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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zeichensprache/Gebärden


Nadia
10.05.2005, 04:53
Wird in Deutschland Zeichensprache geuebt mit unseren Kindern? Was ist so die generelle Meinung?
Hier wird Zeichensprache lernen bei den Sprachtherapeuten sehr ermutigt. Aidan (18 Monate) kann etwa 15 Zeichen (Buch, Auto, Music, Milch, mehr, Cookie, bitte usw.) Jetzt nimmt er seine Zeichen immer weniger und sagt stattdessen Worte. Das ist wohl die Idee - erst das Zeichen - dann das Wort.
Das Problem ist nur das seine Worte all mehr oder weniger gleich klingen: Buch, Bus, Ball, bye-bye und Mehr klingen z. B. alle wie "Ma!". Er kann noch kein b, d oder ein gutes o oder i. So, wir wissen nun nicht mehr so leicht was er will - was sehr frustrierend ist fuer uns alle. Manchmal waere es mir schon lieber er wuerde seine Zeichen benutzen.
Nadia

Kirsten und Noel
10.05.2005, 09:08
Hi Nadia,
Babyzeichen sind hier in Deutschland leider nicht so verbreitet wie in den USA - man wird zum Teil ganz schön belächelt, wenn man sich mit seinem Baby so verständigt. Ich hatte das Glück, zufällig auf das Buch "Babysprache" zu stossen, als´ich mit meinem ältesten Sohn schwanger war, und habe das von Anfang an praktiziert. Bei Noel lege ich natürlich besonderen Wert darauf, um seine Kommunikationsbereitschaft zu fördern. Er "kann" zur Zeit Zeichen für "mehr", "essen", "trinken",
"wickeln", "singen", versteht aber noch wesentlich mehr Zeichen. Macht echt Spass! Hast Du eine Anleitung für die Zeichen von Eurem Sprachtherapeuten? Würde mich sehr interessieren!
Das Buch, nach dem ich so vorgehe, findest Du bei den Literaturtipps -

http://www.lkgs.net/showthread.php?p=43012#post43012

Liebe Grüsse von

martin mit marek
10.05.2005, 09:31
hallo nadia

ums mal etwas provokativ zu formulieren - zeichenspache, wozu ? wir haben doch einen mund zum sprechen.

oder anders gesagt - würdest du dir wünschen, wenn dein kleiner mann laufen lernt und dabei der öffteren böse auf die nase fällt, das er lieber weiter krabbelt ? zum schluss würde die gesammte menschheit wieder auf allen vieren laufen - welch eine vorstellung.

sprechen lernen braucht zeit. soetwas fällt ja nicht vom himmel. und es ist doch wunderbar, du musst dich nun, durch den umstand das du deinen sohnemann nicht auf anhieb verstehst, doch wesentlich intensiver mit ihm auseinandersetzen.
mir jedenfalls macht es richtig spass, wenn mein kleiner irgend etwas interessantes entdeckt hat, und mich fingerzeigend und mit irgendwelchen undefinierten lauten darauf aufmerksam machen will, zu erraten was er denn nun meint. ich frage ihn dann immer aus was er denn nun genau gesehen oder gehört hat. war es nun das vorbeifahrende auto, oder der fussgänger mit seinem hund, oder oder oder.

in diesem sinne - nehm dir die zeit und schenk ihm deine aufmersamkeit. es wird ihm richtig gut tun, und das sprechen kommt dann fast von ganz allein.

gruss aus münchen

martin :)

Kirsten und Noel
10.05.2005, 10:09
Hallo Martin,
Zeichen sind die älteste Form der Kommunikation, älter als die gesprochene Sprache!
Tatsächlich fördert alles, was der Kommunikation dient, auch das Sprechen. Im Babyalter ist fast alles Kommunikation: Körperkontakt, Blicke, und eben auch Zeichen! Jedes Baby benutzt Zeichen - winke-winke und hallo beherrscht sicher jeder kleine Krabbler. Babyzeichen sind die Erweiterung davon. Sie ermöglichen dem Kind, sich verständlich zu machen, noch bevor es die sehr komplexen Muskelbewegungen beherrscht, die zum Sprechen nötig sind. So begreift es viel früher, was Kommunikation ist und wird frühzeitig dazu motiviert, sich mitzuteilen und auszudrücken. Denn Sprechen ist sehr viel mehr, als bloss Laute zu formen!! (So gesehen, müsste es eher heissen - wir haben einen Körper, um uns auszudrücken :wink: ) Es gibt in den USA inzwischen einige eindrucksvolle Studien, die belegen, dass Kinder, die im Babyalter Zeichen verwendeten, nicht etwa später, sondern viel früher als Vergleichsgruppen ohne Zeichen sprechen lernten!! Sie hatten einen größeren Wortschatz, bildeten früher Zwei-Wort-Sätze und konnten früher komplexe Sätze mit grammatikalisch korrekten Strukturen bilden.
Gerade unsere Spaltkinder können davon profitieren! Sie können die Grundlagen der Kommunikation mit Hilfe der Zeichen erlernen und sich so, wenn diese Phase beginnt, ganz auf das Erlernen einzelner sprachlicher Laute konzentrieren.
Wieso muss man sich intensiver mit dem Kind auseinandersetzen, wenn man es nicht versteht??? Das ist doch sowohl für Mutter und Kind eher eine Frustration! Erfolgserlebnisse (Mama hat mein Zeichen verstanden! Ich kann meine Umwelt mit Hilfe dieses Zeichens beeinflussen!!) fördern doch viel eher die Eltern-Kind-Beziehung und motivieren das KInd, auf dem Weg der Verständigung weiterzugehen, sprich: sprechen zu lernen.
Mein Sohn David hatte als Einjähriger einen Riesenwortschatz von Babyzeichen. Jetzt, als 5jähriger, spricht er nicht nur wie ein 10jähriger, sondern er hat sich vor bem halben Jahr selbst perfekt Lesen beigebracht. *angeb*...nur um zu zeigen, dass Babyzeichen das Kind nicht für das Sprechen "verderben", sondern es im Gegenteil sogar fördern und unterstützen!!

Viele Grüsse von

Anonymous
10.05.2005, 12:58
Hallo Nadia,

vor ein Paar Wochen wusste ich nichts von dieser Zeichensprache, bis ich eine Doku im Fernsehen darüber gesehen habe, alle Achtung. Da war ein 6monatiger Junge der schon 10 Zeichen kannte, hunger, durst, und so weiter. Ich finde die Zeichensprache für Babys einfach klasse, und kann nur dem Zustimmen, was Kirsten geschrieben hat. Schade, das ich nicht früher von der Zeichensprache erfahren habe, wäre sicher interessant gewesen, wie Florian damit zurecht gekommen wäre!

Nicole und Julia
10.05.2005, 15:58
Hallo, ich habe auch das erste mal von Kirsten darüber gehört.....

ich brauchte das bei Jule nicht, sie sprach mit 10-11 Monaten schon sehr viele Wörter so das ich sie verstand und teils auch so deutlich das andere sie verstanden. Klar sie hat auch Laute wie K und G die erst jetzt bei vielen Wörter klappen, F und W sind wegen der Oberkieferrücklage teils etwas schwierig und werden mehr mit den Lippen als mit den Zähnen gesprochen, aber sie spricht für ihr alter sehr deutlich und kann in ganzen Sätzen reden, schon bevor sie zwei war. Drum haben wir uns immer mit der normalen Kommunikation beschäftigt und waren auf anderes nie angewiesen. Klar habe ich Fingerspiele und Kniereiter mit ihr gemacht, aber so richtig wie "Vokabeln" oder so hab ich Zeichen nie mit Sprache verbunden. (sie sagte mir eh mit 10 Monaten ´"heiß"... wenn das Essen noch nicht mundgerecht war) Sie wußte bei Hoppe Hoppe kommt irgendwann das Plumps und das macht spaß, sie kennt winke winke, oder Küßchen, oder Ei für streicheln... aber wie gesagt, so richtig nach Lehrbuch haben wir das nie gemacht!

Julia hat sich nie mit "Ähhhh" oder "uhhhh" verständlich machen wollen, sie hat immer versucht zu reden, und ich habe gedeutet und meist so verstanden wie sie wollte, drum zum Glück auch keine Wutanfälle die nun schon öfter werden, das sie reden kann und leider nicht immer bekommt was sie fordert! :D :evil:

Wenn bei deinem Sohn noch der Gaumen auf sein sollte dann ist es normal das er kein B und P sprechen kann oder es ihm schwerfällt, das alles wie Mama klingt mit 18 Monaten... kenn ich von meiner großen die dann aber die anderen Wörter sehr schnell drauf hatte.
Wenn er zweisprachig erzogen wird ist es eh noch was anderes und das Sprechen wird noch länger dauern als wenn er nur eine Sprache lernen müßte!

Kirsten und Noel
10.05.2005, 18:15
Hi Nicole,

nach Lehrbuch soll das Ganze auch gar nicht passieren - ist eher ein spielerisches Verständigen, bei dem beide Parteien sich besser aufeinander einstimmen. Bei den Babyzeichen geht es übrigens auch gar nicht um das Einüben von Lauten, sondern eher um das Begreifen von sprachlichen Konzepten! Die Zeichen erlauben einen Einblick in Babys "Denke". Ich will ja hier gar nicht propagieren, dass bitteschön alle Babyzeichen mit ihren Kindern praktizieren sollen :wink: Aber sie sind eine hervorragende und spannende vorsprachliche Förderung und machen zudem auch noch mächtig Spass! Ausserdem find ich es schon sehr praktisch, dass mein Sohn, der noch nicht über Worte verfügt, mir genau mitteilen kann, was er möchte. Das wird ihn dazu anfeuern, seine Kommunikatinsfähigkeiten noch weiter auszubauen...und ich musste Martins Postulat, Sprechen habe nur etwas mit dem gesprochenen Wort zu tun, unbedingt widerlegen...das wird sicher jede Logopädin bestätigen!
Ich find es immer sehr schade (damit mein ich natürlich nicht Dich Nicole! :) ), wenn man ungewohnte Ideen einfach deshalb abtut, belächelt oder als falsch hinstellt, eben einfach weil sie ungewohnt sind.
Da schon der Vergleich mit dem Krabbeln fiel: wir verbieten unseren Kindern doch nicht das Krabbeln, aus Angst, dass sie dann nicht das Laufen lernen! Im Gegenteil, wir wissen, dass das Krabbeln, das allerbeste Training für den Gleichgewichtssinn ist und dass ein fleissiger Krabbler später umso besser laufen wird! So ähnlich ist es auch mit den Zeichen - ein fleissiger Babyzeichenbenutzer wird durch das Kommunikationstraining der Zeichen später ein umso besserer "Redner" sein! Nach den Zeichen kommt meist die Phase, wo Zeichen und Gesprochenes parallel benutzt wird; danach gibt das Kind die Zeichen nahc und nach auf, in dem Maße, in dem es die gesprochene Sprache meistert. In meinem Freundeskreis haben einige die Idee aufgegriffen und waren/sind alle restlos begeistert von ihren mitteilsamen Kindern...
Sorry dass ich mich hier so reinhänge, aber da die Zeichen hierzulande keine Lobby haben, muss ich mich einfach ein bisschen für sie stark machen!
Liebe Grüße von

Doreen mit Elisei
10.05.2005, 20:23
Hallo Ihr Lieben, wir sind ja auch solche Zeichenbenutzer und davon sehr begeistert.
Angefangen hat es mit Naima (Down Syndrom), die aus Frust weil sie nicht verstanden wurde alles um sich warf und immerzu rumschrie. Wir haben dann angefangen ihr die wichtigsten Sachen, wie Essen, Trinken, Spielen.. als Gebärde beizubringen, hat bißchen gedauert, aber als sie es erst mal begriff, war sie von einem Tag auf den anderen wie ausgewechselt, vorbei die Aggressionen. Mittlerweile hat sie einen Gebärden-Wortschatz von ca. 70-80 Begriffen, die sie in bis zu Drei-Wort-Sätzen anwendet. Interessanterweise hat sie die Worte, die sie als Gebärde kennt zuerst sprechen gelernt. Und wie Kirsten es beschreibt erst nur Gebärde, dann parallel und zum Schluß nur gesprochenes Wort. Das ist ja das wo wir hinwollen und ich kann sagen, es klappt super und wir sind alle glücklich damit. Es geht ja auch nicht darum alles Worte eines Satzes zu zeigen, sondern nur einzelne wichtige Begriffe, die deutlich machen worum es dem Kind geht.
Bei Elisei haben wir so nebenbei auch angefangen mit Geärden und er kann jetzt auch schon einige, z.B. heiß, fertig(alle alle), trinken...
Neulich habe ich ihm sein Mittagsessen hingestellt, er fing an und zeigte dann sofort "heiß" und es war wirklich so. Der kleine Kerl war mächtig stolz auf sich, dass er mir "sagen" konnte, dass das Essen noch zu heiß ist. Sprachlich ist er dazu noch nicht in der Lage.
Also, ich kann es nur jedem empfehlen, gerade auch wenn man den Eindruck hat, dass das Kind noch nicht so recht mit Sprechen anfängt, wo andere schon am Plappern sind.

Nicole und Julia
10.05.2005, 20:56
Hihihi, Kirsten... du bist ja voll involviert... sag ja nicht das es schlecht ist oder so...sag halt nur das wir es bisher nicht gemacht haben und nun auch nicht mehr brauchen und unsere Kids alle recht früh und gut sprechen gelernt haben, auch ohne diese Zeichensprache... denke für Kinder die sich lange mit Kommuniktion schwer tun ist es bestimmt ein toller weg sich endlich verständlich machen zu können.... aber wenn es auch ohne geht, dann ist es ja auch nicht schlimm, oder????

Komischerweise habe ich Jule und auch Floh (bei Cecile ist es zu lange her) immer gut deuten können was sie wollten und sie kamen nie in Rage weil ich nicht begriff was sie haben wollten oder ausdrücken wollten. Vielleicht macht es auch dieses Verständnis meinerseits aus, das ich dann in Worten umschrieben habe, das sie so früh hat Sprechen lassen..... sie fühlten sich verstanden und wollten diesen Weg weitergehen.... besser als Schreien und nicht vertanden werden... :D

Doreen mit Elisei
10.05.2005, 21:17
Hallo Nicole,
Naima war ja auch schon um einiges Älter und ihr Sprachverständnis war schon sehr gut. Bei ihr wird es immer eine Diskrepanz zwischen Verstehen und selber sprechen können geben. Damit müssen wir leben, aber mit Gebärden tut sie sich um einiges Leichter.
Wenn meine Kinder mit 10 Moanten schon gesprochen hätten, hätte ich wahrscheinlich auch nicht angefangen mit den Zeichen, aber Eli redet ja auch noch sehr wenig und kann sich so schon bißchen besser ausdrücken.

Anonymous
11.05.2005, 04:11
nach Lehrbuch soll das Ganze auch gar nicht passieren - ist eher ein spielerisches Verständigen, bei dem beide Parteien sich besser aufeinander einstimmen. Bei den Babyzeichen geht es übrigens auch gar nicht um das Einüben von Lauten, sondern eher um das Begreifen von sprachlichen Konzepten!

Kirsten - vielen Dank fuer Deine Kommentare zum Thema. Bin natuerlich im Einverstaendnis. Ich wollte nur hinzufuegen der Klarheit wegen, das man, wenn man eine Zeichen benutzt, IMMER auch das Wort sagt.

In Aidan's Fall wollten wir Kommunication ueberbruecken und das Konzept von Sprache beibringen damit er an seinen articulationsschwierigkeiten aufholen kann ohne zu frustriert zu werden. Aber er hat halt zur Zeit nicht viel Geduld mit den Zeichen - ich hoffe es ist nur eine Phase....

Wir haben mit einmal die Woche Speech therapy angefangen und hoffen das er bald aufholt und die Laute und Worte bald auch besser kommen.

Wir haben 2 Bilderbuecher von unserem ST die wir mit ihm gelegentlich ansehen - haben uns aber die meisten Zeichen selber von einer website abgeguckt, wo sie vorgemacht werden: http://www.signwithme.com/002_browse_signs.asp
Und wir haben auch eine DVD - "Talking Hands" welche Aidan ueberalles liebt und mehrmals die Woche anschaut. Kleine Kinder stellen die Zeichen dar und ich glaube das half ihm sehr zu lernen

Nadia

Anonymous
11.05.2005, 04:51
ums mal etwas provokativ zu formulieren - zeichenspache, wozu ? wir haben doch einen mund zum sprechen.martin :)

Hello Martin,
Ich glaube Kirsten hat das Prinzip der baby sign language sehr ausfuerlich erklaert und ich habe dem auch nichts weiter hinzuzufuegen. Ausser - ja - deine e-mail war provocativ - No kidding!! :wink:
Aidan hat fuer sein Alter (18 Monate) einen guten passiven und abstrakten Wortschatz und - dank seiner Zeichensprache und word approximations koennen seine Sprachtherapeuten sehen, das er kommunizieren kann und will.


in diesem sinne - nehm dir die zeit und schenk ihm deine aufmersamkeit. es wird ihm richtig gut tun, und das sprechen kommt dann fast von ganz allein.martin :)

Nicht das ich mich dazu wirklich verteidigen muss, aber Aidan bekommt alle Aufmerksamkeit in der Welt und das bedeuted leider nicht unbedingt, das das Sprechen ganz von alleine kommt. Er wurde kuerzlich mit articulation delay diagnostiziert und bekommt nun woechentlich Speechtherapy. Alle Kinder sind anders...Sein Mund kann sogar relativ einfache Laute noch nicht produzieren. Deswegen klingen viele Woerter wie MA mit verschiedenne Intonationen. Wir haben kein b, p, d, i und u und er braucht da eben extra Hilfe.

Kannst du Dir vorstellen, wie mein Mann darauf warted, das er endlich Daddy sagt (und nicht nur aya)?

Nadia

Anonymous
11.05.2005, 04:58
Schade, das ich nicht früher von der Zeichensprache erfahren habe, wäre sicher interessant gewesen, wie Florian damit zurecht gekommen wäre!

Maria,
du kannst eigenltich jederzeit damit anfangen, wenn du denkst das es Florian hilft zu kommunizieren und Dein Sprachtherapeut damit ok ist.
Wir haben mit Mehr und Milch angefangen, dann Essen und All done und jetzt "reden" wir schon ueber Autos, Flugzeuge, Fishe, Tiger usw :)
http://www.signwithme.com/002_browse_signs.asp
Nadia

Anonymous
11.05.2005, 05:11
Wenn bei deinem Sohn noch der Gaumen auf sein sollte dann ist es normal das er kein B und P sprechen kann oder es ihm schwerfällt, das alles wie Mama klingt mit 18 Monaten...
Wenn er zweisprachig erzogen wird ist es eh noch was anderes und das Sprechen wird noch länger dauern als wenn er nur eine Sprache lernen müßte!

Nicole, ich freu mich sehr das Julia so gut spricht - FANTASTIC!!
Aidan's Gaumen ist repariert und sieht soweit auch ganz gut aus. Schoen lang und beweglich und keine Restloecher (fistulas) ausser 2 kleine, ganz vorne weil der Gaumen noch nicht repariert ist. Das soll die Sprache aber nicht beeinflussen.
Wir lesen ein paar deutsch Kinderbuecher und singen Lieder aber so richtig zweisprachig laeuft das hier nicht. Wir haben genug Problem mit dem Englich lernen, you know, da will ich ihn nicht noch mehr verwirren. Sobald er ein bischen aufholt mit seinen Lauten, werden wir das mit dem deutsch lernen besser machen :)
Nadia

Kirsten und Noel
25.05.2005, 13:08
Hi,
ich find's ein bisschen schade, dass dieser Thread verschoben wurde, denn ehrlich gesagt find ich ihn kein bisschen OT! Vor allem, da die Beiträge hier ja nach einiger Zeit gelöscht werden, was ich serh schade finde, denn bloss weil die Babyzeichen im deutschsprachigen Raum (noch) keine Lobby haben, können sie trotzdem eine sehr wichtige und hilfreiche Form der Frühförderung gerade für Spaltkinder sein. Vielleicht kannst Du, Maria, den Thread ja ins Logopädie-Forum stellen? Ich finde, da gehört er dringend rein!
Liebe Grüße von

Doreen mit Elisei
25.05.2005, 13:19
Ja, ich dachte auch, ich guck nicht richtig, denn Off Topic ist das ja nun auf keinen Fall. Bitte, Maria, schieb es zu mir in die Loogpädie.

Nicole und Julia
27.05.2005, 10:15
he das hab ich ja jetzt erst gesehen... was macht das Thema denn hier???????? :eek:

Ich denke auch es gehört zur Logo... hier wird es doch gelöscht nach 21 Tagen oder???? Ne ne ne...das möchte ich auch keinen Fall!

Kirsten und Doreen, geb euch zu 1000% Recht!

Darf ich hier doch wieder MOD sein... dann schau ich schon nach dem Rechten was weg sein darf und was nicht!

Gerda mit Luca
27.05.2005, 13:22
Hallo zusammen,

schade daß ich nicht früher gewußt habe daß es eine Zeichensprache gibt. Meine Jungs sind ja untereinander recht kommunikativ (allerdings in ihrer Sprache) und mit mir reden sie nur das Nötigste. Grad bei Luca wäre es eine große Erleichterung.

Eine Frage hätte ich allerdings dazu : Sind die Zeichen identisch mit denen der Zeichensprache für Taubstumme ? (wäre doch genial :-) )

Wir werden jedenfalls jetzt "Elternberatung" beim Logopäden bekommen. . . auch wenn bei Linus langsam der Wunsch wachwird auch mit mir zu reden *freumich* und Luca hin und wieder ein Wort zu mir sagt.
Daß sie viele Wörter kennen kann man merken wenn wir Bilderbücher zusammen anschauen. Sie zeigen auf jeden gefragten Gegenstand und holen, auf Nachfrage, auch Sachen nach denen man sie fragt.

Viele Grüße "in die Runde"
Gerda

Doreen mit Elisei
27.05.2005, 13:30
Hallo Gerda, ja bei Naimas Begärdensystem sind es Zeichen aus der offiziellen Gehörlosensprache. Es gibt Wenige, die vereinfacht wurden, weil sie für ein kleines Kind vom motorischen her zu schwierig zu sagen sind.
Kirstens Buch kenne ich nicht, aber egal, viele Zeichen kann man sich ja selber ausdenken, da die Kinder dazu ja immer noch das gesprochene Wort haben und irgendwann das Zeichen nicht mehr benutzen. Bei gehörlosen Kindern muß man natürlich von anfang an die Orginalzeichen verwenden.

Resa
16.10.2006, 16:58
Ich habe auch gehört, dass Zeichensprache allgemein bei Sprachschwierigkeiten günstig ist, da Kommunikation und Sprache unabhänig voneinander funktionieren. Ist diese Zeichensprache an die deutsche Gebärdensprache (DGG) angelehnt, oder ist das eine eigene (eher lautbegleitende) Zeichensprache?

Kirsten und Noel
17.10.2006, 09:35
Resa, wenn Du Dir den Thread durchliest, wird eigentlich ganz gut klar, wie es gemeint ist, wenn Du dann noch spezielle Fragen hast, kannst mir gern ne PN schicken!

Pia und Ellen
18.10.2006, 10:56
Hallo,
ich gebe auch mal noch meinen Senf dazu. Ich finde Gebärdensprache auch nicht schlecht. Allerdings habe ich weniger mit den Gebärden für ganze Worte Erfahrung, aber in vielen Grundschulen wird das Alphabet mit Gebärden gelernt. Viele Kinder haben nämlich weniger das Problem zu reden, als viel mehr das Problem "richtig" zu hören. Da wird aus >komm her< ganz schnell >tomm her, oder domm her< . Einfach nur weil die kinder es nicht richtig verstehen und es sich dann auch noch falsch einprägen. Wenn man nun eine Gebärde für den jeweiligen Buchstaben dazu hat, dann ist es für das Kind besser das Wort richtig umzusetzen.

Andrea
18.10.2006, 18:57
Es gibt zwei Gebärdensprachen:

1. die der Gehörlosen, bzw. Schwerhörigen (noch längst nicht jder Gehörlose ist auch stumm), die nennt die DGS = Deutsche GebärdenSprache


2. dann die LBG = Laut Begleitende Gebärdensprache

Resa
23.10.2006, 11:43
Also, DGS kenne ich auch. Deshalb habe ich ja gefragt, ob diese Zeichen zur Gebärdensprache gehören. Ich besuche jetzt sogar an der Uni den Gebärdensprachkurs für Fortgeschrittene. Die DGS hat eine eigene Grammatik und sollte nicht unterschätzt werden. Das ist wirklich eine eigene Sprache und nicht nur irgendwelche Zeichen. In diesem Semester besuche ich auch ein Seminar das sich "linguistische Grundlagen der DGS" nennt. Da lerne ich dann noch mehr Grammatik. Es ist alo wichtig, zwischen Kommunikation und Sprache zu unterscheiden, denn das sind zwei unterschiedliche Module. Wenn die Sprache gestört ist, dann kann die Kommunikation doch funktionieren. Ach ja: Gehörlose wollen wirklich nicht als "stumm" bezeichnet werden, denn DGS ist ja auch eine Sprache und deshalb können sie ja sprechen - nur halt nicht mit Lauten. Sonst würde man praktisch DGS nicht als Sprache anerkennen. Ich glaube, was die Kinder da beigebracht bekommen, ist etwas anderes als deutsche Gebärdensprache, oder?

Kirsten und Noel
23.10.2006, 11:50
Hallo Resa,
soweit ich weiss, hat Doreen bei ihrem Sohn (und ihrer Tochter) die sogenannte "Gebärdenunterstützte Kommunikation" praktiziert, dazu findest Du genauere Info hier:
http://www.ds-infocenter.de/seiten/GuK/GuK_Start.htm

Ich selbst habe bei meinen Kindern (bei allen, nicht nur bei No) eigentlich das gleiche Prinzip angewandt und bin dabei mehr oder weniger nach diesem Buch vorgegangen:

"Linda Acredolo/Susan Goodwyn - Babysprache. Wie sie sich mit Ihrem Baby unterhalten können, bevor es sprechen lernt"

Wenn man das nur innerhalb der Familie mit normalhörenden Babys macht, um detaillierter mit ihnen kommunizieren, bevor sie der gesprochenen Sprache mächtig sind, ist es eigentlich egal, was für Zeichen man nutzt, wobei ich die vorgschlagenen im Buch schon ganz gut fand - und meine Babys haben immer auch eigene Zeichen erfunden, waren da sehr kreativ.
:hallo: Jetzt etwas klarer geworden?

Resa
27.11.2006, 10:43
Danke für den Link. Ich werde mal nachschauen.

Bassmeister
04.12.2006, 10:16
Ich denke mal, daß diese Sache eigentlich zwischen Mama und Kind ganz unbewußt sowieso läuft und daß die Verfasser des Buches eigentlich nur eine natürliche Sache eben bewußt machen und in ein System bringen.

Außerdem ist das bestimmt auch fein um vielleicht später auch mit gehörlosen Menschen kommunizieren zu können, die sich ebenfalls über Gebärden unterhalten.

Das Einzige, was mich bei der Sache ein wenig wurmt, ist, daß es natürlich wieder einmal von "unseren amerikanischen Freunden" kommen mußte. So wird ganz unmerklich und schleichend Kultur übertragen und "weggezüchtet".

Beispiele?

Wir haben mit einmal die Woche Speech therapy angefangen
(bei uns hieß das noch "Sprachheilkunde")

...dank seiner Zeichensprache und word approximations koennen seine Sprachtherapeuten sehen...

Kannst du Dir vorstellen, wie mein Mann darauf warted, das er endlich Daddy sagt

Also - ich hab mich auch riesig gefreut, daß er einfach Papa sagte und hoffe, daß mir der "Dad" erspart bleibt.

Gabi und Lukas
04.12.2006, 10:21
Das Einzige, was mich bei der Sache ein wenig wurmt, ist, daß es natürlich wieder einmal von "unseren amerikanischen Freunden" kommen mußte. So wird ganz unmerklich und schleichend Kultur übertragen und "weggezüchtet".

Beispiele?

Wir haben mit einmal die Woche Speech therapy angefangen
(bei uns hieß das noch "Sprachheilkunde")

...dank seiner Zeichensprache und word approximations koennen seine Sprachtherapeuten sehen...

Kannst du Dir vorstellen, wie mein Mann darauf warted, das er endlich Daddy sagt

Also - ich hab mich auch riesig gefreut, daß er einfach Papa sagte und hoffe, daß mir der "Dad" erspart bleibt.


Aber Bassmeister, die von Dir zitierten Beiträge wurden doch von nadia, einem Forumsmitglied aus Amerika geschrieben!
Gruß, Gabi

Bassmeister
04.12.2006, 10:39
oh ! *rotwird*
das ist natürlich ne Andere Geschichte. Ich will auch nicht "antiamerikanisch" sein, das liegt mir ferne. Aber Amerika ist halt Amerika und China ist China und Russland ist Russland und Deutschland ist Deutschland. Im Moment ist mir hier einfach ein bißchen zuviel Amerika und China (schaut mal, wo euer Spielzeug herkommt!), deswegen habe ich vielleicht auch etwas zu heftig reagiert. Ich bitte um Entschuldigung!

Andrea
04.12.2006, 10:40
Gebärdensprache ist komplizierter (d.h. eine richtige Sprache, die anders tickt wie die deutsche Sprache), die lernt man nicht nebenbei.

Ich bin inzwischen im DGS 3. Angefangen habe ich im September letzen Jahres. So langsam kann ich einzelne Gebärden im Gespräch anwenden (bin 1x im Monat im Gehörlosengottesdienst mit anschließendem Kaffetrinken). Ab Januar werde ich mich wohl mal in den Stammtisch wagen, der 1x im Monat in einer Kneipe stattfindet. Bisher habe ich mich nicht getraut.

Kirsten und Noel
04.12.2006, 11:12
Hihi...hallo Bassmeister,
ein bisschen muss ich über Deinen Beitrag lächeln. Vermischung von Kulturen hat es zu allen Zeiten gegeben, seit der Mensch existiert und auf allen Stufen der Evolution. Wir haben Lehnwörter aus dem Emglischen, das Englische hat Lehnwörter aus dem Lateinischen, das Lateinische hat Lehnwörter aus dem Phönizischen, das Phönizische hat Lehnwörter aus dem Griechischen usw...verstehst Du, worauf ich hinauswill? Deutschland ist Deutschland, historisch gesehen stimmt das überhaupt nicht, es hat sehr, sehr lange Zeit aus unzähligen kleineren oder größeren Herzogtümern bestanden (auch wenn die rein nominell das Hl. Röm. Reich Deutscher Nation bildeten...).
Was die Forschung in kindlicher Entwicklungspsychologie angeht, da läuft eben in Amerika einfach viel (auch einfach aufgrund der schieren Anzahl von Hochschulen), während man hier im deutschsprachigen Raum, so sieht das jedenfalls für mich aus, noch viel mehr traditionellen Thesen verhaftet ist. Sprachwissenschaftlich hinken wir auch hinterher, wirklich bekannte Linguisten haben wir nicht hervorgebracht, die Amis haben immerhin Noam Chomsky! Ich bin nicht pro-amerikanisch, aber das deutsche Hochschulsystem ist doch total veraltet und ineffektiv. *läster*

Ich hab übrigens gerade mal nachgeschaut: Noels derzeitige Lieblingsspielsachen (Kran, Müllauto, Parkgarage) sind von Wader, alles Made in Germany! ;)

Viele Grüße von

Bassmeister
05.12.2006, 22:14
Jo, ich lächele mittlerweile selber und freue mich, wieder mal was gelernt zu haben. Das ist nicht das erste Mal hier im Forum. Danke.

Resa
18.12.2006, 10:09
Zitat von Andrea: "Gebärdensprache ist komplizierter (d.h. eine richtige Sprache, die anders tickt wie die deutsche Sprache), die lernt man nicht nebenbei.

Ich bin inzwischen im DGS 3. Angefangen habe ich im September letzen Jahres. So langsam kann ich einzelne Gebärden im Gespräch anwenden (bin 1x im Monat im Gehörlosengottesdienst mit anschließendem Kaffetrinken)."quote]

Das ist ja toll, noch ein Gebärdensprach-Fan hier im Forum! Da haben wir ja was gemeinsam!:-)

Marion und Laura-Marie
18.12.2006, 13:56
HAllo zusammen !!:hallo:
Wollte einfach mal was zur Gebärdensprache einwerfen.Meine Schwester und ich sind mit dieser aufgewachsen.Meine Mutter wurde durch eine Kinderkrankeit gehörlos und unser Vater von Geburt an.Ich find es gut wenn sich einige damit beschäftigen,denn die Sprache ist wirklich nicht ganz so einfach..siehe Grammtik..Allerdings hatte mich als Kind immer wieder erstaunt das Gehörlose sich auch mit ausländischen Betroffenen sich unterhalten konnten.Allerdings weichen die von Land zu Land ein wenig ab.Ich seh meine Mutter zwar nicht mehr so oft,aber es ist ja wie mit dem Rad fahren,man verlernt das nicht.Ich lasse mir heute noch einiges von ihr zeigen wie etwas heisst.Selbst meine Grosse (12)lässt sich von ihrer Oma einiges beibringen;)Aber im allgemeinen beschäftige ich mich nicht damit,auch wenn viele sagen,das die Grundvoraussetzung da wäre zu eineer Ausbildung als Dolmetscherin..aber dafür fehlt mir auch u.a.sie Zeit.

Liebe Grüsse Marion und Laura-Marie:blume:

Andrea
18.12.2006, 16:40
Ich habe leider nur 1x im Monat im Gehörlosengottesdienst mit Gehörlosen zu tun. Danach ist immer noch ein Kaffeetrinken angesagt. Für ein Praktikum habe ich leider keine Zeit.

Und ich traue mich irgendwie noch nicht zum Gehörlosenstammtisch, da ich noch nicht so gut bin.

Im Gottesdienst sind größtenteils Ältere mit denen ich da zu tun habe. Mir täte eine Freundin gut von dort im gleichen Alter. Hat sich leider noch nicht ergeben (Altersstruktur).

Im Kurs klappt es ja einigermaßen, aber die Routine fehlt.

Marion und Laura-Marie
22.12.2006, 22:10
Hallo Andrea !!:hallo:
Bei den Gehörlosen ist es ja so das man sich wirklich mit Händen un dFüssen,sag ich jatzt mal;),unterhalten kann.Man kann sich immer irgendwie verständigen und sie sind meist gerne bereit einen einiges zu zeigen,denn sie sind froh wenn sich jemand dafür interessiert,denn sie gehören irgendwie nocjh zu einer Randgruppe.ich habe auch die Erfahrung,auch bei meiner Mutter,gemacht das diese Menschern such sehr misstrauisch sein können,nicht nur fremden gegenüber.Sie versuchen dann vom Mund abzulesen und wenn man zu schnell spricht verstehen sie es entweder gar nicht oder missverstehen etwas und ihnen dann klar machen das sie es falsch verstanden haben kann schwierig werden.Ich versuch mich immer in deren Lage zu versetzen,um zu begreifen was evtl in Ihnen vorgehen mag.
Trau dich einfach,sie beissen nicht:mrgreen:

Liebe Grüsse Marion und Laura-Marie:blume:

Claudia und Jonas
19.04.2007, 20:08
Hallo,

ich will Euch kurz von Jonas berichten. Jonas ist schwerhörig und hatte bis vor kurzem keine Stimme. Für ihn waren die Gebärden fast schon "lebensnotwendig". Erst als wir anfingen zu gebärden wurde er zufriedener und konnte sich verständlich machen. Außerdem haben wir somit auch das Sprachzentrum trainiert.

Nun seitdem er eine Stimme hat lassen gewisse Gebärden nach und er versucht anstelle das Wort zu sprechen. Trotzdem gibt es noch viele Dinge, die er nicht sagen kann - wo er sofort auf die Gebärden zurück greift. Er entscheidet also wann er Gebärden benutzt und wann nicht.

Wir sind sehr froh, daß es Gebärden gibt. Und können sie nur jedem empfehlen. Auch wir haben von dem Projekt gehört, wo man bereits kleinen Baby´s Gebärden beibringt. Finde ich gar nicht schlecht, denn somit wird das Sprachzentrum früher gefördert.

LG Claudia + Jonas

Doreen mit Elisei
19.04.2007, 21:28
Hallo Claudia, genau so ist es bei uns auch. Sobald die Beiden ein Wort sprechen können, lassen sie die Gebärde weg. Elisei benutzt nun fast keine Gebärden mehr und plaudert den ganzen Tag, auch wenn ich davon nur die Hälfte verstehe.;)
Und besonders Naima baut ganze Sätze aus der Kombination von gebärden und Worten. ist herrlich anzusehen und beweist mir, dass sie sprachlich viel mehr auf dem Kasten hätte, wenn sie motorisch dazu in der Lage wäre.

Hat Jonas den Tubus (wegen Luftröhrenschnitt) noch? Oder seid Ihr den jetzt losgeworden? Wünschen würde ich Euch das ja sehr.

Claudia und Jonas
20.04.2007, 09:11
Hallo,
nein den Luftröhrenschnitt hat er noch und wird ihn wohl auch noch lange brauchen. Vielleicht haben wir irgendwann mal Glück und seine Atmung wird so stabil, daß es auch ohne geht. Wenn nicht dann eben nicht. Es macht uns aber auch nicht mehr viel aus seitdem er eine Stimme hat. Ober er nun durch die Kanüle einatmet oder durch die Nase ist uns ziemlich egal hauptsache er kann Töne bilden und kommuniziert.

Dafür werden wir aber im Sommer die PEG-Sonde los, denn er hat es geschafft selbstständig zu essen. Somit haben wir wieder eine Baustelle weniger.

Wir machen übrigends Gebärden nach DGS und GUK. Zum Geb. wird er eine DVD vom Kästner Verlag bekommen. Dort wird über 15 min eine Geschichte in Gebärden erzählt. Für uns hörende gibt es dann auch einen Unterton. Zu Weihnachten hat er bereits 2 Gebärdenliederbücher bekommen, die wir auch sehr intensiv benutzen (ebenfalls von Kästner).

Doreen mit Elisei
20.04.2007, 13:05
Das freut mich, dass die PEG bald wegkommt. :gut: und dass er trotz Schnitt mit Euch reden kann ist auch super. Wir haben auch GUK und ein Buch der Diakonie "Schau doch meine Hände an".

Alles Gute Euch, dass nach und nach noch mehr Baustellen verschwinden. Jonas wird jetzt im Mai drei oder?

Kirsten und Noel
20.04.2007, 13:44
Hallo Ihr,
wo ich's gerade sehe:

es gibt ein ganz tolles neues Buch über Babyzeichen, nämlich das "Kleine Wörterbuch der Babyzeichen" von Vivian König.
Die Autorin hat sogar ein Babyzeichen-Kurskonzept entwickelt, dass schon in vielen deutschen Städten angeboten wird, näheres könnt Ihr unter www.babyzeichensprache.com (http://www.babyzeichensprache.com) erfahren. Sie hat mir berichtet, dass sie einige Spaltkinder mit ihren Müttern in den Kursen haben und bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Auf der nächsten Fortbildung für Kursleiterinnen soll ich etwas über LKGS erzählen und kann das Konzept dann auch ein bisschen kennenlernen - dann erzähl ich Euch genaueres drüber. Hab damals mit meinem Ältesten die Zeichen mit Hilfe eines Buches eingeführt, aber so als Mutter-Kind-Kurs macht das sicher noch mehr Spass.
LG Kirsten

sandra dirscherl
27.04.2007, 12:02
Halli hallo,

puh, war ich schon lange nicht mehr online... Bei uns passiert zur Zeit ´ne ganze Menge. Emma (keine Spalte) ist jetzt fast 1 1/2 Jahre alt und kann auch noch nicht sprechen oder laufen. Sie bekommt jetzt Frühförderung und die nette Dame (die gleiche, die Annabell schon hatte) will bei Emma mit GUK arbeiten. Ich habe früher in anderen Threads schon gelesen, dass man mit Zeichen das Sprechen lernen kann. Also hatten wir schon vor einiger Zeit bei Emma damit angefangen. Die Zeichen haben wir uns selbst ausgedacht. Damit macht sie sich gut verständlich, meist gibt sie dazu auch einen Ton von sich. Z.B Licht/Lampe sie zeigt zur Decke und macht"ch".
Bei Annabell kannte ich diese Kommunikation noch nicht. Sie war oft frustriert, weil wir sie nicht verstanden haben. Emma strahlt übers ganze Gesicht, wenn wir sie verstehen.

LG
Sandra