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glaubt ihr, dass man so große probleme durch die spalte und die eigene einstellung bekommen kann, dass nur noch psychologische hilfe helfen kann? hat vielleicht schon jemand mal darüber nachgedacht ?
Nicole und Julia
17.04.2005, 22:46
uffz... nicht so einfach...
aber ich denke jeder Mensch ist verschieden, den einen werfen Kleinigkeiten aus der Bahn und er braucht eher professionelle Hilfe, der andere erträgt selbst herbe Schicksalschläge alleine oder mit Hilfe guter Freunde. Denke so pauschal kann man da gar nicht zu sagen.
Aber ich glaube schon das es manche schwer getroffen haben wird und sie vielleicht nie richtig mit umgehen konnten und sich dann auf alle Fälle an eine solche Stelle wenden sollten um das Leben in den Griff zu bekommen.
Des weiteren hoffe ich das meine Tochter später gut mit klar kommt und/aber wenn es nicht so sein sollte dann würde ich ihr als Mutter auch zu einem solchen Weg raten mit sich und der Spalte ins Reine zu kommen.
ich meine zB auch nicht nur die Spalte, ich finde es sehr schwer erstmal wenn man in die Pubertät kommt, überhaupt damit klar zu kommen anders auszusehen, dann kommen noch so Sachen dazu wie Beleidigungen und Verhaltensstörungen und wirklich sowas wie ich sag mal "Krankheiten" entwickeln sich, ich würde gern wissen ob jemand sowas in der Art erlebt hat und wie man damit klarkommt am besten
Christoph
17.04.2005, 23:12
ja ich habe allerdings darüber nachgedacht..
bin aber bis jetzt noch nicht zu einem ergebnis gekommen, ich traue mich einfach nicht, irgendwas in die richtung zu unternehmen.. ich merke, das es mir schon deutlich hilft, hier im forum zu schreiben.. aber irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob das auf dauer reicht..
Anonymous
17.04.2005, 23:32
Christoph, du hast mir aus der Seele gesprochen!
Ich denke, meine Spalte hat vom Selbstbewusstsein nur noch Fragmente übriggelassen. Solange ich mich in meiner gewohnten Umgebung bewege, bin ich relativ entspannt. Doch "draussen" zieht sich eine Wolke aus Angst und Unsicherheit um mich. Ich schäme mich vielleicht manchmal ein bisschen, das hängt von der Tagesform ab.
Manchmal laufen die Tage wie Filme ab. Seit Pascal auf der Welt ist, ist es zwar besser geworden aber die Wochentage sind manchmal schon monoton.
Wenn ich ein Rezept hätte, damit besser klarzukommen, ich würde es natürlich hier schreiben!
Zur Unsicherheit kommt noch meine entsetzliche Nervosität (look at my Fingernails...) und Ungeduld. Das macht mich wohl zu einem für die Umwelt recht schwer zu ertragendem Menschen.
...das erstmal von mir - ist schon spät heute!
ja ich habe allerdings darüber nachgedacht..
bin aber bis jetzt noch nicht zu einem ergebnis gekommen, ich traue mich einfach nicht, irgendwas in die richtung zu unternehmen.. ich merke, das es mir schon deutlich hilft, hier im forum zu schreiben.. aber irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob das auf dauer reicht..
Klar hilft es aber Forum ist eben Internet und nicht das reale Leben, das ist das Problem, man wird hier zwar unterstützt aber draussen ist man auf sich gestellt....
Hallo Julka und alle anderen,
m.E. kann natürlich auch das Thema Spalte dazu führen, dass es vielleicht gut ist einen Psychologen aufzusuchen, und / oder sich in Therapie zu begeben. Und jedem dem diese Erkenntnis kommt und dann tatsächlich diesen Schritt macht gebührt grosses Lob, denn das ist bestimmt nicht einfach.
Das Forum glaube ich kann nur bedingt helfen, es kann keine fachmännische Therapie ersetzen.
Und ich glaube man muß auch ganz bewußt die Bindung an die Eltern aussen vor lassen, es gibt einfach Dinge die wird man nicht mit ihnen besprechen können, und da muß eine neutrale Person zu Rate gezogen werden.
Ich selbst habe mal mit einer Kollegin die Psychologin ist gesprochen, allerding nur bedingt zu diesem Thema. Mir hat das eine Gespräch schon geholfen.
Uli_1972
28.05.2005, 18:02
Hallo ihr,
also ich falle jetzt mal mit der Tür ins Haus:
ich mache seit Oktober letzten Jahres eine Gestalttherapie und ich muß sagen, das war die beste Idee, die ich im letzten Jahr hatte !
Und dabei bin ich gar nicht primär wegen meiner spaltbedingten Unsicherheiten hingegangen, sondern weil ich ein Beziehungsproblem hatte.
Ich war so furchtbar eifersüchtig auf die Ex von meinem Freund, sie quirlig, extrovertiert, natürlich "narbenlos" , wohnt zwei Stockwerke unter ihm und die beiden verstehen sich nicht nur suuuper, sie haben auch mehr oder weniger regelmäßig Kontakt.
Ich dagegen eher passiv, leise, introvertiert. Und meiner Meinung nach natürlich nicht so hübsch wie sie.
Sie ist geschieden, ihr Sohn wohnte nach der Scheidung eine Zeitlang bei seinem Vater, kam nach einer unguten Geschichte wieder zurück zu ihr.Ein schwieriges Kind, aber auch sehr arm, Angsstörungen, posttraumatisches Belastungssyndrom...
In der Zeit, wo er (Kind) wieder bei der Ex (L.) wohnte, hatte mein Freund ziemlich viele "Feuerwehreinsätze", weil er hat Auto und kennt Frau, Kind und Situation recht gut.
In dieser Zeit entwickelten sich meine Probleme, ich fiel sehr oft in ein tiefes schwarzes Loch, sobald es wieder einmal irgendwie um L. oder ihren Sohn ging - mittlerweile bin ich mit ihr recht gut befreundet.
Aber die Gründe - siehe oben. Ich hatte Angst, daß die beiden wieder zusammenkommen, mein Freund war und ist immer noch auch eine wichtige Bezugsperson für das Kind.
Eines Abends, als ich wieder mal mit vollem Karacho in so ein schwarzes Loch fiel, meinte mein Freund, dann muß er halt den Kontakt zu den beiden abbrechen, wenn ich es trotz aller Bemühungen nicht ertragen kann.Ich spürte aber, daß das nicht die Lösung sein konnte.
Weil ich mir selber nicht mehr helfen konnte - und auch nicht mehr Gespräche mit sehr guten Freundinnen - beschloß ich, eine Therapie zu machen.
Mit all meinen Zweifeln sah ich schon das Ende einer eigentlich sehr schönen, harmonischen Beziehung, und das wollte ich gewiß nicht.
Also gesagt, getan.
Meine sämtlichen "Umfaller" wurzelten in der klassischen Verlustangst. Schön und gut, und woher kommt die Verlustangst !?....
.....
In der Therapie fiel mir (nach Monaten!) ein Schlüsselerlebnis ein, das ich in meiner Kindheit hatte und sehr wohl mit meiner LKGS (beidseitig) zu tun hatte.
Weil ich in unserer "Stadt" (genaugenommen nichts anderes als ein größeres Dorf) das einzige Kind war mit äußerlichen Auffälligkeiten, hatte ich auch dementsprechend darunter zu leiden. Ablehnung oder Mitleid. Nur ein paar wenige konnten damit umgehen.
Meine Eltern haben mich, was OPs, Logotherapie usw. betrifft, schon unterstützt, aber waren auch oft überfordert mit den restlichen Problemen, die die Spalte mit sich brachte. Sie hatten diesbezüglich ja auch selber keine Unterstützung.
Ich hatte einen Kindergartenfreund,war auch meine einzige Freundschaft, mit dem ich viel spielte , wir steckten eigentlich dauernd zusammen. Meine Mutter sagte mir unlängst, der war damals mein kleiner Kavalier, er spazierte mit mir händchenhaltend in der Gegend herum, trug meine Jacke...
Das ging gut bis wir in die Volksschule kamen.
Dort wurde ich von meinen Mitschülern ausgespottet oder sonstwie gedemütigt, er dann auch, weil er sich mit mir abgab. Und so zwang er mich eines Tages, mit ihm keinen Kontakt mehr zu haben wollen. (mittels Schwitzkasten in einer Pause).Und damit ihm sowas nicht nochmal passierte, interessierte er sich ab dann für ein Mädchen, das natürlich viel hübscher war als ich. :cry:
So wurde er nicht mehr ausgeschlossen. Die Lehrerin mochte mich auch nicht und ließ mich sprichwörtlich im Regen stehen mit meinen Problemen.
Damals wurde nicht nur der Grundstein für meine massiven Verlustängste gelegt ( da trugen dann noch andere Erlebnisse im Gymnasium dazu bei), sondern damals muß in mir auch die Überzeugung gewachsen sein, daß ich kein liebenswerter Mensch bin, bzw. daß meine Narben im Gesicht und die unregelmäßige Nase so schlimm sein müssen, daß mich mein Freund fallen lassen kann wie eine heiße Kartoffel, einfach so, ohne daß ich ihm etwas getan hätte.
Wie gesagt, gewisse Erlebnisse im Gymnasium haben das dann noch verstärkt.
Heute arbeite ich in der Therapie auch diese Erlebnisse auf, und das tut mir gut.
Also ich kann nur jedem/r , der /die aus welchen Gründen auch immer therapeutische oder psychologische Hilfe überlegt, unbedingt dazu raten !!!!!!
Schließlich sind Therapeuten bzw. Psychologen extra dafür ausgebildet, um bei psychischen Problemen, - haben auch eine Menge Leute ohne LKGS - zu helfen.
Und es ist heute nicht mehr so, daß nur Vollidioten oder geistige Tschopperl eine Psychotherapie brauchen bzw. machen....
Ich zB. hab eine schöne Wohnung, eine super funktionierende Beziehung, einen recht angenehmen Arbeitsplatz (naja, meistens) und bin dort auch recht erfolgreich.
Und mach trotzdem eine Therapie.
@Stefan:
ich kann die Unsicherheit wohl aus eigener Erfahrung nachvollziehen, denke ich.
Aber du hast ein liebes Lächeln, du kommst sympathisch rüber.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß deine Frau der einzige Mensch in deinem Leben ist, der deine dir innewohnenden Qualitäten entdeckt hat!
Weißt du, so schlimm es auch manchmal ist, mit einer LKGS herumlaufen zu müssen, und bei aller Ablehnung die man dabei erfährt, man lernt dadurch eher Leute kennen, die nicht an der Oberfläche hängen bleiben. Die auch in schlechten Zeiten für einen da sind.
Und das ist doch auch was.
Ganz liebe Grüße an alle
Uli
Nicole und Julia
28.05.2005, 20:21
Danke liebe Uli für diesen tollen schonunslosen und ehrlichen Bericht. Ich denke durch ihn werden vielleicht Menschen die sich noch nicht getraut haben proffesionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, etwas leichter dafür entscheiden können!!!
Anonymous
28.05.2005, 21:08
Hallo Uli,
auch ich möchte mich bedanken, ich bin mir sicher, das hift einigen Menschen weiter, wenn sie das lesen!
Danke für deine Offenheit!
Ich denke, es kommt auf jeden einzelnd an, denn ich zum Beispiel komme super mit meiner Spalte klar und wenn jemand einen dummen Spruch ablässt, dann bekommt er knallhart einen zurück. =)
Bei mir kommt das wohl daher, weil ich früher zwar gehänselt wurde, mich aber immer "verteidigt" habe,also denjenigen verbal attackiert, sowie zwei Jungs, etwas älter als ich, richtig angegriffen, *gg* ich war schon immer so rabiat =)
Und da mich meine Freunde nicht haben hängen lassen, musste ich auch keine negativen Erfahrungen diesbezüglich mitmachen und werde deshalb keine Therapie "nötig haben".
Also, damit will ich sagen, dass es auf das Umfeld ankommt, also ob man hängen gelassen oder unterstützt worden ist.
Anonymous
29.05.2005, 20:21
Hallo Annika,
klar, denn ich denke da kommt es auch auf das Selbstvertrauen, auf den Typ an.
Also ich wurde in der Schule immer gehäselt, hab aber keine Spalte und war immer das hässliche Entlein. Leider hatte ich nicht genug Selbsbewustsein mich zu verteidigen.
Klar, auch auf die Freunde kommt es drauf an!
Nicole und Julia
29.05.2005, 23:29
wollte auch nur sagen das es leute gibt, die würden gern ne Therapie machen,.... trauen sich aber auch das nicht... und wenn sie dann Ulis Bericht lesen wie sehr es ihr geholfen hat, auch wenn nach außen alles OK auschaut... dann wagen sie es vielleicht doch und springen über ihren Schatten
Wenn man von vorne herein ganz anders mit der Sache umgeht und sich nichts gefallen läßt um so besser, aber leider können das nicht alle Menschen gleich gut, ob gute Freunde oder nicht, wenn man da halt nicht der Typ für ist können auch gute Freunde nicht helfen, weil da muß man, denke ich, selber durch!
Aber Annika... sei froh das du so eine Natur bist, könnte mir vorstellen Jule wird auch so eine und hoffe es für meine Maus!
Mandy mit Kevin
30.05.2005, 06:50
Also wenn ich das hier so alles lese, müßte ich Angst um Kevin haben das er eine genauso schlimme Jugend hat wie ich. Ist aber ein anderes Thema ! Aber ich denke ich habe da schon etwas dagegen gemacht und werde noch mehr dagegen tun. Als Kevin auf die Welt kam :oops: , kam Steven einen monat später in den Ki.Ga. ! So hat seine Gruppe die " offene Spalte " mitbekommen. Weil mich viele darauf angesprochen haben, haben wir einfach ein Vormittag genutzt um den Kindern zu erklären was Kevin hat. Es wurden sehr viele fragen gestellt und ich habe sie versucht zu beantworten. Dies werde ich auch in der 1.Klasse versuchen zumachen, ich möchte nicht das Kevin wegen einer Narbe von der Klasse ausgestoßen und gehänselt wird. Ich weiß wie es ist ein Aussenseiter zu sein.
Anonymous
30.05.2005, 07:37
@Uli:
Danke für deinen Bericht und deine Worte!
Ich habe mich streckenweise wiedergefunden (Gymnasium z.B.).
Das hat mich doch schon nachdenklich gemacht, was die Therapie angeht...
Anonymous
30.05.2005, 12:29
Ich bin kürzlich erst zum ersten Mal in eine Situation gekommen, bei der ich dachte, dass ich psychologische Beratung benötige. Ich war in ein extrem tiefes Loch gefallen und hatte über mehrere Wochen hinweg Probleme da wieder raus zu finden. Letztendlich habe ich es dann doch selber bzw. ohne professionelle Hilfe geschafft. Das hat aber nichts mit der Spalte zu tun sondern weil ich derzeit in einer besonderen Situation bin in der ich einiges von mir abverlangen muss.
Ich kann was Hänseleien etc. angeht relativ locker auf meine Schulzeit zurückblicken, eine schwierige Phase hatte ich mal mit 11/12 Jahren (5. Klasse) also Wechsel auf eine andere Schule mit Startschwierigkeiten, fremde Kinder (die meisten davon sind heute allerdings meine besten Freunde) und der allmähliche Start in die Pubertät. Aber irgendwie bin ich da auch rausgekommen.
Man muss vorallem dann aufpassen wenn man auf sehr langer Zeit merkt dass da etwas nicht stimmt und sich rechtzeitig die Frage stellen, ob man zu depressiver Verstimmungen oder gar zu Depression neigt. Erkennt man es rechtzeitig, kann man was mit Gesprächstherapie o.ä. viel machen, man sollte es vermeiden in eine Situation zu kommen, bei der man auf Antidepressiva zurückgreifen muss. Das sind sehr schwere Medikamente, die auch einige Nebenwirkungen haben.
lg,
Ronaldo
Uli_1972
03.06.2005, 15:11
hallihallo,
schön, wenn mein Bericht so gut angekommen ist.
Und wenn sich dadurch tatsächlich jemand ermutigt fühlen würde, auch eine Therapie zu machen bzw. psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, freut´s mich umso mehr.
In Österreich ist es so, daß die Krankenkasse auch einen Teil dazuzahlt.
@Stefan:
denkst du noch darüber nach? Würde mich interessieren.
Liebe Grüße
Uli
Anonymous
03.06.2005, 21:27
Hi Uli,
ne, Denken ist abgeschlossen - vorerst. :)
Ich habe ja schon so eine Art Therapie, diese schöne Forum hier!
Aber Respekt, wie du von dir erzählst..Ich kann mich an vieles gar nicht mehr erinnern.
Schlimme Dinge verblassen wohl in meinen Hirn...
Ich habe mir wirklich schon oft überlegt Hilfe in Anspruch zu nehmen, es jedoch ncoh nie wirklich gemacht. Ich denke daran immer wenn es mir schlecht geht, aber wenn es dann doch wieder bergauf geht verwerfe ich den Gedanken ganz schnell...
Es gibt Situationen, die mich zum Verzweifeln bringen...dann denke ich es geht gar nicht mehr....meine Geschichte mehr oder weniger habe ich ja schonmal erzählt...darauf aufbauend erzähle ich euch etwas, was erst wenige Wochen her ist....also ich war ganz normal abends weg und wollte vor dem heimgehn noch schnell tanken...dort versammeln sich bei uns verschiedene Gruppen junger Leute...als ich drt vorbeilief stand eine sehr große Gruppe dort und einer sagte sowas in der Art, schaut mal ein Nasenbär...und so Zeugs...ich müsste zwar vom Alter her usw reif genug sein einfach nicht zu reagieren oder mich nciht beeinflussen lassen aber aufgrund der ganzen lebensgeschichte bisher, hat mir das so wehgetan...es war schrecklich ich habe es grade zum Auto geschafft bin weggefahren und habe angefangen zu heulen....es war so schlimm dass ich dann nachts es war so 3 Uhr auf der Landstraße in so eine Haltebucht gefahren bin und angehalten habe, dann kam zu allem Unglück noch eine Polizeistreife vorbei die sich natürlich gewundert haben was ich um die Zeit dort mache...Irgendwann rappele ich mcih immer wieder auf und denke, ich schaffe es, nächstes Mal ignoriere ich es einfach usw...aber wenn wieder so etwas ist, bin ich wieder wie vor den Kopf gestoßen...ich bin total verzweifelt
Anonymous
04.06.2005, 08:52
Hallo Julka,
ach Mesch, lass dich mal :knuddel:!
Ich verstehe einfach nicht, warum Menschen so etwas machen, was bringt ihnen das?
Anonymous
04.06.2005, 09:47
Liebe Julka,
ich war echt überrascht, daß es sowas noch gibt! Du bist doch ne hübsche Frau, wie kommen die bloß darauf?
Auch von mir ein dickes :knuddel:
Nicole und Julia
04.06.2005, 17:59
Ach Julka... das gibts doch nicht... fühl dich mal lieb Umarmt... ich find das Oberfies, aber denke es waren Hirnlose "Rumhänger" die halt nix anders zu tun haben als sich auf Kosten anderer Lustig zu machen... so was sollte man echt nicht ernst nehmen/leichter gesagt wie getan, ist mir klar... aber lass dich von solchen Sprüchen nicht so runterziehen... du bist viel mehr wert wie solche Leute !
Danke für eure aufmunternden Worte....Es ist einfach nicht leicht dadrüberzustehn, bzw mir fällt es sehr sehr schwer...solche Situationen treten eben manchmal auf...und jedesmal wirft es mich total aus der Bahn...aber DANKE
Anonymous
05.06.2005, 23:31
Liebe Julka,
ich weiß, es tut weh, sowas zu hören. Vor allem, wenn man nichts dafür kann und sich ganz bestimmt nicht ausgesucht hat.
Ich finde auch nicht, daß es eine Sache des Alters ist, wie man mit solchen Verletzungen umgeht, das hängt meiner Meinung nach mehr von der seelischen Verfassung ab.
Solche Menschen sind hirn - und gedankenlose Idioten.
In meiner Volksschulzeit war ich meistens das Monster und im Gymnasium dann Dracula (hatte ja keine Schneidezähne).
Was spricht denn dagegen, wenn du dir psychologische Unterstützung suchst?
Psychotherapie ist ja auch nicht gleich Psychotherapie, da gibt´s je nach Problemstellung unterschiedliche Formen.
Ganz liebe Grüße und fühl dich auch von mir ganz feste :knuddel:
Uli
Hallo,
wie läuft eine Gesprächstherapie ab, bezahlt die Kasse?
Mathias
Uli_1972
16.07.2005, 22:55
Hallo Mathias,
also hier in Wien gibt´s ein sog. Kriseninterventionszentrum, da wurde mir meine Therapeutin empfohlen (nachdem ich kurz von meinem Problem erzählte) und ich muß sagen, die war ein echter Glücksgriff für mich.
Ansonsten, Telefonbuch, Bekannte fragen, Hausarzt fragen.....
Ich kann dir leider nur sagen, wie´s in Österreich ist - Deutschland keine Ahnung.
Abhängig vom Einkommen ist die Therapie kostenlos oder es wird von der Krankenkasse ein Teil rückerstattet.
Das heißt, nachdem die Therapie bewilligt wurde (normalerweise kein Problem, Therapeut/in schreibt entsprechenden Antrag) kriegst du für jedes Monat eine Rechnung die du dann an die Krankenkasse weiterschickst. So war´s zumindest bei mir.
Wenn du weitere Fragen hast..melde dich nochmal.
Liebe Grüße
Uli
Man muss vorallem dann aufpassen wenn man auf sehr langer Zeit merkt dass da etwas nicht stimmt und sich rechtzeitig die Frage stellen, ob man zu depressiver Verstimmungen oder gar zu Depression neigt.
Ja, da sollte man aufpassen und nicht zu lange warten, bis man was unternimmt, das seh ich ähnlich.
Erkennt man es rechtzeitig, ...bevor was passiert? kann man was mit Gesprächstherapie o.ä. viel machen, man sollte es vermeiden in eine Situation zu kommen, bei der man auf Antidepressiva zurückgreifen muss. Das sind sehr schwere Medikamente, die auch einige Nebenwirkungen haben.
Ich war trotz jahrelanger Gesprächstherapien bei zwei Psychotherapeuten irgendwann in der Situation, daß ich Antidepressiva nehmen mußte, weil ich nicht mehr arbeiten konnte.
Dies waren relativ leichte Tabletten , ungf. 20 mg Fluoxetin, die haben innerhalb von 3-4 Tagen angeschlagen, entgegen anderer Prognosen also recht schnell und mir ging es sooooviel besser, das kann ich gar nicht beschreiben. Also, ich war mir nachwievor meiner sämtlichen Probleme bewußt und hatte auch weiterhin schlechte Tage und war auch mal traurig, aber diese elende , bleierne Schwere ist weg. Ich konnte wieder arbeiten, konnte mich wieder über Kleinigkeiten freuen und habe große Pläne in die Tat umgesetzt.
Die Nebenwirkungen hielten sich bei mir sehr stark in Grenzen. Ich habe kurz nach Beginn der Einnahme ein paar Kilo abgenommen, hatte wenig Appetit, habe das dann aber schnell wieder drauf gehabt. Zudem habe ich das Medikament nicht in Kapselform vertragen (Hautprobleme), habs dann halt als Tabletten genommen, genauso billig.
Diese habe ich dann ohne wahrnehmbare Nebenwirkungen drei Jahre lang eingenommen und im Mai diesen Jahres abgesetzt.
Ich behaupte nicht , daß jeder Antidepressiva nehmen sollte anstatt Therapien zu machen. Ich würde auch jederzeit wieder vor der Einnahme von Medikamenten erstmal mit Therapien beginnen. Die brauchen auch immer erst Zeit , bis sie greifen.
Aber wenn man
nach einer gewissen Zeit merkt, daß die Gesprächs- oder sonstigen Therapien einem nicht diese Schwere , Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit , whatever nehmen können, sollte man Antidepressiva zumindest mal ausprobieren, natürlich mit Absprache des Hausarztes und Therapeuten.
Ich hatte früher auch immer Vorurteile und Hemmungen gegenüber Medikamenten.
Ich dachte , daß sind so zerstörerische Chemiehammer, die eventuell sogar meine letztendlich doch geliebte ;) Persönlichkeit verändern könnten, ich habe aber wie gesagt eine andere Erfahrung gemacht . Für mich waren diese Dinger ein Segen.
Nochwas zur Wahl des Therapeuten: Ruhig 4 oder 5 oder mehr "ausprobieren" und sich dann erst entscheiden. Das ist zwar sehr anstrengend, besonders wenn man eigentlich sofort Hilfe braucht , aber :Nicht jeder Therapeut tut einem wirklich gut!!!
:), Marion
Anonymous
09.08.2005, 19:44
@Stefan:
denkst du noch darüber nach? Würde mich interessieren.
Ja, ich habe nachgedacht!
Und beschlossen, was zu tun!
Morgen rufe ich eine Reihe von Psychotherapeuten an. Der, wer am ehesten Zeit hat, den nehme ich.
Übergangsweise werde ich Antidepressiva in schwacher Dosierung nehmen.
Tja, mit mir ist es weit gekommen... :(
Uli_1972
09.08.2005, 19:53
Lieber Stefan,
ach bin ich froh, daß du dich dazu entschieden hast !!!!!
Das ist schon mal ein wichtiger Schritt zur Besserung - du tust aktiv etwas für dich.
Ich hatte schon befürchtet, daß ich mit meinem ewigen "mach doch eine Therapie" eher genervt als geholfen hätte...
Verlier nicht den Mut, wenn dir der "erstbeste" Therapeut nicht zusagt, es gibt so viele!
Ich wünsch dir viel viel Glück und Selbsterkenntnisse bei deiner Therapie.
Ganz liebe Grüße
Uli
Sabrina ist/war sehr lange unauffällig, was die Spalte angeht (Gaumenspalte). Trotzdem hat sie unter Ängsten (vor allem Ärzten, Spritzen, Schmerzen) gelitten. Sie schläft heute mit 14 immer noch nicht in völliger Dunkelheit (kleine Salzlampe mit 5 W).
Sie hatte auch sehr starke Unsicherheiten was andere Kinder angeht (obwohl sie ohne Näseln spricht, daran lag es nicht). Sie ist dann 3/4 Jahr in eine Therapiegruppe gegangen mit 7 anderen Mädels. Alles zurückhaltende und ängstliche Naturen. Das hat ihr gut getan. Das ist jetzt 1 Jahr her.
Inzwischen hat sie seit 1 Monat einen Freund, der ihr auch gut tut (obwohl sie gegen ihn das Selbstbewußtsein mit Löffeln gefressen hat). Zu Hause hat sie eine ziemliche Klappe, was wir nur leicht bremsen (Unverschämtheiten müssen nicht sein, da wird schon gebremst). Sie hat früher z.B. in der Schule nichts gesagt, sie ist in der Pause zur Lehrerin gegangen, vor der Klasse ging es gar nicht. Es macht ihr anscheinend jetzt nichts aus, dass ihre Zähne durch die Spange (Gaumennahterweiterung) oben immer weiter auseinanderwandern (schon ca. 7 mm). Sie sagt einfach, dass es jetzt sein muss und dass sie ihre Brackets jetzt am 22. bekommt.
Sie war noch 1 x vor der OP bei dem Therapeuten auf meinen Wunsch, weil ich das Gefühl hatte, dass sie ihre Ängste vor der OP nicht aussprechen wollte/konnte. Sie kam sehr fröhlich aus der Sitzung, man merkte, dass es ihr gut getan hat. Alles kann man doch nicht alles mit den Eltern bereden.
Und das ihre Rechenschwäche durch die Rechen-Therapie abnimmt ist auch ein großer Erfolg. Von einer 5 auf dem Zeugnis zu einer 3. Das macht auch viel aus im Selbstbewusstsein.
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