Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Implantat oder Brücke?
Hallo ihr,
ich brauche euren Rat, egal ob ihr jetzt Selbstbetroffener seid oder Mama oder Papa von einem Spaltkind
Und zwar: Neigt sich meine Behandlung langsam dem ende zu. Ich wurde am 21. Januar diesen Jahres operiert, dabei haben sie mir die Weißheitszähne entfernt und eine Knochenverpflanzung durchgefüht.
Sie haben eine Knochen aus dem Unterkiefer da eingepflanzt wo die Spalte mal war (in der Zahnlücke; da war ja kein Knochen nur Zahnfleisch) um eine Art „Fundament” für das Implantant zu errichten.
So, ein paar Tage nach der OP hat sich diese Stelle entzündet, mein Arzt gab aber nicht auf er sagte: „Das kann noch was werden, warten wir 8 Wochen ab...”. 8 Wochen später war ich dann bei ihm (am 25.04.2005) hat sich das angesehen und gesagt das es leider nichts geworden ist. Der Knochen ist zwar drinne aber es reicht nicht aus für das Implantat...
Dann meinte er:”...entweder nochmal versuchen oder Brücke...”. Jetzt kann ich das selber entscheiden...
Beim zweiten mal besteht die wieder die Gefahr das mein Körper es wieder abstoßen würde, da ja der Oberkiefer vernarbtes Gewebe ist und so schlechter durchblutet ist...
und außerdem muss ich dann nicht nochmal operiert werde und spare somit Zeit... (das heißt der Kostenvoranschlag brauch nicht beantragt werden, dass dauert auch knapp 3 Monate) und irgendwo steht man geistlich unter druck, ich „renne” jetzt seit knapp 4 Jahren hinterher „nur” um diese Zahnlücke zu verschließen... was auch ja unmöglich ist!
ich muss am 27.05.2005 wieder hin und dann fält die Entscheidung von den Ärzten und mir.
Deswegen weiß ich nicht was ich machen soll was jetzt besser ist Implantat oder Brücke
Vielleicht gib es ja hier welche die das gleiche durchgemacht haben...
Würde mich um Meinungen und Erfahrungen freuen!
Gruß Silke
Anonymous
27.04.2005, 10:54
Hallo Silke,
ich würde zu einer Brücke raten. Wenn das nicht funktioniert oder du probleme bekommst, dann kannst du ja immer noch wieder über diese Knochengeschichte nachdenken! Wie du ja selbst schreibst, ist das gewebe nicht so empfänglich für "Fremdknochen". Mir wäre das Risiko zu gross.
Ich müsste ja auch längst weitermachen, traue mich da nur nicht ran.
Gabi und Lukas
27.04.2005, 11:51
Liebe Silke!
Soviel ich weiß hat Anna-Blondie ein ähnliches Problem gehabt. Vielleicht fragst Du sie mal.
Ich weiß nicht recht, was ich raten soll, ich denke auf lange Sicht ist ein Implantat bestimmt die bessere Lösung, aber halt nur, wenn es auch wirklich klappt.
Liebe Grüße von Gabi
Hallo Silke,
ja ich habe auch 3 Implantate gesetzt bekommen,
also ich persönlich würde dir zu einem Implantat raten (bei mir hat die Kasse (AOK) auch die OP's übernommen)
Allerdings musste bei mir auch Knochen zusätzlich eingelagert werden, da es sonst nicht gehalten hätte.
Auf der einen Seite hat gleich alles problemlos geklappt (dort sind die 2 gut angewachsen etc,alles paletti) jedoch die andere seite die hat man jetzt schon das 2.mal gemacht. Ich hoff dass es dieses mal klappt dann bin ich fertig!!
Also, wie gesagt,ich würds mit Implantaten probieren..
lg Annna
Anonymous
28.04.2005, 22:46
Hallo Silke,
hmmm...
Schwere Entscheidung, aber villeicht lässt sichs ja so machen, das du einstweilen mal eine Brücke bekommst, und wenn das gar nicht klappen sollte, dann kann man das Impantat ja noch immer machen, oder?
Also ich würde eher zuerst mal eine Brücke machen lassen ,und wenn du dich in ein paar Jahren nicht mehr damit wohl fühlst, dann kann man immer noch operieren.
Hallo Silke,
wirklich schwierige Frage und da ich mich mit dem Thema noch nicht auseinander gesetzt habe, kann ich Dir auch nichts raten. Soviel ich weiß wird wohl eher zu einem Implantat geraten. Was waren denn die Gründe für das Implantat. Du mußtest Dich ja bereits einmal dafür entscheiden. Wenn Dir die Argumente sehr wichtig erscheinen, würde ich weiter beim Implantat bleiben.
Ich würde den Zeitfaktor aussen vor lassen. Mir ist völlig klar, dass Du das gerne hinter dir hättest und nicht noch länger warten möchtest, doch was sind 3 Monate gegen den Rest Deines Lebens?
Hallo,
ich bins noch einmal,
also wenn es darum geht,dass du nicht mehr so lange mit "Lücke" herumlaufen möchtest, gibt es auch sehr gute "Provisorien" sprich eine Art Zahnklammer an der ein Zähnchen befestigt ist..
Vielleicht kannst du einfach deinen zahnarzt mal fragen ob man nicht so eines anfertigen kann!
Ich würde es nocheinmal mit einem Implantat versuchen und vielleicht klappt es dann, denn ein Implantat sieht echter aus.
Hallo!
ich selbst habe eine Brücken-Kronen-Konstruktion und fühle mich gut damit :D . Anfangs war ich sehr skeptisch und hatte Angst, dass man hinterher Metallränder sieht oder dass es irgendwie künstlich wirkt. Ich bin dann persönlich ins zahntechnische Labor gegangen und habe mich dort beraten lassen (sehr zu empfehlen, da es nicht nur auf den richtigen Zahnarzt ankommt). Der Chef dort sagte mir Hände weg von Zirkon-Kronen, es sei denn man möchte als wissenschaftliches Versuchsobjekt dienen , denn bisher wurden mit diesem Werkstoff nur ein bis zwei Zähne ersetzt. Die Herstellungstechnik ist noch nicht ausgereift dass diese Kronen nicht wie "Legosteine" aussehen. (obwohl dieses Material mit besonderer Natürlichkeit beworben wird). Ich habe mich dann direkt im Labor hinsichtlich der Form und Farbe der Zähne beraten lassen. (im Übrigen: es gibt Zahntechniker und Zahnärzte, die nicht gut zusammenarbeiten können und zwar auf menschlicher wie auch auf fachlicher Ebene. Ich finde da sollte man drauf achten. Ich habe deswegen meinen Zahnarzt gewechselt)
Von Implantaten bin ich abgewichen, da diese auch im gesunden Knochen hin und wieder Schwierigkeiten bereiten, was Einheilung und Abstoßung betrifft. Das wollte ich meinem durch Osteoplastiken geflickten Knochen nicht antun. Jedoch würde ich diese Variante mir auch noch mal durch den Kopf gehen lassen, wenn "neu Zähne" wieder an der Reihe sind, und ich einen Chirurgen gefunden habe, dem ich vertraue. Aber bis dahin vergehn hoffentlich noch ein paar Jahre.
Hallo Silke,
ich selber habe ein Implantat.
Der Knochen aus meiner Hüfte würde von meinem Kiefer gut angenommen und auch die Stift setzung ist reibungslos verlaufen. Mittlerweile hab ich das Implantat schon einganze Weile (4 Jahre) und seit ca. 2 Jahren geht an der Stelle das Zahnfleisch zurück. Der Zahnarzt hat mir damals geraten, ein Stück vom Zahnfleisch der unteren Reihe nach ober zu transplantieren. Da ich aber gedacht habe, dass das alles nicht so eilig ist und ich auch angst davor hatte (ambulante OP´s sind das schlimmste für mich, seit der Stifteinsetzung!) hab ich es nicht machen lassen.
Nächste Woche Mitwoch hab ich einen Termin dafür machen lassen, da jetzt die Schraube vom Implantat ganz rausguckt.. *angsthab* :grosseau:
Was ich eigentlich nur sagen wollte ist, dass die Probleme der "Abstoßung" nicht nur bei der Knochentransplantation entstehen können. Sondern, dass das Implantat auch danach noch Schwierigkeiten machen kann.
Die Brücken-Kronen-Konstruktion von Karina hört sich auch gut an und vielleicht wäre so etwas ja erst mal von Vorteil, bis sich auch der Kiefer wieder ein wenig von all den OP´s beruhigt hat. Zu einem Implantat könnte man dann ja später immer noch wechseln!?!
Kannst mir/uns ja später davon berichten, wie du dich entschieden hast, würde mich interessieren :ja:
LG Nisi
hallo ihr!
erstmal danke das ihr zu diesem thema was geschrieben habt! so konnte ich mir ein besseres bild machen.
ich war letzte Woche zu meinem Haus-Zahnarzt und er sagte das eine Brücke wahrscheinlich auch nicht das beste sein wird, da mein schneidezähne im Oberkiefer sehr weich sind und "locker".
ich muss ja nächste Woche hin am 25.05. (habe mich vertan!) und dann sehen wir weiter, melde mich auf jeden fall!
Anonymous
18.05.2005, 15:27
Hi zusammen!
Das Problem ist dass sich der Knochen mit der Zeit abbaut, wenn dieser nicht belastet wird, sprich z.B. mit Implantaten. Wenn man das z.B. nach fünf Jahren nachholen will, besteht die Gefahr dass dann Knochen nachgelegt werden muss. Okay, auch kein Problem, wenn unter bestimmten Voraussetzungen die Knochenverpflanzung und die Implantation in einer Sitzung gemacht werden kann. Trotzdem bedeutet das ein erhöhtes Risiko, eine Knochenverpflanzung ist mit zunehmenden Alter nicht ohne, die Einheilung könnte etwas erschwert sein.
Ich würde sagen, man sollte es nach Möglichkeit immer zuerst mit Implantaten versuchen, zumal jetzt auch die gesetzlichen KV einen Schritt zu den Implantaten hin gemacht haben.
Ich habe seit August 2004 zwei Implatate für 21 und 22, seit Februar sind die Kronen drauf und bin damit sehr zufrieden.
lg,
Ronaldo
Hallo!
War gestern bei mein Arzt. Wir haben ein Röntgenbild von der Stelle gemacht und auf dem Bild konnte man gut erkenne, dass nichts mehr von den Knochen übrig war! Er konnte so mit einer Pinzette in diese kleine Loch gehen wo der Knochen war und das war tief. Er hat dann die "Reste" vom Knochen und zwei kleine Nägel die denn Knochen festgehalten entfernt.
Das soll jetzt vier Wochen abheilen und dann versuchen wir es nochmal.
Na dann auf ein Neues!
Hallo ihr!
Vor kurzem war ich wieder bei meinem Arzt und haben noch ein Röntgenbid gemacht. Was ich da sah wollte ich nicht glauben: die zwei kleinen Nägel waren noch da! Ich hoffe ihr denkt nicht das ich nicht aufpasse was bei mir passiert... Beim letzten mal hat er den Knochen entfernt und das sollte jetzt abheilen er wollte nicht die Nägel rausnehmen weil es dann wieder eine offene Wunde ist und das dauert bis sie abheilt.
Diesen Freitag, 02.09, habe ich ein wieder ein Termin und dann wollen wir gucken ob das Loch ganz zu ist, was ich bezweifle!
Ich wusste nicht ob ich ein neues Thema anfangen sollte. Was ich nämllich fragen wollte: Hab ihr schon mal von den Knochenmineral Bio-Oss gehört? Es besteht aus Rinderknochen und wird da eingesetzt wo kein Knochen ist. Ich war gestern auf ein Infoabend für Implantate und da habe ich das zum erstenmal gehört... es hat mich gewundert das meine Ärzte in Münster mir davon noch nie was erzählt haben.
Also meine Frage: Haben eure Ärzte euch schon mal davon erzählt oder hab ihr davon was gehört? Oder habt ihr selber damit erfahrungen gemacht?
Würde mich über Antworten freuen!
Gruß Silke
Ich war vor kurzem auf einem Wochenendseminar der WRG. Dort war am zweiten Tag morgens ein Arzt auch Hamburg mit einem Vortrag (Name fällt mir leider nicht ein im Augenblick). Der war auch schon mal bei Jauch (falls das hilft). Der sprach davon, dass man gute Erfahrungen gemacht hat mit Knochensubstanz von der Kopfhaut. Da es direkt vom gleichen Bereich käme würde es gut anwachsen.
Erkundige Dich mal darüber.
Hallo ihr Lieben!
Wusste jetzt nicht ob ich ein neues Thema anfangen sollte, ob das Thema überhaupt von Intresse ist, hab es nun doch gelassen und schreibe in den "alten" thread ;)
Also, es ist viel passiert! Die OP im letztem Jahr, war ja nicht so toll wie es vielleicht wissen es ja noch einige.
Damals hat ja auch noch ein Arztwechsel statt gefunden, möchte jetzt nicht die Namen der Ärzte sagen. Aber eins darf ich sagen, der Name viel schon öfter in diesem Forum. Mein Arzt hat meine Lage Prof. Dr. Joos erzählt. Der wollte sich die ganze Geschichte mal ganz genau angucken.
Nach ein paar Termine wurde dann ein Op-Termin vereinbart.
Ende März bekam ich wieder ein Stück Knochen aus dem Unterkiefer in meiner ehemaligen Zahnlücke eingepflanzt. Das ganze musste nun abheilen. Merkte aber das sich da wieder ein Loch bildete - aber der Prof. sagte es sei nicht schlimm... trotzdem hatte ich ein komisches Gefühl das dass nicht so richtig ist.
Nun sind Monate vergangen. Da der Knochen gut eingeheilt ist - wurde dann ein Op-Termin für Implantat festgelegt. Das war nun letzte Woche. Wurde unter Lokalanästhesie gemacht. Nachdem Prof. Dr. Joos fertig war, hat er mir gleich erzählt das der Knochen nicht soo toll war. Habe mich ehrlich gesagt nicht gewundert das ich ja schon die ganze zeit ein komische Gefühl hatte :(
Aber nun denn - wer er gar nicht gut gewesen wäre dann hätten sie es erst gar nicht gemacht! Eine Woche nach der Op sollte ich zur Kontrolle kommen (15.08.06). Prof. war sehr zufrieden! Nach ihm bräuchte ich erst in 4 monaten wieder kommen :) Also ist es diesmal geglückt!
Was sie bei der Knochenaugmentation noch festgestellt haben: 2 "Restlöcher" könnte sein das sich dadurch der Knochen beim 1. mal entzündet hat. Haben sie verschlossen. Das 2. Loch, da hätten sie mir die Oberlippe aufschneiden müssen wenn sie das hätten zu machen wollen... War sehr schockiert das da noch ein Loch ist/war.
Wollte einfach meine Erfahrungen schreiben mit Prof. Dr. Joos und mit der Uniklinik Münster in der ich auch schon seit '87 bin ;)
Lg Silke
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