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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frau/Mann mit Spalten


Mathias
20.07.2005, 10:36
Hallo,
was mein Ihr: Haben es Frauen mit Spalten leichter akzeptiert zu werden als Männer?
Mathias

Tina & Andy
20.07.2005, 12:05
Oh
Hmmmmmmm.
Also ich glaube das es für weder für Frauen noch für Männer leicht ist.Okay damals als Andy geboren wurde kam ständig der Spruch."Na ein Mann kann sich ja einen Bart wachsen lassen" Aber ob das wirklich hilft????
Ich weiß es nicht.
Aber ist eine Interessante Frage.Mal sehn was die anderen dazu sagen.

Kainzine
20.07.2005, 12:48
Hi Mathias,

also meiner Meinung nach kann man die Frage nicht so pauschal beantworten und sagen Frauen haben es leichter akzeptiert zu werden.
Da ist dann auch die Frage in welche Frage Deine Richtung geht. Meinst Du das jetzt auf der Arbeit oder allgemein Freunde zu bekommen oder von den Menschen allgemein akzeptiert zu werden?
Ich von meiner Seite aus kann nur sagen, daß ich gerade in meinem Beruf ziemliche Probleme hatte am Anfang mit meiner Arbeitskollegin. Sie hat mich deswegen immer dumm angeschaut und ab und zu heftige Sprüche abgelassen, weil sie sich für ziemlich hübsch hält.
Also ich denke, damit ich auf der Arbeit akzeptiert wurde mußte ich eine gute Arbeitsleistung zeigen. Schwierig war das eigentlich nicht, da ich ja schließlich nen Kopf und ein gut funktonierendes Gehirn habe. Von daher war das Thema dort akzeptiert zu werden schnell vom Tisch und ich wurde ziemlich schnell einer von den *Leistungsträgern* auf der Arbeit.
Ich denke eigentlich nicht, daß es Frauen leichter haben akzeptiert zu werden. Es hängt sicher von vielen Dingen ab, zum Beispiel, wie Deine Aussprache ist, Dein Auftreten ist usw.
Ein Kumpel von mir hat z. B. eine doppelseitige LKGS. Ich denke, daß er es schon ein bißchen schwerer hat, weil er ein relativ schlechte Aussprache hat und ihn von daher viele nicht verstehen und sich darüber aufregen, daß er so schlecht spricht. Das hätte bei mir aber genauso der Fall sein können und dann hätte ich sicher auch einige Probleme mehr mit anderen Menschen.
Ich denke, daß es auch auf Dein eigenes Auftreten ankommt. Ich versuche mich möglichst normal zu geben und so zu sein wie die anderen. Wenn ich jetzt wie so ein verschrecktes Hascherl rumlaufen würde ( was ich durchaus eine lange Zeit gemacht habe), hätte ich sicher auch Probleme damit akzeptiert zu werden, da mir die Leute ja schon alleine durch mein Aufteten ansehen würden, daß ich eventuell irgendwie anders bin.
Wenn ich mich selbst auch schon gar nicht akzeptiere und mich für häßlich halte, wie sollen mich dann andere toll finden?
Ich denke mal, daß es da keinen Unterschied zwischen Mann und Frau gibt. Ich denke das ist individuell verschieden.
Hm, naja irgendwie ist das Ganze jetzt glaub gar nich so ne richtige Antwort auf Deine Frage.

Grüße

Andrea

kleinrechner
20.07.2005, 13:06
@Tina: Ich denke, es ist klar, das es fuer beide Seiten nicht einfach ist, ich denke allerdings auch, dass es durchaus Unterschiede gibt.... Allerdings duerte die Loesung sich eine Bart wachsen zu lassen wirklich nicht sondlich viel helfen...

@Mathias: es waere auch interessant, wenn du selber zu deiner Frage stellung nehmen wuerdest!

Ich denke, dass Frauen mit Spalte in unserer Gesellschaft schwerer haben als Maenner. Grundsaetzlich hat die Spalte ja nur einen optischen Effekt (zumindest in den spaeteren Jahren, die psychologische Situation mal bewusst Weggelassen, da die in unserer ziemlich oberflaechlichen Gesellschaft soweiso erst einmal zweitrangig geworden ist), zum anderen natuerlich auch noch der Nebeneffekt der beeintraechtigten Aussprache (also z.B. das Naseln), aber natuerlich nicht in jedem Fall...

Ich will hier ganz bestimmt keine Klischees bedienen oder verbreiten, aber im allgemeinen ist es ja doch so, das Frauen noch etwas eitler sind und eben mehr auf ihr aeusseres Auftreten achten als Maenner (ich rede hier um Durchschnitt, es gibt auf beiden Seiten Ausnahmen). Und da die Spalte nunmal primaer ein optischer Effekt ist, denk ich, ist dies doch ein starkes Manko!
Leider ist es auch immer noch so, dass Frauen auch im Berufsleben viel mehr nach ihrem Aussehen beurteilt werden, als Maenner, da Frauen es sowieso schwerer haben im Berufsleben, ist das auch nochmal ein zusaetzliches Manko.... wobei das jetzt eine Frage waere, die ich nicht beantworten kann, ob es Maenner oder Frauen leichter haben eine Anstellung zu finden, in dem aus Sehen nicht Ausschlaggeben ist...

Zum anderen gibt es ja auch noch, die bereits erwaehnte, Aussprache, da Frauen bewiesener masen die verbale Kommunikation viel wichtiger ist als Maennern (in einigen Witzen wird ja auch behauptet, dass Maenner eigentlich nur mit Brumm-Lauten auskommen wuerden ;-) ), wird dies natuerlich auch noch negativ beeinflusst...

Was man zusaetzlich beruecksichtigen sollte ist das soziale Gefuege, allerdings denke ich, dass das einge Frage ist, die von den weiblichen Betroffenen hier im Forum besser beantwortet werden kann...

cu
Christian

Mathias
20.07.2005, 14:50
Hallo nochmal.
also ich meinte dies hinsichtlich von Partnerschaft Mann:Frau bzw.
Frau/Mann.
Sicherlich kommt auch auf Dein Aussehen an. Ich hatte eine Weichgaumenspalte. Mir wurde von anderen (Kindern, später irgendwie kam das auch im früheren Kollegenkreis rüber und auch sonst), dass ich häßlich sei.
Heute ist mir klar warum. Durch eine Fehlstellung des Kiefers sehe ich noch anders aus, hinzu kommt noch die nasale Aussprache (zwar wird mir immer wieder beteuert sehr gering, aber man merkts halt. Bei der Partnersuche hat mans da sehr schwer, denn da muß eine Frau erstmal dazu stehen, d. h., sie muß sehr sehr sehr selbstbewußt sein um dann sich zu mir zu bekennen..
Mathias

Jasmin
20.07.2005, 15:11
hallo matthias


ich denke man kann es nicht so sagen, wer es leichter hat
mann oder frau, ich habe eine freundin die hat eine doppelte
lkgs, bei ihr sieht man das sofort das sie eine lkgs hatte, bei mir
sieht man die narbe kaum. meine freundin hatte bis jetzt mehr
glück mit männer als ich, also kann man das garnicht sagen
das es frauen leichter haben, bei männern ist das bestimmt
genauso der eine hat mehr glück der andere weniger.
was nützt ein partner der so toll aussieht der aber total
langweilig ist, aussehen ist nicht wichtig.

ich kenne menschen ( haben keine lkgs) die sind vom äußerlichen
total ungepflegt schauen überhaupt nicht schön aus, aber genau
die haben öfters einen partner als die die sehr hübsch sind, das
ist mir schon so oft aufgefallen, warum weis ich nicht.


jasmin :razz:

katha mit ben
20.07.2005, 18:44
huhu,
also ich denke es haben beide seiten nicht leicht, jedoch sind jungs vielleicht nicht so fies, mädchen gerade in schulen können fies werden.
jungs die prügeln sich einmal dann ist meistens die sache vom tisch egal in welcher angelegenheit, und mädchen die hacken auf einander rum.
nicht das ich jetzt wieder mecker bekomme, aber man kennt das gezicke von den mädchen ob schule, beruf-lästern usw. kann sein das ich mich täusche, aber im endefekt haben es beiden nicht leicht, oder? :P liebe grüße katha

Silke
20.07.2005, 22:03
ich habe die erfahrung gemacht, dass die frauen es schwerer haben. mein vetter hatte auch eine lippenspalte und er hat eine freundin davor hatte er auch abund zu was. eine bekannter hat mir erzählt das er keine probleme hätte frauen kennen zulernen. genauso wieviele andere

und bei mir: ich hatte noch nie irgendwas. ich vermisse das auch nicht...

in der schule wurde ich auch meistens von Jungs blöd angemacht. die mädchen haben mich respektiert

Karina
20.07.2005, 22:42
Ich glaube als Frau ist man bei Männern tolleranter, bzw. eine schiefe Nase wird bei Männern als markant empfunden. Ich habe immer das Gefühl Männer brauchen eine Frau zum Vorzeigen (besonders in meinem Alter) und da ist die LKGS schon mal fehl am Platz. Ich finde Frauen sind äußerlichen Macken offener gegenüber, vielleicht ist auch ein bischen Mitleid dabei. Also ich bin der Überzeugung, dass es Männern einfacher fällt mit ihrer "Macke" einen Parter zu finden. Dabei ist es aber wichtig, dass diese selbsttbewusst mit seiner Situation umgehen.

Katja
21.07.2005, 12:16
Hallo Karina!
Als ich den Thread zum ersten Mal las, hatte ich ähnliche Gedanken wie Du.
Ich selbst hatte bisher keine Probleme, einen Partner zu finden, das Ganze hat wohl auch recht viel mit Selbstbewusstsein zu tun.

Aber: Man sieht oft Paare, wo der weibliche Part hübscher ist als der männliche, während andersherum selten gutaussehende Männer graue Mäuse an der Seite haben. Insofern kann ich Dir nur zustimmen!

Viele Grüsse
Katja

LKGS22
23.08.2005, 16:44
Richtig ist natürlich, dass man nicht pauschalisieren darf.

@ Karina: Ich glaube, es gibt auch beim weiblichen Geschlecht sehr, sehr viele für die Äußerlichkeiten über allem stehen. Da gibt es natürlich Männer, die etwas zum "Vorzeigen" brauchen, was makellos sein soll. Bei den Mädels in unserem Alter trifft das jedoch mindestens genauso oft zu.

Es stimmt natürlich, dass eine schiefe Nase beispielsweise bei Männern als markant gilt. Man denke zudem nur an die Burschenschaftler, die sich Salz in die Wunden streuen, nur um härter zu wirken.
Bei der Unterscheidung Mann - Frau finde ich es jedoch wichtiger, dass (auch hier gibt es natürlich Ausnahmen) die Frauenwelt sehr viel mehr auf ihr eigenes Äußeres bedacht ist. So hatte ich noch nie eine Freundin, die mit ihrem Äußeren zufrieden war. Die meisten Mädchen können noch so hübsch sein - sie werden immer etwas finden. Deswegen glaube ich, dass viele männliche Spaltträger weniger darunter leiden als weibliche.

Allerdings denke ich, es kommt immer darauf an, wie selbstbewusst der jeweilige Mensch, egal ob Frau oder Mann, ist.
Mir imponierten eigentlich immer mehr die Mädchen, die mit sich zufrieden waren und vielleicht (Beispiel) ein paar Pfunde zu viel hatten, als die jenigen, die mit Traummaßen ausgestattet waren und jeden zweiten Tag an sich herumgenörgelt haben und schon mit 17 von Schönheitsoperationen sprachen (ich meine keine plastische Gesichtschirurgie wie bei uns)

süsser-lockenkopf19
18.10.2005, 22:35
Ich finde, es kommt immer drauf an, wie gut es denn operiert wurde.

wenn man einen mann mit schlecht operierter spalte gegen eine frau stellt, wo man nur noch ne kleine narbe sieht und alles weitere gerichtet war und sie sich schick zurecht macht, dann könnt ihr euch das ja selbst beantworten :wink:

ausserdem geht es nicht einfach nur um eine schiefe nase, die bei männern hart rüber kommt...sondern narben, (manchmal) schlechtes sprechen und ne andere mimik...


also ich stell beide seiten gleich, es kommt halt immer drauf an...wisst ihr was ich mein?

Anonymous
19.10.2005, 10:53
ich denke es ist nicht nur bei menschen so mit lkgs das
man da auf das äußere guckt, sondern auch bei den gesunden
menschen den einen mag man vielleicht nicht weil er
z.b. segelohren hat, oder weil er zu dick ist.
es ist egal ob mann oder frauen.
innerhalb von drei sekunden entscheidet man ob man einen
leiden kann oder nicht.
auch wenn mir ein mann begegnet ob lkgs oder nicht
mir ist es sehr wichtig wie der rüberkommt, ob der jetzt
freundlich ist oder ob er einfach unfreundlich ist.

jasmin

Christoph
19.10.2005, 13:29
kA.. hab das noch nie aus der sicht einer frau sehen können, bin numal ein mann ;)

naja was ich denke, frauen haben es einfacher mal eben zum make up zu greifen und sich die narben überzuschminken.. was aber nicht wirklich heisst das ich glaube das frauen es einfacher haben, denn die möglichkeit besteht ja auch für männer, dass sie zu make up greifen und das ist ja heutzutage nicht mehr so dramatisch das jemanden zu erklären, wenn man als mann irgenwas überschminkt..

aber das grösste problem mit dem ich zumindest kämpfe, ist eigentlich nicht die aktzeptanz von aussen, dagegen habe ich mich relativ abgeschottet und wer mich aktzeptiert, mit dem unternehm ich halt was, wer nicht den beachte ich gar nicht erst.. und in der heutigen welt, wird später so oder so alles aktzeptiert.. sprich, wenn man erstmal die schule durchgestanden hat, wird man kaum noch probleme mit aktzeptanz haben, da egal ob man nun studiert, eine ausbildung macht oder als hausfrau/mann lebt, man muss im grunde aktzeptiert werden, da sonst das gesamte gesellschaftssystem nicht funktioniert. sprich wer einen job hat muss von seinen mitarbeitern aktzeptiert werden wie er ist, denn er muss zwangsweise die zusammenarbeit hinnehmen..

vielmehr ist das größte problem die selbstaktzeptanz, das eigene "wohlfühlen" oder wie auch immer man das sinnvoll ausdrücken mag, und ich denke nicht, dass es hierbei großartige unterschiede gibt, entweder man kommt damit klar wie und was man ist, oder man hat damit probleme und muss irgendwie versuchen diese aufzuarbeiten.

Kirsten und Noel
19.10.2005, 13:40
Hi Christoph,

was die Selbstakzeptanz, das eigene Annehmen mit allen Körperlichkeiten angeht, da hat wohl jeder Mensch die gleichen Probleme (und wer das leugnet, gibt es bloss nicht zu *g* oder heisst Claudia Schiffer) Ich bin zwar keine grossartige Schönheit :wink: , habe aber auch keinen besonderen körperlichen Makel, eben einfach eine ganz normale Frau, und trotzdem hat es ewig gedauert, bis ich mich in meinem Körper und generell mit mir selbst auch nur einigermassen wohl gefühlt habe. Dabei gab es dafür nicht mal einen besonderen Grund. Wahrscheinlich ist das einfach ein Teil der "human condition", und wir alle müssen damit klarkommen...
Viele Grüße von

kleinrechner
20.10.2005, 10:25
das die Selbstakzeptanz, das eigene Annehmen mit allen Körperlichkeiten angeht, da hat wohl jeder Mensch die gleichen Probleme
eben einfach eine ganz normale Frau
sorry, aber das erinnert mich sehr an die Uebergewichts-Analogie und was ich davon halte weist du ja...

wie du selber geschrieben hast, bist du eine ganz "normale" Frau (die definition von "normal" jetzt mal aussen vor gelassen) und hattest Probleme dich selbst zu akzeptieren, von daher stimme ich dir vollkommen ueberein, dass es die selbe Art des Problemes ist!
Allerdings, wenn du schon Probleme hattest, wie ist es dann erst mit einem offensichtlichem Manko?
Von daher denke ich schon, das wir von einem unterscheidlichen Grad des Problemes reden, weshalb ich die Aussage "die gleichen Probleme" so nicht ganz korrekt (das ist allerdings meine rein subjektive Einschaetzung!)

Und ja, ich bin mir dessen durchaus bewusst, dass es noch durchaus andere Mankos gibt, sie sich nochmal auf einem ganz anderen Grad abspielen, diese wuerde ich aber auch nicht mit einer LKGS gleichsetzten, genauso wenig, wie ich eine LKGS mit den "normalen" Schoenheits-Fehlern gleichsetzten wuerde!

cu
Christian

Christoph
20.10.2005, 14:02
hm.. naja sicher hat jeder irgendwelche stellen an sich, mit denen er (oder auch sie) unzufrieden ist und mit denen er/sie sich nicht 100% glücklich fühlt, aber ich glaube schon dass es ein anderes gefühl ist, ob man nun narben miten im gesicht hat die jeder sehen kann, oder ob man bsp. "zu dick" ist.. sicher ist es genauso ansichtssache, ob es schön ist narben zu haben oder nicht, wie man sich darüber streiten kann, ob nun 1-2 kg mehr oder weniger irgendwas an der schönheit eines menschen ausmachen, aber die narben fallen zumindest, egal ob positiv oder negativ, immer auf, und 1-2kg fallen im normalfall niemanden auf, ausser einem selbst auf der waage.. sicher kann ich mir vorstellen, bzw. habe es auch selbst von einer guten freundin mitbekommen, dass sich viele frauen offenbar einbilden, wenn sie nicht zu 100% dem eigenen schönheitsideal entsprechen, fällt das gleich jedem menschen auf, aber dem ist definitiv nicht so!
sicher es geht um selbstaktzeptanz, jeder hat eine idealvorstellung wie er/sie sich gerne hätte und jeder hat angst, wenn er/sie nicht so wäre, würde man von aussen nicht so aktzeptiert und kann sich deshalb auch selbst nicht so aktzeptieren.. doch wer, wie zb "spaltträger" offensichtliche "makel", "behinderungen" oder wie auch immer hat, für die er nicht im mindesten verantwortlich ist, wo aber genau bekannt ist das sie jeden auffallen müssen und daher jeden beeinflussen könnten, der hat damit numal schwerer zu kämpfen, als jemand der sich unzufrieden fühlt weil er hier und da irgendwelche problemzonen hat und der darauf aus ist, diese problemzonen wegzubekommen und notfalls mit entsprechender kleidung zu kaschieren..

um das mal auf mich zu reduzieren:
ich fand es früher wahnsinnig doof wie ich gesprochen habe und konnte mich dafür überhaupt nicht ausstehen und habe versucht, mein sprechen soweit zu reduzieren wie nur möglich. unterbewusst tue ich dies immer noch und gelte deshalt immer noch als recht schüchtern, zurückhalten, bin auf partys immer der stille der aber alles mitmacht und nie einen einwand hervorbringt.. im internet gibt es aber dagegen verschiedene foren, wo ich verdammt schnell verdammt viel schreibe und verdammt viele gedanken in einen so langen text wie diesen hier quetsche, so dass es viele gibt, die mir schon auf den kopf zugesagt haben, sie würden meine texte einfach nur noch überfliegen..
ich hatte auch mal eine phase, wie sie wohl jeder jugendliche, egal ob männlich oder weiblich mal durchmacht, wo ich mit meinen körper an sich unzufrieden war. jetzt gar nicht mal von meinen narben ausgehend, sondern von meinen körpermaßen.. ich fühlte mich zu klein, fand das ich unschöne beine hatte, war mit meinem bauch unzufrieden. ja ich fand meinen bauch sogar zu dick, obwohl ich eigentlich für meine körpergröße schon immer untergewichtig war. jedes mal wenn ich unter der dusche stand habe ich wieder darüber nachdenken müssen. doch erst als ich mal aus meiner sicht rausgeholt wurde, als ich mit einer meiner damaligen klassenkameradinnen eine sehr gute freundschaft aufbaute, und sie auf einmal damit anfing, dass sie zu dick sei und dass sie irgendwas tun wolle, und dass ich mir jawohl garkeine gedanken machen brauche um meinen körper, wenn ich auch nicht wie ein topathlet aussehen würde, so doch zumindest definitiv nicht zu dick.. erst da bin ich aufgewacht und mir ging ein licht auf wie albern diese betrachtung eigentlich war.. ich habe versucht mit ihr darüber zu reden und kann nur für sie hoffen, dass sie es inzwischen auch verstanden hat und ihren körper inzwischen auch für "gut genug" hält, wie er eigentlich schon immer war..

Ritschie
20.10.2005, 15:31
Hier mal ein Zitat aus einem Artikel (www.stern.de...):

"Zu 50 Prozent ist unser Selbstwertgefühl genetisch vorgegeben.
...

Das Bemerkenswerte: Heute wissen wir, dass der Weg in die eine oder andere Richtung bereits im Alter von fünf Jahren im Wesentlichen vorgezeichnet ist.

Forscher erkannten, dass die durchschnittliche Stärke unseres Selbstbewusstseins, von ihnen "Selbstwertgefühl" genannt, zu etwa 50 Prozent genetisch vorgegeben ist.
Ob es sich besonders positiv ausprägt oder eher schwächelt, entscheidet sich früh: Über die künftige "Alltagslage" unseres Selbstwertgefühls bestimmen frühkindliche Prägungen (bis zum Alter von etwa fünf Jahren) mit weiteren 30 Prozent mit. Die verbleibenden 20 Prozent werden später durch Elternhaus, Freundeskreis und Schule bestimmt.

Nach Abschluss der Adoleszenz mit Anfang zwanzig hat sich die Persönlichkeit ausgebildet. Damit ist weitgehend festgelegt, in welchen Rahmen sich unser Bild von uns selbst fügt. Selbstverständlich kann sich das, was sich innerhalb dieses Rahmens ausdrückt, über die Jahre deutlich verändern. Es ist abhängig von vielen äußeren Umständen, besonders davon, wie viel Bestätigung wir in unserem jeweiligen Lebensumfeld finden können. Doch der Rahmen selbst ist kaum noch zu sprengen - allenfalls mit Hilfe einer intensiven Therapie lässt sich die Struktur der Persönlichkeit verändern.

Eine entscheidende Rolle spielt die Bindung an eine Bezugsperson.

Die Ausprägung unseres Selbstbewusstseins setzt unmittelbar nach der Geburt ein, doch erst im Alter von etwa zwei Jahren scheinen Kinder ein positives Selbstwertgefühl zu empfinden - sie freuen sich über Erfolge. Vor einem schlechten Selbstwertgefühl sind sie noch etwa ein halbes Jahr geschützt: Es kann im Alter von etwa zweieinhalb Jahren in ihr Leben treten. Basis des Selbstwertgefühls ist das Selbstvertrauen: Ein Säugling muss darauf bauen können, dass seine Eltern verlässlich sind, dass Bedürfnisse, die er noch nicht artikulieren kann, verstanden und befriedigt werden. Er überträgt dieses Vertrauen auf andere Menschen und schließlich auf sich selbst: "Wenn andere vertrauenswürdig sind, dann bin ich es auch", ist die Erkenntnis. "Selbst-Vertrauen" entsteht.

Auch die Bindung an eine Bezugsperson, in der Regel die Mutter, spielt eine entscheidende Rolle für die Ausbildung eines guten Selbstbewusstseins. Voraussetzung dafür ist der angemessene Umgang mit den Stimmungen des Kindes: Die Mutter nimmt dessen Wut, Angst oder Trauer wahr, deutet sie richtig und versteht es, das Kind zu beruhigen oder zu trösten. Kinder mit einer sicheren Bindung sind schon im Kindergartenalter besser in der Lage, Konflikte zu lösen, sie sind interessierter, fantasievoller, ausdauernder und fröhlicher.

Im Alter von fünf Jahren sind die entscheidenden Muster für den Umgang mit Emotionen gefestigt. Dem entspricht die Ausreifung des Gehirns: Die Differenzierungen im Gehirn eines Fünfjährigen entsprechen bereits zu 90 Prozent denen eines Erwachsenen. Wer bis jetzt ein gutes Selbstbewusstsein ausbilden konnte, hat die besseren Voraussetzungen für ein gutes Leben.
... "

Mathias
20.10.2005, 18:38
Hallo Ritschie,
es ist sehr interessant, was Du geschrieben hast.
Ich denle.aúch aus eigener Erfahrung, dass vieles durch die Kindheit geprägt wird.
Mathias

Anonymous
20.10.2005, 21:30
Hallo!

Als ich 5 war, war ich alles andere als selbstbewusst. Ich kann mich noch lebhaft an die Kindergartenkinder erinnern, wie sie mich hänselten. Freunde hatte ich auch keine richtigen. Ich hatte im Prinzip immer nur mit Kindern zu tun, die auch nicht intergriert waren oder bei den Erziehern unbeliebt. Meistens habe ich mit Mama und Papa gespielt oder ich war bei meinen Großeltern. Daran hat sich auch lange nichts geändert. Die erste Zeit im "Westen" war für mich dann auch noch mal besonders schwer. Heute bin ich sowas von froh, dass ich das überwunden habe. Ich habe Selbstbewusstsein, schäme mich nicht für mich selbst und habe anderen bewiesen, dass ich "es kann". Vor ein paar Jahren habe ich gedacht, ich würde niemals unbefangen mit Jungs reden können, das fiel schon mit anderen Mädchen schwer genug. Ich bin dafür vielen Menschen sehr dankbar meiner Familie, Freunden, meiner Gesangslehrerin und Ärzten und ich bin auch stolz auf mich. :D

Anonymous
20.10.2005, 21:32
und wer bist du??? :D

:P

Karina
21.10.2005, 13:16
Na ich! -komisch könnte schwören, ich war eingeloggt.