der Ablauf ja im wesentlichen ab.


und mit 9 monaten erst operieren, das scheint mir doch etwas zu lang hin. das kind sollte doch 5 kg erreichen, dann kann es schon operiert werden...
???


Úm welche OP geht es denn nochmal? (Allmählich sind wir so viele hier, dass ich schon durcheinander komm :roll: )
Um den Lippenverschluss, oder?
Also grundsätzlich sollte ein Baby 5 kg wiegen, wenn es operiert wird, damit es die Narkose besser verträgt.
Aber wie ich es verstanden habe, ist es beim Lippenverschluss keineswegs von Vorteil, so früh wie möglich zu operieren! Man will ja ein bestmögliches Ergebnis, daher sollte die Lippenmuskulatur des Babys schon gut entwickelt sein durch das Training des Stillens/Trinkens - je besser die Muskulatur ausgebildet ist, desto leichter fällt es dem Operateur, die gespaltenen und zum Teil auf beiden Spaltseiten falsch angeordneten Muskelschlingen zu "entwirren" und zu vereinigen. Darum ist es ja auch u.a. sinnvoll, mit dem Baby zur Castillo-Morales-Therapie zu gehen, da dort genau diese Muskeln angeregt werden und dem Chirurgen so die Arbeit erleichtern.
Einen einheitlichen "normalen" OP-Zeitpunkt gibt es eigentlich nicht, in manchen Spaltzentren wird es mit 3 Monaten, mit 6 oder eben auch erst mit 9 Monaten gemacht...unser sehr spalterfahrener Kfo sagt immer, aus medizinischer Sicht sollten die operativen Eingriffe so spät wie möglich stattfinden - aber aus logopädischer und psychosozialer Sicht wären frühere Eingriffe besser (für die Sprachentwicklung - und die Psyche der Eltern, die sich verständlicherweise bald ein "normal" aussehendes Kind wünschen)...also sind die OP-Zeitpunkte eben Kompromisse. 9 Monate finde ich absolut im Rahmen! Und im Marienshospital wissen sie ja eigentlich, was sie tun (wie man so hört...)

Liebe Grüße von

emma clara
25.07.2005, 11:14
ou, entschuldigung :oops:
war grad so verwirrt, dass ich einfach davon ausgegangen bin, dass mich hier jeder kennt, sorry :oops:

also unsere maus (mädel übrigens :) ) hat wohl "nur" eine lippenspalte. und es ging auch um die klinik für die op der lippenspalte.

...
wir müssen wohl einfach noch viele erfahrungen auf dem gebiet sammeln, denn laut dem grundwissen inzwischen dachte ich schon, dass die kinder sobald wie möglich operiert werden... und dass man sich doch schon vorher bei der spaltenklinik vorstellen kann und auch dort eindrücke sammeln kann...

vielen dank für deine antwort.

Kirstin
25.07.2005, 12:43
Hallo,

ich schon wieder....
ich würde mir an Eurer Stelle überlegen, ob Du nicht im Marienhospital entbinden willst. Die Gyn. soll da sehr gut sein, und dann wäre das mit der Vorstellung auch bestimmt nicht so ein Problem. Die 9 Monate erscheinen mir auch im Rahmen und fürs Marienhospital sprechend, so kenne ich es auch. Das mit dem Termin ist eher seltsam, bei wem und wann hast Du denn den Termin? Ich denke, man wird eben vorher recht wenig sagen können, da es ja immer auch auf die Größe und Ausprägung der Spalte und auf Eure Kleine insgesamt ankommt. Von daher wollen sie Euch da bestimmt nicht mit allen Eventualitäten verrückt machen.

emma clara
25.07.2005, 12:52
hallo kirstin,

also den termin hab ich bei dr. kretschmer. und was ich ja seltsam find, und weiß gar nich ob das geht: wir sollen eine überweisung mitbringen. die werd ich doch bestimmt nicht schon für ein ungeborenes kind bekommen..?

also entbinden würd ich schon gern in der frauenklinik stuttgart, daher auch das interesse am olgahospital. aber du sagst ja schon, die haben wenig mit LKG-spalten zu tun...

Carmen und Fabian
25.07.2005, 22:04
Hallo Maria!

Wir wußten auch schon in der Schwangerschaft von der LKGS unseres Sohnes. Wir haben uns also dann auf den Weg gemacht und uns tatsächlich schon einige Kliniken angesehen und natürlich vorab auch dort einen Termin zwecks Besprechung einer etwaigen OP in diesem KH geben lassen. Mein Frauenarzt hatte mir auf meine Krankenversicherungskarte mehrere Überweisungen an die von mir angegebenen Krankenhäuser ausgestellt und oben auf der Überweisung "prophylaxe" angekreuzt. Das war überhaupt kein Problem. Sollte Dir Dein Gefühl sagen, das Du Dich dort nicht wohl fühlen würdest bzw. ein ungutes Gefühl hast, dann schau Dir ruhig noch weitere Kliniken an. Es gibt so viele Verfahren und Techniken. Es macht halt wirklich fast jeder Arzt anders. Wir haben es halt auch bevorzugt, wenn die OP so mit ca. 3-4 Monaten durchgeführt wird. Manche Krankenhäuser haben zum Beispiel auch keine Kinderstation. Dann lieben die kleinen zwischen den Erwachsenen. Ist natürlich nicht schlimm, aber viele Eltern haben mir gesagt, dass sie es nicht so gut fanden, dass sich die Schwestern - speziell mit den Kleinen - nicht so auskannten.

Kirsten und Noel
25.07.2005, 22:35
Hallihallo,

das Aachener KH, in dem Noel nun schon zweimal operiert wurde, hat auch keine Kinderstation. Allerdings fand ich das überhaupt keinen Nachteil , eher einen Vorteil! Ich hatte für Noel und mich ein Zweibettzimmer alleine (sie hatten auch ein Kinderbett reingschoben, was er aber gar nicht benutzte, er schlief lieber im KiWa oder bei mir :) ), was schon sehr praktisch war - wenn er schrie, musste ich mir wenigstens nicht noch Gedanken um etwaige Zimmergenossen machen. Ich kann auch nicht sagen, dass das Pflegepersonal sich nicht ausgekannt hätte, im Gegenteil, auf einer MKG-Station kommt es ja auch nicht sooo selten vor, dass dort Kinder bzw. Babys sind. Wir wurden sehr gut versorgt, man liess mich aber auch machen, wenn ich das wünschte.
Unsere Alternative war die Uni Köln, hat uns fachlich auch absolut überzeugt, aber was dagegen sprach, war gerade die Unterbringung in der (ziemlich beengten) Kinderklinik: 3 Kinder in einem Zimmer, und wenn die Mutter nachts dableiben will, muss sie auf einer Klappliege nächtigen, die tagsüberzusammengeklappt wird, weil sonst das Zimmer zusteht...
Ausserdem denke ich, dass man auf der Kinderstation ja auch eher weniger Erfahrung mit LKGS-Kindern hat als auf der Station der MKG-Chirugie...
Viele Grüße von

Nicole und Julia
01.08.2005, 10:48
Hallo.. ich war auch in der 20SS Woche beim OPerateur und der sagte uns nur grob was er machen würde, wollte auch keine Bilder zeigen, weil man erst "vor Ort" sehen kann was nötig ist und was gemacht werden soll. Er wollte uns nicht noch weiter verunsichern.

Der zweite wo wir dann mit Jule waren als sie auf der Welt war, war dann auch gleich viel redseeliger, weiß aber nicht wie er es vor der Geburt gehandhabt hätte....

aber denke das es bei vielen so sein wird das man nach Geburt einfach besser bescheid weiß und das Kind anschauen und untersuchen kann und dann einfach genaueres sagen wird!

emma clara
03.08.2005, 15:11
halli hallo,

vielen dank für eure antworten.

ich habe vor einigen tagen nochmal mit dem marienhospital telefoniert. habe den besprechungstermin zwecks spalte auf 4 wochen nach der geburt legen lassen. (also nicht mehr bereits vor der geburt)
diesmal wurde ich auch viel besser informiert dort und mir wurde sogar freundlicher weise angeboten mich immer dort melden zu können, falls ich irgendwelche fragen habe.
und da wir bis jetzt nur das beste von dem marienhospital gehört haben, sind wir dann schon ganz gespannt wie es dann ablaufen würde...

aber jetzt steht erstmal bald die geburt an :eek: :D
diesbezüglich haben wir auch eine sehr gute klinik gefunden wo uns die kleine auf jeden fall nicht weggenommen wird (wie das z.b. in einer klinik, die wir uns angeschaut haben, der fall wäre) und wo man unterstützung beim stillen bekommt. die restlichen fragen werden wir in der nächsten zeit mit einem kinderarzt dort nochmal klären.

übrigens die klinik, wo mir die hebamme auf nachfrage gesagt hat, dass die kleine auf jeden fall dann auf die kinderstation verlegt wird, war die frauenklinik stuttgart. des weiteren hat mir auch diese hebamme das gefühl gegeben: "ihhhh, sie wollen wir hier nicht haben..."
unserer meinung nach war sie doch recht unkompetent, was ich sehr schade fand. vom vortrag (infoabend für werdende eltern) her fand ich die klinik nämlich nicht schlecht... aber das fand ich dann doch ein wenig schade, dass man viell. nicht sagt, 'das muss man dann sehen wie ausgeprägt das ist' oder sonstiges. mehr kam dann auch nicht von ihr, außer "man kann dann ja auch viell. versuchen, ob man stillen kann...".
da fühlt man sich wieder wie so ein sonderfall, den keiner für seine statistik haben möchte oder ähnliches. hat mich doch ein wenig runtergezogen. zum glück haben wir daraufhin gestern noch eine andere klinik besucht...
(musste einfach grad mal raus...)

Kirsten und Noel
04.08.2005, 08:20
Hi,

na das hört sich doch prima an, das wird bestimmt alles gut laufen!!
Dein Erlebnis mit dieser Hebamme ist netaürlich nicht so prickelnd...aber meistens ist es so, dass viele Leute, auch welche, bei denen es von berufs wegen nicht so sein sollte, selbst einfach total hilflos und überfordert sind angesichts einer LKGS, und nicht wissen, was sie zu den Eltern sagen sollen. Versuch, es ihr nicht übel zu nehmen...auch wenn's, wie ich weiss, schwerfällt...

Liebe Grüße von

Corinna mit Pascal
04.08.2005, 17:54
Hallo Maria,
mach dich nicht verrückt vor der Geburt. Es wird schon alles gutgehen.
Als Pascal geboren wurde waren die ganzen Schwestern hinter ihm her obwohl er eine Spalte hatte. Er hat sogar Nachts bei denen im Schwesternzimmer geschlafen. Die waren alle vernarrt in ihn und redeten mir auch ein das dies mit der Spalte doch gar nicht so schlimm wäre. Ich sollte mich nicht verückt machen lassen. Das war für mich einfach toll.

Konstantin
15.08.2005, 21:38
Hallo,

unser Sohn wurde im Alter von 3 Monaten in der Charité in Berlin operiert. Die Frau Dr. Schmidt und Frau Dr. Lauster habe jahrelange Erfahrungen im Bereich LKGS. Die OP ist Ihm sehr gut bekommen und er hat alles gut überstanden. Also Kopf hoch.

Wendy, Frank und Konstantin 05/02 LS links

Kirstin
27.08.2005, 22:29
Hallo Maria,

war leider einige Wochen "Internetlos" und konnte dann nicht nochmals antworten. Dr.Kretschmar ist der leitende Oberarzt im Marienhospital, hat mich auch mehrfach operiert, ich kann ja nur für mich sprechen, aber ich bin sehr zufrieden.
Was mich wundert ist der Termin nun nach der Geburt. Wenn Eure Kleine eine Gaumenspalte hat, wird sie ja sowieso automatisch zur Anpassung der Platte dort hingebracht, und dann geht alles seinen Weg. Aber klar, sicher ist sicher, absagen kannst Du den Termin immer noch.
Falls Du fragen hast oder Du Lust hast, daß wir uns mal treffen, melde Dich ruhig.